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 Betreff des Beitrags: Was wird aus Nordkorea?
BeitragVerfasst: 01.09.2007, 00:33 
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Ja, wie koennte denn nun die Zukunft mit Nordkorea aussehen? Seit einiger Zeit scheinen sich ja beide Systeme doch irgendwo zu naehern. Leider aber nie mit irgendeinem Ergebnis. Das Land liegt an der Grenze wo es fast nicht mehr existieren kann. Eine Vereinigung? Ja, aber wer zahlt denn den Aufbau des ausgesaugten Landes? Die Amerikaner? Glaub ich nicht, den gehen ja auch nun langsam die Geldmittel fuer solche Sachen aus. Die haben ganz andere Dinge im Kopf.
Viele junge Suedkoreaner sind der Meinung das es Zeit wird fuer eine Wiedervereinigung. Ich habe mal zeitweise ein T-Shirt mit den ueberlappenden Nationalflaggen beider Laender getragen, mit der Aufschrift "United Korea". Kam zur Fussball-WM in Deutschland bei den Suedkoreanern ganz gut an. Und viele andere Asiaten auf der Strasse kuken echt nicht schlecht, wenn man das traegt.
Also wann geht es mit der "Sonnenschein-Politik" in Suedkorea weiter? In vielen futuristischen suedkoreanischen Filmen gehen sie ja schon immer von der Wiedervereinigung aus (obwohl ja offiziel noch Krieg zwischen beiden Laendern herrscht, denn es gab nach dem Koreakrieg 1950-53 nie ein Friedensabkommen) .
Eigentlich bin ich ja Pro-Kommunistisch eingestellt, aber wie mal jemand sagte: "Kommunismus ist was fuer ehrliche, gute Menschen und die gab es auf der Welt leider nie genug!"...und Kim Jong Il passt da ja wohl defintiv nicht rein.
Also wann und von wem kommt mal der Spruch "Mr. Kim Jong Il, open this gate!"

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BeitragVerfasst: 01.09.2007, 01:05 
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Ich würde mich darauf freuen, wenn sich die nord- und südkorea wieder vereinigen können.

己欲达而达人,己欲立而立人。

煮豆燃豆萁,豆在釜中泣。本是同根生,相煎何太急?


Ich wünsche, China können sich auch bald gewaltlos wieder vereinigen.

死去元知万事空,但悲不见九州同。王师北定中原日,家祭无忘告乃翁。

Das ist einer Traum für jeder Chinese, auf den wir schon mehr als 100 Jahren gewartet haben.

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BeitragVerfasst: 01.09.2007, 11:39 
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ähh!? Wie soll eine Wiedervereinigung klappen, das is um ein Vielfaches schwieriger als die Vereinigung der BRD und der DDR.

Südkorea und Nordkorea sind so unterschiedlich wie Monaco und der Kongo.

Ich kanns mir nicht vorstellen, als ich mal eine Reportage auf Phoneix gesehen habe übder Nordkorea und dessen "Fürhungskräfte"... da wurde mir schlecht. Dagegen ist China nen luftig lockeres Weißbrötchen.

Fazit: An eine Wiedervereinigung kann ich nicht glauben.

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BeitragVerfasst: 01.09.2007, 19:59 
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no1gizmo hat geschrieben:
Fazit: An eine Wiedervereinigung kann ich nicht glauben.

Das haben die bundesrepublikanischen Politiker auch noch im Späsommer 1989 geglaubt. Wenn die Zeit reif ist, geht so etwas ruckzuck!

Bernd


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BeitragVerfasst: 02.09.2007, 00:38 
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Zwischen Nord- und Südkorea ist der Unterschied wesentlich größer ..als zwischen der früheren BRD und DDR...
un Taiwan und Mainland China..

Eher tippe ich auf eine friedliche Vereinigung zwischen den letztgenannten Länder...als zwischen Nord- und Südkorea...so sehr sich das die Leute im Süden auch wünschen mögen

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BeitragVerfasst: 02.09.2007, 01:08 
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Dabei entstand der "Bruch" ja erst in den 50ern mit dem Koreakrieg. Das ist "erst" ein Menschenleben her. Ich bin noch nie in Korea gewesen kann es von daher nicht wirklich beurteilen, aber ticken Süd- und Nordkoreaner denn so anders? Wenn man das politische System weglässt, sind es doch immerhin alles Koreaner. Haben die sich in 60 Jahren wirklich so verfeindet?

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BeitragVerfasst: 02.09.2007, 01:40 
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Ich habe da mal eine Reportage drüber gesehen. Die Reporter wurden von Soldaten begeitet bis hin zum Klo. Die Leute die Interviewt wurden haben alle "den Führer" gelobt und ihm Loyalität geschworen.

Die Reporter meinten dann im Nachhinein, dass sie sich äußerst bedroht fühlten und dass es klar war, dass diejenigen, die interviewt wurden keine andere Wahl hatten als die Propaganda abzuspulen.

Wie ich schon sagte, das geht da um einiges härter ab als in der VR China. Mit Pressezensur, Meinungsabtötung, Unterdrückung, Arbeitslager usw wo selbst China noch ein Freiheitsparadis wäre. Wenn es in China so abgehen würde, würde ich China keines Blickes würdigen.

Südkorea ist hingegen viel viel weiter und auch freier als die VR China und auch in der Technelogie um einiges weiter. Südkorea ist eher mit Japan vergleichbar.

Das blöde ist ja, die VR China und Nordkorea arbeiten recht eng zusammen, passt ja auch perfekt zusammen :roll:

Wenn die VR China sich mal mehr an Südkorea orientieren würde, als an dieses beschissene (sorry) Nordkorea-Regime zu unterstützen und in Schutz zu nehmen, wäre ich um einiges glücklicher. :?

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BeitragVerfasst: 02.09.2007, 05:14 
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Ich habe so meine Zweifel, ob wirklich soviele Suedkoreaner (bis auf die Generation, die die Teilung in den 50ern erlebt haben und eine Familienzusammenfuehrung wuenschen) eine Wiederveinigung wuenschen.

Zumindest vor 2 Jahren wurde noch offen in s.-koreanischen Tageszeitungen die Meinung vertreten, dass eine Wiederveinigung zu teuer wuerde und zu viele Probleme entstehen wuerden...hierbei wurde auch immer gerne die dt. Wiederveinigung als "mahnendes Beispiel" genannt.

Nun habe ich in China taeglich mit s.-koreanischen Partnern zu tun und auch von diesen Leuten sind alle, obwohl sie seit Jahren in China leben und kaum noch engere Beziehungen zu S.-Korea bestehen, gegen eine schnelle Wiedervereinigung...nichtsdestotrotz ist das Interesse an einer wirtschaftlichen Oeffnung immens. Jeder moechte gerne in N.-Korea eine Produktionsstaette eroeffnen und von den extrem billigen und koreanischsprechenden Arbeitskraeften "profitieren" (sprich: ausbeuten).


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BeitragVerfasst: 02.09.2007, 10:36 
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Gegenwärtig kann ich mir eine Wiedervereinigung nicht vorstellen. 50 Jahre intensivste kommun. Indoktrination und nahezu kompletter Abschottung von der Außenwelt sowie die erhebliche Rückständigkeit N-Koreas, lassen eine rasche Wiedervereinigung nicht zu. Ich glaube, daß selbst nach einem Sturz der Führungsclique nur eine allmähliche über viele Jahre andauernde Annäherung eine Wiedervereinigung möglich ist.
Die Trennung und die Unterschiede zwischen der DDR und der BRD waren nicht so groß, so daß eine rasche Wiedervereinigung möglich war. Unabhängig davon sind bei der Wiedervereinigung viele Dinge mehr als unglücklich verlaufen.


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BeitragVerfasst: 07.09.2007, 14:42 
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Die wirtschaftlichen Probleme wären, glaube ich, gar nicht so gewaltig.

Natürlich müsste man Unmengen Geld in die Infrastruktur stecken. Andererseits wäre Nordkorea als Niedriglohnsektor für den Kapitalismus hoch interessant.

Aber erstmal müsste man sich fragen, ob sich Nordkorea einfach so an Südkorea anschließen wollte.(andersherum wäre es sowieso unvorstellbar)

Das schwierigste Problem wäre dann aber eine gemeinsame nationale Identität (mein Lieblingsthema) . Für die Südkoreaner am Anfang kein Problem. Was die Nordkoreaner nach 50 Jahren Propaganda wirklich denken weis kein Mensch. Der Süden würde wohl bald nach dem Rausch der Wiedervereinigung ernüchtert feststellen, dass man auf der anderen Seite nicht dasselbe empfindet. Dann gäbe es Neckereien so wie zwischen Ossis und Wessis in Deutschland, nur viel weniger spaßig...

Mein Tipp: Das wiederveinigte Korea bräuchte dann ganz dringend eine neue Fußball WM


Von der Demokratiefähigkeit des Nordens muss man erst garnicht anfangen.
Aber soweit kommt vorerst auch gar nicht. Die Fronten scheinen verhärtet und die nordkoreanische Führung scheint stabil zu sein.


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BeitragVerfasst: 03.10.2007, 13:08 
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Ich glaube die Wiedervereinigung von Korea ist keine Frage mehr "ob jemals" sondern "wann?"
Südkoreas Präsident Roh Moo Hyun sagte nun zusammen mit Kim Jong Il das die Wiedervereinigung kommen werde. Beide Nationen arbeiten ab nun staerker zusammen fuer eine friedliche Wiedervereinigung.
Die Frage ist nun nur noch wann? Ich denke das ganze duerfte sich zwar noch ein paar Jahre hinziehen, aber sie wird kommen.
Zur Zeit schreibe ich an einer Facharbeit ueber die Volkswirtschaftlichen Auswirkungen und Veraenderungen beider Nationen im Falle einer Wiedervereinigung. Bin nur noch nicht soweit um ein subjektives Fazit geben zu koennen. Fest steht nur, das vor allem der Sueden mit erheblichen Einschraenkungen rechnen muss.
Was ich mich nun frage ist, was wohl China fuer eine Rolle dabei spielen wird...?

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BeitragVerfasst: 07.10.2007, 14:33 
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Man sollte bezüglich Chinas Rolle auch nicht z. B. die Unterstützung des burmesischen Regimes ausser Acht lassen..
Ich denke dass China nur deshalb solche "Pufferregimes" zwischen China und anderen Staaten unterstützt, weil Chinas Machthaber befürchten, dass deren Kommunismus irgendwann unterlaufen werden könnte und in deren Folge in sich zusammenbricht. Nordkorea liegt ja bekanntlich zwischen China und dem "kapitalistischen" Japan.
Myanmar zwischen Indien und dem für China strategisch wichtigem Indochina...
Sollte es deutliche Anzeichen einer Wiedervereinigung geben, so wird China mit allen Mitteln der Macht versuchen , zu seinen Gunsten auf dass neue politische System einzuwirken, sich Quasi als "Alliierter" aufspielen. In deren Folge wäre eine neue politische Instabilität in dieser Region unvermeidbar, da sich ja nun Japan genötigt sehen würde , ins Geschehen einzugreifen...was wiederum eine Weltwirtschaftskrise auslösen würde !

Bevor es zu einer Vereinigung kommen könnte, müssten erstmal die genauen Machtverhältnisse und Einflussbereiche festgelegt sein. Diese liegen ja historisch gesehen auf der Kippe, da Korea genau zwischen Japan und China liegt.

Da China derzeit ebenfalls im Umbruch ( wenn auch staatlich kontrolliertem ) liegt, und durch der fortschreitenden verkapitalisierung nun zunehmend mit innerstaatlichen Problemen zu kämpfen haben wird, wird China alles versuchen seine Vormachtstellung im Ostasiatischen Raum auszuweiten.

Und dieses Spiel bezüglich Chinas, welches noch Jahre andauern wird, beeinflusst in entscheidender Weise die Vereinigung Koreas.

Es kann also zu den schönsten Vereinigungsbekundungen kommen, je nach Lage in China passiert garnichts.

Wenn es so einfach wäre , dann würden es die Tibeter, Uiguren usw. merken und versuchen nachzuziehen, dass weiss die chinesische Führung.

Grade die Uiguren, dass wissen die wenigsten, sind ja mittlerweile fleissig Bomben ( a la ETA ) am zünden...

Faszit : Koreas Aussenpolitik hängt also von Chinas Innenpolitik ab !


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 Betreff des Beitrags: Re: Was wird aus Nordkorea?
BeitragVerfasst: 20.10.2008, 08:06 
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Aus Aktualitätsgründen lifte ich diesen Thread mal wieder !


Die letzten Fotos von KIM zeigen ihn lt ARD heute früh in sattgrüner Umgebung, obwohl es auch in Nordkorea bereits herbstlich gefärbte Natur geben sollte..

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 Betreff des Beitrags: Re:
BeitragVerfasst: 20.10.2008, 08:24 
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PAX hat geschrieben:
ticken Süd- und Nordkoreaner denn so anders?


Ja. Ich hab mal mit einer koreanischen Firmen in China gearbeitet. Das Management kam aus Südkorea, die Arbeiter waren komplett Sino-Koreaner, also Flüchtlinge aus Nordkorea die schon eine Zeit in China leben.

Auf meine Frage ob diese Arbeiter eher wie Koreaner oder wie Chinesen sind ließ der Manager den Kopf frustriert hängen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Was wird aus Nordkorea?
BeitragVerfasst: 20.10.2008, 08:33 
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Wie, "herbstlich gefärbt"? Ich dachte immer, dass überall, wo sich der Geliebte Führer aufhält die Blümchen blühen. Oder so lange böse angeguckt werden, bis sie blühen.

Gelesen und nach "Korea" verschoben.

D., der erst mal abwartet, was so als Meldung kommt. Vielleicht ist ja nur ein halber Sack Reis umgefallen und heute hebt ihn jemand auf. Öffentlich. Mit Parade.


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