punisher2008 hat geschrieben:Wer glaubt, Selbstmord käme nur in Entwicklungsländern oder bei "naiven" Menschen vor, sollte sich mal Statistiken ansehen. Länder wie Japan, Frankreich, skandinavische Länder, USA haben relativ hohe Selbstmordraten. In Japan hat das sogar auch kulturelle Hintergründe. Man empfindet dort Selbstmord anders als im Westen. Für einen Samurai war es "ehrenvoller", sich nach einer Niederlage oder Schande umzubringen als unehrenhaft weiter zu leben. Keiner hätte da an "Dachschaden" oder "Feigheit" gedacht, ganz im Gegenteil. Warum sollten die beiden Mädchen, die RoyalTramp erwähnte, nicht ähnlich gedacht haben? Für sie war es eine Schande, so betrogen zu werden und vielleicht dafür von den Mitschülern und Lehrern verachtet oder beschimpft zu werden. Das kann man nicht so einfach mit nur "Liebeskummer" oder Unreifheit abtun. Es steckt sicher mehr dahinter. Klar geht es hier um Extremfälle. Nicht jedes Mädchen hätte so gehandelt.
Was genau die Motive der Mädchen waren, warum sie sich gemeinschaftlich vom Dach gestürzt haben, ist schwer zu sagen. Aber dass sie vom Deutschlehrer derart betrogen worden sind, war der Auslöser.
Der Tod wird in Asien gemeinhin nicht als etwas Endgültiges wahrgenommen, wie im christlich geprägten Abendland. Der christlichen Vorstellung nach, kommt nach dem Tod die Ewigkeit und die ist entweder paradiesisch oder kommt einer Verdammnis gleich. Und die Ewigkeit ist etwas sehr Endgültiges. Und auch wenn viele bestreiten, dass sie in irgendeiner Weise religiös seien, so hat sich doch uns allen, die in Deutschland aufgewachsen sind, dieser christliche Stempel irgendwie aufgeprägt. Deshalb klammern wir uns gemeinhin ein wenig ärger an das Leben, weil sich in uns (unterbewusst) die Angst davor eingeprägt hat, was danach sein wird.
Völlig anders hingegen in weiten Teilen Ostasien, wo der Tod eben nicht als endgültig wahrgenommen wird, sondern als Übergangsphase. Maßgeblich dürfte dies wohl auf den buddhistischen und damit den Glauben an die Wiedergeburt zurückgeführt werden, wonach man in einem ständigen Kreis von Leben und Tod immer wieder neu geboren wird (wobei das ganze auch durchbrochen werden kann. Stichwort: Nirvana). In so einer Vorstellung verliert der Tod vieles von seinem Schrecken, den er noch in unserer christlich geprägten Vorstellung hat. Und auch wenn jetzt Chinesen allgemein behaupten, sie seien areligiös...das kommunistische System selbst stellt ja eine Antithese zur Religion dar...so sind dennoch auch die Chinesen in dieser Hinsicht einfach kulturell vorimprägniert...
D.h., dass der durchschnittliche Chinesen eher dazu bereit ist, seinem Leben freiwillig ein Ende zu setzen, als der durchschnittliche Europäer. Und daher ist es wirklich gefährlich, wenn man hierhin mit der Einstellung kommt, dass man mit den Mädchen hier spielen kann, weil man a) keine Verantwortung hätte, b) sie doch selber wissen müssen, worauf sie sich einlassen. Das geht meistens gut, aber es kann manchmal sehr böse enden. Wer will dieses Risiko nur wegen "ein bisschen Spaß" eingehen? Wieviel "Spaß" ist ein Menschenleben wert?
Tipp: Wer hier einen auf "dicke Eier" machen möchte, der sollte sich schlicht zu einem der hiesigen Bordelle aufmachen. Die Mädchen dort sind mitunter auch sehr hübsch, gepflegt und so teuer ist der Spaß (angeblich) auch nicht und die oben aufgezeigten Risiken sind dort minimal. Einzige Gefahr: Diverse geschlechtsbezogene Krankheiten, aber denen kann man auch vorbeugen.
Zur Betonung: Das richtet sich an all diejenigen, die wirklich mit der Einstellung hierher kommen, mit den Mädchen nur ihren blligen und einfachen Spaß haben zu können. Wer so denkt, spielt hier ein wahnsinnig gefährliches Spiel. So einer sollte sich lieber über möglichen Konsequenzen im Klaren sein, die sich nicht vielleicht so sehr für ihn selbst, aber mitunter für die betroffenen Mädchen ergeben können.
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