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 Betreff des Beitrags: Re: Chinesische Studentin in Dessau vermisst
BeitragVerfasst: 04.08.2017, 19:27 
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Reaktionen auf das Urteil: das war definitiv nicht der Schlussstrich unter diesem Fall:

Interview mit dem Gerichtssprecher
Mord an Yangjie Li „Ein geradezu unfassbares Verbrechen“ – Quelle: http://mobil.mz-web.de/28117324 ©2017

Verteidiger des männlichen Angeklagten kündigte noch im Gerichtssaal Schritte in Richtung Revision an:

Verteidiger von Sebastian F.: „Selbstverständlich werden wir Revision beantragen“ – Quelle: http://mobil.mz-web.de/28118258 ©2017

Aber auch die Nebenklage hält das Urteil für nicht akzeptabel:

Mordfall Yangjie Li Eltern von Yangjie Li wollen Revision – Quelle: http://mobil.mz-web.de/28118926 ©2017

Ruhe, einen Frieden hat dieses Urteil definitiv nicht hergestellt!


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 Betreff des Beitrags: Re: Chinesische Studentin in Dessau vermisst
BeitragVerfasst: 20.10.2017, 15:52 
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Weiße Rosen im Stadtrat Soll eine Straße nach Yangjie Li benannt werden? – Quelle: http://www.mz-web.de/28620262 ©2017

Zitat:
Im Stadtrat sprachen sich Kommilitonen dafür aus, die Hausmannstraße nach Yangjie Li zu benennen. Die junge Studentin war dort im Mai 2016 unter einer Konifere gefunden worden.

Bislang erinnert dort ein Strauch weißer Rosen an Yangjie Li. Diese galten als die Lieblingsblumen der Architekturstudentin. Stadtratspräsident Lothar Ehm (CDU) versprach nach einer Gedenkminute für Yangjie Li das Ansinnen der Studenten zu prüfen.


Ausserdem noch in dem Artikel die folgenden Infos:

betreffend der Urteile gegen die beiden Täter:
Zitat:
Gegen die Urteile wurde Revision eingelegt. Eine Entscheidung des Bundesgerichtshofes steht aus.


betreffend den Stiefvater des Täters:
Zitat:
Es war eine Reaktion auf Hinweise, dass Jörg Schwabe (CDU) wieder an Stadtratssitzung teilnimmt. Das bestätigte sich nicht.

Eine MZ-Anfrage, ob er wieder sein personenbezogenes Mandat wahrnehmen will, ließ Schwabe unbeantwortet. Auch CDU-Fraktionschef Eiko Adamek gab sich in der Sache zurückhaltend. „Es ist auch für die Fraktion keine einfach Situation. Wir sind in Gesprächen mit Herrn Schwabe, um eine Lösung zu finden.“ Wie diese aussehen kann, ließen beiden Seite offen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Chinesische Studentin in Dessau vermisst
BeitragVerfasst: 21.10.2017, 16:02 
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Danke für das Update.

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Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.


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 Betreff des Beitrags: Re: Chinesische Studentin in Dessau vermisst
BeitragVerfasst: 14.11.2017, 23:42 
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Lange war es ruhig, nun tut sich mal wieder etwas:

Mordfall Yangjie Li 90-seitige Urteilsbegründung liegt Prozessbeteiligten jetzt vor – Quelle: https://www.mz-web.de/28845478 ©2017

Zitat:
Noch vor Weihnachten dürfte sich abzeichnen, was der nächste Schritt im Verfahren um den Tod der chinesischen Studentin Yangjie Li ist. Ab Zustellung des schriftlichen Urteils bleiben den Prozessbeteiligten exakt vier Wochen.

In dieser Zeit müssen sie ihre vor mehr als drei Monaten angekündigte Revision begründen. Sowohl die Staatsanwaltschaft und die Nebenklage, die die Angehörigen von Yangjie Li vertritt, als auch die Verteidigung wollen diese gesetzlich eingeräumte Chance auf Überprüfung durch den Bundesgerichtshof nutzen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Chinesische Studentin in Dessau vermisst
BeitragVerfasst: 07.12.2017, 16:43 
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der in diesem Fall hier ziemlich negativ aufgefallene OStA Bittmann, der ohne mit der Wimper zu zucken die Behauptungen des Moerders, es habe sich um einen einvernehmlichen "Flotten Dreier" gehandelt in dieser ungluecklichen Pressekonferenz weitergab, macht erneut Schlagzeilen, diesmal aber ganz anders:

Fall Oury Jalloh Wollten Dessauer Polizisten weitere Todesfälle vertuschen? – Quelle: https://www.mz-web.de/29252922 ©2017

"Der Leitende Oberstaatsanwalt von Dessau-Roßlau, Folker Bittmann, hält ein Verbrechen für am wahrscheinlichsten. "

Was mich irritiert:
Im Fall des Moerders von Yangjie Li ueberschlug der OStA Bittmann sich geradezu, die Mutter und den Stiefvater des Moerders zu schuetzen und verhinderte ein Ermittlungsverfahren gegen diese beiden Polizisten, obwohl dazu sehr gute Ansatzpunkte vorhanden waren.
Im Fall Oury Jalloh nun entwirft der gleiche OStA Bittmann schwer bis nicht beweisbare Szenarien und wirft Polizisten systematischen Mord vor!
Ich werde das Gefuehl nicht los, dass der OStA Bittmann hier nicht tatsaechlichen Indizien und Hinweisen nachgeht, sondern Teil eines Intrigenspiels in Dessau ist, und Vorwuerfe und Ermittlungen nicht nach objektivierbaren Indizien, sondern nach "Freund und Feind" verteilt...


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 Betreff des Beitrags: Re: Chinesische Studentin in Dessau vermisst
BeitragVerfasst: 03.01.2018, 19:23 
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Und es geht weiter, mit -wie ich finde- sehr guten Argumenten:

Mordfall Yangjie Li Die Familie der getöteten Chinesin lässt weiter fragen – Quelle: https://www.mz-web.de/29422694 ©2018

Zitat:
Alle beteiligten Seiten streben eine Überprüfung durch den Bundesgerichtshof an, auch die Eltern von Yangjie Li als Nebenkläger. Ein komplizierte Prozedur ist dafür in Gang gesetzt - an Fristen gebunden, die nächste läuft am 5. Januar ab. Dann müssen die Revisionen begründet werden. Das Urteil, das so in Frage gestellt ist, umfasst 100 Seiten. Voraussichtlich dauert es Monate, bis klar ist, ob Rechtsfehler vorliegen und wie es dann weitergeht. Aus heutiger Sicht ist nicht ausgeschlossen, dass die Bundesrichter den Schalter zurück auf Null stellen. Dann beginnt ein neuer Prozess.

...

Zitat:
Rechtsanwalt Peitzner, der via Internet und mit Hilfe eines Dolmetschers von Zeit zu Zeit mit der Familie im Kontakt ist, sagt über die Beweggründe seiner Mandanten. „Die Eltern verstehen nicht, dass Xenia I. vom Vorwurf des gemeinschaftlichen Mordes freigesprochen wurde.“
Immerhin ist sie nachgewiesenermaßen der Lockvogel gewesen. Ohne ihre perfide Vortäuschung eines Notfalls hätte Yangjie Li den Hof des Peinigers Sebastian F. nicht betreten.
Und auch das gehört zur gerichtlich festgestellten Wahrheit: Es ist Xenia I., die das Opfer mittels Google-Übersetzer ausfragt - beispielsweise, ob die junge Frau eventuell eine Geschlechtskrankheit habe oder ob sie allein oder in einer WG wohne und ob Freunde die Polizei rufen würden. Das ist kein Zufall, sondern zielgerichtetes Kalkül - eine eiskalte Risikoabschätzung. Juristen können das vielschichtige Geschehen in der Todesnacht von Yangjie Li so auf den Punkt bringen: Wer sich wie Xenia I. angesichts einer dramatischen Notsituation blind und taub stellt, nimmt Schlimmeres billigend in Kauf und handelt vorsätzlich.

...

Zitat:
Die vergleichsweise milde Abstrafung von Xenia I. gründet sich auf der Annahme, dass man der mutmaßlichen Mittäterin weitgehend Glauben schenken kann - ein großes Entgegenkommen, weil längst nicht alle Fragen beantwortet sind. Ihr Geständnis am zehnten Verhandlungstag, so Prozessbeobachter, bleibt bis zuletzt lückenhaft. Die Version von Xenia I. bescheinigt im Grunde nur die geringstmögliche Beteiligung. Was auf Videomitschnitten von Überwachungskameras erkennbar ist, das räumt sie ein - vielmehr aber nicht. Immer, wenn es für sie heikel werden könnte, verkriecht sich die Angeklagte in ihren Pullover, weint - und schweigt.


...

Zitat:
Woher kommt beispielsweise die „fremdenfeindliche Attitüde“ der Tat, wie sie ein Gutachten beschreibt?
Auf der Anklagebank sehe man sich besonders verfolgt, weil Yangjie Li Chinesin war. Reue klingt anders, meinen nicht nur die Hinterbliebenen.


Persönlich vermute ich ja sogar, dass die Xenia I einen noch weit höheren Tatanteil hatte, vielleicht sogar Haupttäterin war, siehe
viewtopic.php?p=358735#p358735


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 Betreff des Beitrags: Re: Chinesische Studentin in Dessau vermisst
BeitragVerfasst: 05.01.2018, 12:37 
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Der "Nebenkriegsschauplatz" ist endlich zu einem vernünftigen Abschluss gekommen:

Mordfall Yangjie Li Pächter werfen hin - Gaststätte „Freundschaft“ schließt – Quelle: https://www.mz-web.de/29432386 ©2018

Die im Fall um den Mord an Yangjie Li in die Schlagzeilen geratene Gartenkneipe „Freundschaft“ ist geschlossen. Das hat das Team des Lokals auf Facebook bekannt gegeben. Zum 31. Dezember wurde der Betrieb eingestellt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Chinesische Studentin in Dessau vermisst
BeitragVerfasst: 05.01.2018, 17:38 
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otternase hat geschrieben:
Und es geht weiter, mit -wie ich finde- sehr guten Argumenten:

Mordfall Yangjie Li Die Familie der getöteten Chinesin lässt weiter fragen – Quelle: https://www.mz-web.de/29422694 ©2018

Zitat:
Alle beteiligten Seiten streben eine Überprüfung durch den Bundesgerichtshof an, auch die Eltern von Yangjie Li als Nebenkläger. Ein komplizierte Prozedur ist dafür in Gang gesetzt - an Fristen gebunden, die nächste läuft am 5. Januar ab. Dann müssen die Revisionen begründet werden. Das Urteil, das so in Frage gestellt ist, umfasst 100 Seiten. Voraussichtlich dauert es Monate, bis klar ist, ob Rechtsfehler vorliegen und wie es dann weitergeht. Aus heutiger Sicht ist nicht ausgeschlossen, dass die Bundesrichter den Schalter zurück auf Null stellen. Dann beginnt ein neuer Prozess.

...

Zitat:
Rechtsanwalt Peitzner, der via Internet und mit Hilfe eines Dolmetschers von Zeit zu Zeit mit der Familie im Kontakt ist, sagt über die Beweggründe seiner Mandanten. „Die Eltern verstehen nicht, dass Xenia I. vom Vorwurf des gemeinschaftlichen Mordes freigesprochen wurde.“
Immerhin ist sie nachgewiesenermaßen der Lockvogel gewesen. Ohne ihre perfide Vortäuschung eines Notfalls hätte Yangjie Li den Hof des Peinigers Sebastian F. nicht betreten.
Und auch das gehört zur gerichtlich festgestellten Wahrheit: Es ist Xenia I., die das Opfer mittels Google-Übersetzer ausfragt - beispielsweise, ob die junge Frau eventuell eine Geschlechtskrankheit habe oder ob sie allein oder in einer WG wohne und ob Freunde die Polizei rufen würden. Das ist kein Zufall, sondern zielgerichtetes Kalkül - eine eiskalte Risikoabschätzung. Juristen können das vielschichtige Geschehen in der Todesnacht von Yangjie Li so auf den Punkt bringen: Wer sich wie Xenia I. angesichts einer dramatischen Notsituation blind und taub stellt, nimmt Schlimmeres billigend in Kauf und handelt vorsätzlich.

...

Zitat:
Die vergleichsweise milde Abstrafung von Xenia I. gründet sich auf der Annahme, dass man der mutmaßlichen Mittäterin weitgehend Glauben schenken kann - ein großes Entgegenkommen, weil längst nicht alle Fragen beantwortet sind. Ihr Geständnis am zehnten Verhandlungstag, so Prozessbeobachter, bleibt bis zuletzt lückenhaft. Die Version von Xenia I. bescheinigt im Grunde nur die geringstmögliche Beteiligung. Was auf Videomitschnitten von Überwachungskameras erkennbar ist, das räumt sie ein - vielmehr aber nicht. Immer, wenn es für sie heikel werden könnte, verkriecht sich die Angeklagte in ihren Pullover, weint - und schweigt.


...

Zitat:
Woher kommt beispielsweise die „fremdenfeindliche Attitüde“ der Tat, wie sie ein Gutachten beschreibt?
Auf der Anklagebank sehe man sich besonders verfolgt, weil Yangjie Li Chinesin war. Reue klingt anders, meinen nicht nur die Hinterbliebenen.


Persönlich vermute ich ja sogar, dass die Xenia I einen noch weit höheren Tatanteil hatte, vielleicht sogar Haupttäterin war, siehe
viewtopic.php?p=358735#p358735
Davon gehe ich auch aus.
Es ist zwar aus ihrer Sicht verständlich, dass sie durch ihr Verhalten vor Gericht ein milderes Urteil haben wollte.
Aber ihre Geschichte ist so haarsträubend unlogisch und durchschaubar wie ein Glas mit klarem Quellwasser, dass ich mich frage, wie das Gericht auf diese vorsätzlich vorgetäuschte Story eingehen (besser reinfallen) konnte.

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