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 Betreff des Beitrags: Re: Was wird aus Nordkorea?
BeitragVerfasst: 27.03.2018, 11:52 
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Neuling

Registriert: 26.03.2018, 12:38
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Tag zusammen.

Ich bin seit einigen Jahren im Export nach Korea und äussere mich auch mal dazu. Beide Länder habe ich mehrmals bereist und mache dort auch aktuell Geschäfte.

Fakt ist, sowohl Nord- als auch Südkoreaner wünschen sich eine Wiedervereinigung. Viele Familien sind getrennt, ähnlich der Trennung von BRD/DDR bei uns. Und genau diese Trennung in Deutschland und die Wiedervereinigung Deutschlands nehmen die Südkoreaner als Vorbild. Und zwar als abschreckendes.
Südkorea hat immense Angst vor "Reparationszahlungen", die Südkorea in den Ruin treiben würden.
Wer hier von euch schonmal in Nordkorea war und vor allem die Strukturen dort kennt, wird mir zustimmen das NK im Vergleich zu SK mind. 70 Jahre hinterherläuft. Technologisch sowieso.

Auch wenn es böse klingt, das Beste wäre es alles so zu lassen wie es ist. NK hat ca 24 Millionen Einwohner, wovon nur ca 5-10 überhaupt Reisen dürfen und das Internet nutzen und damit wissen, was im Rest der Welt abgeht. Die restlichen 90% der Bevölkerung haben davon keinen blassen Schimmer. Das ist der eine Punkt. Der andere Punkt wäre, die Staatsdoktrin aus den Köpfen zu bekommen..bekanntlich fängt die Indoktrinierung bereits im KIGa an. Auch das würde mindestens zwei Generationen dauern.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was wird aus Nordkorea?
BeitragVerfasst: 28.03.2018, 14:32 
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Stammgast
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Registriert: 13.02.2015, 17:00
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CDW hat geschrieben:
(...)NK hat ca 24 Millionen Einwohner, wovon nur ca 5-10 überhaupt Reisen dürfen und das Internet nutzen und damit wissen, was im Rest der Welt abgeht. Die restlichen 90% der Bevölkerung haben davon keinen blassen Schimmer. (...)

Ignorance is bliss 8) Sie haben vieleicht nicht die Fülle an Waren und Möglichkeiten wie wir. Das gibt aber Niemandem das Recht, sie damit zwangsweise "beglücken" zu wollen.

Deine Rechnung verstehe ich aber nicht. 5-10 sind Individuen oder was? Wie kommst Du da auf 90% bei 24 Mio?

Eher amüsant fand ich ja die Geheimniskrämerei um Kims Visite in Peking. Ging es da um Schutz vor Attentaten? In China? Oder alternativ betr. USA & Co.: Es gibt wenige Verkehrsmittel, die auffälliger und kalkulierbarer (=anschlagsgeeigneter) sind als so ein Regierungszug.

Für so einen Fall hat er bestimmt einen Stv., der ggf. einen Gegenangriff auf die USA auslösen soll. Ob das dann wirklich passieren würde, ist allerdings sehr fraglich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was wird aus Nordkorea?
BeitragVerfasst: 28.03.2018, 22:36 
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expat_de hat geschrieben:
Ignorance is bliss 8) Sie haben vieleicht nicht die Fülle an Waren und Möglichkeiten wie wir. Das gibt aber Niemandem das Recht, sie damit zwangsweise "beglücken" zu wollen.

Deine Rechnung verstehe ich aber nicht. 5-10 sind Individuen oder was? Wie kommst Du da auf 90% bei 24 Mio?

Eher amüsant fand ich ja die Geheimniskrämerei um Kims Visite in Peking. Ging es da um Schutz vor Attentaten? In China? Oder alternativ betr. USA & Co.: Es gibt wenige Verkehrsmittel, die auffälliger und kalkulierbarer (=anschlagsgeeigneter) sind als so ein Regierungszug.

Für so einen Fall hat er bestimmt einen Stv., der ggf. einen Gegenangriff auf die USA auslösen soll. Ob das dann wirklich passieren würde, ist allerdings sehr fraglich.


Moin,

Sonst geht's Dir gut? Den Nordkoreanern ausreichend Lebensmittel gegen ihren Willen aufzwingen oder was? Sie kennen es ja nur mit Straflagern und so und da sie ja nur hungern und grösstenteils nicht mehr verhungern ist alles ok, weil sie gar nicht wissen, daß es auch anders geht?
Spannende Meinung.

Auffällig: Was wäre denn unauffälliger gewesen, ein Flieger? Ein irregulärer Flug wäre nach Minuten auf dem Schirm. Der Zug wurde erst in BJ bemerkt.

Gruß,
Norbert


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 Betreff des Beitrags: Re: Was wird aus Nordkorea?
BeitragVerfasst: 29.03.2018, 11:37 
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Ich wage zu bezweifeln, dass Südkoreaner sich die Wiedervereinigung wünschen. Viele haben keine Familie mehr in NK, dass Argument mit der Familienwiedervereinigung zieht nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was wird aus Nordkorea?
BeitragVerfasst: 30.03.2018, 13:47 
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Stammgast
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Registriert: 13.02.2015, 17:00
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sonero hat geschrieben:
Sonst geht's Dir gut? Den Nordkoreanern ausreichend Lebensmittel gegen ihren Willen aufzwingen oder was? Sie kennen es ja nur mit Straflagern und so und da sie ja nur hungern und grösstenteils nicht mehr verhungern ist alles ok, weil sie gar nicht wissen, daß es auch anders geht?
Spannende Meinung.

Finde ich auch. Wieviele Nordkoreaner befinden sich denn in Straflagern? Weisst Du das? Eben. Und wann sind Nordkoreaner "grösstenteils verhungert"? Dass sie zeitweise Knappheiten zu verzeichnen hatten, könnte evtl. mit den Sanktionen des Westens zusammenhängen - schonmal daran gedacht?

Mit dem Hunger in NK ist es nämlich ein bisschen wie mit dem "Krieg" in Syrien. Beides wurde über lange Zeiträume überwiegend in unseren hysterischen Medien regelrecht zelebriert und nicht nur absolut einseitig, sondern auch weitaus dramatischer dargestellt als es war. Das wurde spätestens dann grotesk, als zunehmend bekannt wurde, dass Beides schon lange vorbei ist. Mittlerweile herrscht diesbezüglich Funkstille.

Die grössten Verluste ihrer Geschichte wurden Korea übrigens von den USA beigebracht, die in drei Jahren auf das kleine Land mehr Bomben abwarfen als im gesamten 2. WK. Der geplante massierte Atomwaffeneinsatz konnte nur knapp gestoppt werden. Auch so schon hatten die USA NK fast in die Steinzeit zurückgebombt und haben 4,5 Mio Menschenleben dort auf dem Gewissen. Und was war nochmal das Vergehen, das Korea begangen hatte?

sonero hat geschrieben:
Was wäre denn unauffälliger gewesen, ein Flieger? Ein irregulärer Flug wäre nach Minuten auf dem Schirm. Der Zug wurde erst in BJ bemerkt.

Von Dir vielleicht. Es gibt da aber besser informierte Kreise. Es ging mir nicht darum, ein unauffälligeres Transportmittel vorzuschlagen, sondern darauf hinzuweisen, dass NK eines der von Aussen bestüberwachten Länder der Erde ist. Davon, dass man den Regierungszug permanent auf dem Schirm hat, kannst Du ausgehen. Entsprechend fand ich die "Geheimhaltung" zumindest fragwürdig.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was wird aus Nordkorea?
BeitragVerfasst: 30.03.2018, 18:13 
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Wieviele Nordkoreaner befinden sich denn in Straflagern? Weisst Du das? Eben. Und wann sind Nordkoreaner "grösstenteils verhungert"? Dass sie zeitweise Knappheiten zu verzeichnen hatten, könnte evtl. mit den Sanktionen des Westens zusammenhängen - schonmal daran gedacht?

Mit dem Hunger in NK ist es nämlich ein bisschen wie mit dem "Krieg" in Syrien. Beides wurde über lange Zeiträume überwiegend in unseren hysterischen Medien regelrecht zelebriert und nicht nur absolut einseitig, sondern auch weitaus dramatischer dargestellt als es war. Das wurde spätestens dann grotesk, als zunehmend bekannt wurde, dass Beides schon lange vorbei ist. Mittlerweile herrscht diesbezüglich Funkstille.
[/quote]

Aha, in NK hat nie jemand gehungert und der Krieg in Syrien ist längst vorbei.
Es wurde bekannt - verkündet von RT oder oder einem AFD-Facebook-Account?
Du merkst doch echt nichts mehr...

Gruß,
Norbert


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 Betreff des Beitrags: Re: Was wird aus Nordkorea?
BeitragVerfasst: 30.03.2018, 20:12 
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sonero hat geschrieben:
Aha, in NK hat nie jemand gehungert und der Krieg in Syrien ist längst vorbei.
Es wurde bekannt - verkündet von RT oder oder einem AFD-Facebook-Account?
Du merkst doch echt nichts mehr...

Gruß,
Norbert

Sonero, wenn Du nur Deine Unkenntnis zur Schau stellen möchtest und rumpöbeln willst, suche Dir doch bitte einen geeigneteren Thread. Idealerweise einen, wo Du etwas Positives beitragen kannst. Und lerne Zitieren :roll:


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 Betreff des Beitrags: Re: Was wird aus Nordkorea?
BeitragVerfasst: 30.03.2018, 21:03 
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Sorry, alles ok in NK. 2 Mio. sind dort nicht verhungert. Alles Propaganda des Westens.
Und wenn, dann sind das Opfer der Sanktionen - Ersatzweise.
Die Menschen leben da glücklich und in Frieden. Sie wollen es genau so, also lassen wir sie in Ruhe.
Besser so?

BTW., ein Kumpel von mir hat dort mehrere Jahre für das RK gearbeitet und gelebt. Dazu hatten wir 3 Gäste aus NK ein paar Tage in BJ. Meine Informationen sind also nicht nur aus den Medien.
Ach ja, in SK war ich auch und habe mich mit einfachen Leuten unterhalten.

Gruß,
Norbert


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 Betreff des Beitrags: Re: Was wird aus Nordkorea?
BeitragVerfasst: 30.03.2018, 22:02 
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sonero hat geschrieben:
Sorry, alles ok in NK. 2 Mio. sind dort nicht verhungert. Alles Propaganda des Westens.
Und wenn, dann sind das Opfer der Sanktionen - Ersatzweise.
Die Menschen leben da glücklich und in Frieden. Sie wollen es genau so, also lassen wir sie in Ruhe.
Besser so?

BTW., ein Kumpel von mir hat dort mehrere Jahre für das RK gearbeitet und gelebt. Dazu hatten wir 3 Gäste aus NK ein paar Tage in BJ. Meine Informationen sind also nicht nur aus den Medien.
Ach ja, in SK war ich auch und habe mich mit einfachen Leuten unterhalten.

Gruß,
Norbert

Einzelberichte, erst recht "einfacher Leute", würde ich mit Vorsicht geniessen, aber Danke für die Information.

Nun kommen wir der Sache aber schon näher, denn zunächst hattest Du geschrieben, die Leute wären "grösstenteils verhungert" und würden heute noch - also der kleinere Rest von 24 Mio - "grösstenteils hungern". Diese Behauptung war bzw. ist absurd. Nun stellst Du die Zahl 2 Mio Hungertoter in den Raum. Ohne Angabe eines Zeitrahmens. Ich bin nun kein Korea-Experte, aber in der Wikipedia steht:
Wikipedia hat geschrieben:
Durch den Zusammenbruch des Ostblocks kam Nordkoreas Außenhandel Anfang der 1990er Jahre fast völlig zum Erliegen. Der Import billigen Erdöls, von Ersatzteilen für Maschinen, Kunstdünger und Nahrungsmitteln aus der Sowjetunion riss fast gänzlich ab. Die ohnehin strukturell zu niedrige Nahrungsmittelproduktion wurde ab 1994 in Folge der Fertigstellung eines Dammes, durch den große Teile der ohnehin wenig vorhandenen Anbauflächen überschwemmt wurden, weiter gehemmt. Aufgrund dieser Entwicklungen und durch schwere Fehler in der Reaktion der nordkoreanischen Regierung, die in den ersten Jahren der Krise keine Helfer ins Land lassen wollte, kam es zu einer schweren Hungersnot, durch deren direkte und indirekte Folgen von 1994 bis 1999 eine große Zahl von Nordkoreanern starb. Die Opferzahl ist bis heute nur annäherungsweise bekannt. Erste Schätzungen schwankten zwischen 220.000 und 3,5 Millionen Todesopfern, spätere Studien gingen von einer Zahl zwischen 600.000 und einer Million aus.
https://de.wikipedia.org/wiki/Nordkorea#Ern%C3%A4hrungslage

In meiner Lesart war das nicht die Schuld der Regierung NKs, sondern durchaus äusseren Umständen geschuldet.

Des Weiteren empfehle ich einmal, bspw. auf Youtube, einige Reiseberichte - es gibt einige, die versteckt gefilmt wurden, anzuschauen und ein bisschen das Umfeld darin zu beobachten (Nur als Bsp: https://www.youtube.com/watch?v=0fL2r6FbEzs). Die Leute sehen nicht aus wie kurz vorm Verhungern. Ungefähr wie in anderen asiatischen Ländenr halt, gibt es nicht allzu viele Fettleibigkeit, was ich nicht als Nachteil sehen würde BTW. Dass sich die Sanktionen negativ auswirken, wirst Du hoffentlich ja einsehen? Auch in Mitteleuropa wurde im 1. WK mittels Seeblockade sehr effektiv eine Hungersnot erzeugt oder zumindest begünstigt (ein anderer Faktor waren Missernten). Die Angelsachsen haben damit also Erfahrung.

Was gibt nun Jemandem / uns das Recht sich / uns in die Belange dieses souveränen Landes einzumischen? Oh. Vielleicht, weil NK bewaffnet ist? Und gar mit Atomwaffen?! Wie ich Oben begründete hat NK aufgrund seiner Erfahrungen IMHO das gute Recht, sich bis an die Zähne zu bewaffnen und jedem Angreifer das Preisschild zu zeigen, was ein Angriff kostete. NK seinerseits hat noch Niemanden überfallen und mE steht das auch nicht in Aussicht, denn u.a. widerspräche dies der Staatsdoktrin. Im Gegenteil war Korea oft genug kolonialisiert und/oder besetzt, wie das im Süden gewissermasen immer noch der Fall ist. Und die Einzigen, die wieder und wieder mit Erstschlag drohen und einen Erstschlag, auch atomar, als politische und strategische Doktrin vertreten sind die USA, die bekanntlich waffenstarrend vor NKs Haustür stehen. Immerhin scheint es seit Trump nun Gesprächsbereitschaft zu geben, auch wenn das Einigen nun auch wieder nicht zu passen scheint.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was wird aus Nordkorea?
BeitragVerfasst: 30.03.2018, 22:20 
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Meine Fresse, da fällt einem ja fast nichts mehr ein.
Gast aus NK in BJ wird gefragt:"Do you like BJ?"
Antwort: " I miss my family."
Ein Reisebericht - wie naiv kann man denn sein? Da sieht man nur, was man sehen soll. Jeder hat immer einen "Reisebegleiter" an den Hacken. Den hatten auch die NKer in BJ dabei. Der hatte Ahnung von nix, sprach kaum Englisch, war nur dabei. Das aber immer.
Mach doch mal Urlaub dort. Ein nettes soveränes Land. Viel Spaß!

Gruß,
Norbert


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 Betreff des Beitrags: Re: Was wird aus Nordkorea?
BeitragVerfasst: 30.03.2018, 22:43 
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sonero hat geschrieben:
Meine Fresse, da fällt einem ja fast nichts mehr ein.
Gast aus NK in BJ wird gefragt:"Do you like BJ?"
Antwort: " I miss my family."
Ein Reisebericht - wie naiv kann man denn sein? Da sieht man nur, was man sehen soll. Jeder hat immer einen "Reisebegleiter" an den Hacken. Den hatten auch die NKer in BJ dabei. Der hatte Ahnung von nix, sprach kaum Englisch, war nur dabei. Das aber immer.
Mach doch mal Urlaub dort. Ein nettes soveränes Land. Viel Spaß!

Gruß,
Norbert


Achso, also NK ist sowas wie eine Truman Show? Alles (un)bezahlte Schauspieler, kurz vorm Verhungern: https://www.youtube.com/watch?v=LGE2FOsQ1tk :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Was wird aus Nordkorea?
BeitragVerfasst: 30.03.2018, 22:50 
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expat_de hat geschrieben:
Einzelberichte, erst recht "einfacher Leute", würde ich mit Vorsicht geniessen [...]
Nicht mit Vorsicht zu genießen sind diese Aussagen von dir, da schlichtweg falsch:
expat_de hat geschrieben:
Die grössten Verluste ihrer Geschichte wurden Korea übrigens von den USA beigebracht, die in drei Jahren auf das kleine Land mehr Bomben abwarfen als im gesamten 2. WK.
Die USA haben während des Koreakrieges 698.000 Tonnen an Luftmunition (Bomben, Raketen, Maschinengewehrmunition) abgeworfen bzw. abgefeuert. Während des gesamten WWII waren es über 2 Millionen Tonnen.
expat_de hat geschrieben:
Auch so schon hatten die USA NK fast in die Steinzeit zurückgebombt und haben 4,5 Mio Menschenleben dort auf dem Gewissen.
Während des Koreakrieges sind insgesamt 4,5 Millionen Menschen gestorben. Und zwar Soldaten und Zivilisten auf beiden Seiten.
expat_de hat geschrieben:
Und was war nochmal das Vergehen, das Korea begangen hatte?
Der Koreakrieg begann am 25. Juni 1950 mit dem Einmarsch Nordkoreanischer Truppen in Südkorea. In der Schule nicht aufgepasst?

_________________
Laogai <=> 老盖, Blogwart
Konfuzius sagt: "Just smile and wave, boys. Smile and wave."
天不怕地不怕就怕洋鬼子开口说中国话!


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 Betreff des Beitrags: Re: Was wird aus Nordkorea?
BeitragVerfasst: 31.03.2018, 09:14 
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Registriert: 13.02.2015, 17:00
Beiträge: 144
Laogai hat geschrieben:
expat_de hat geschrieben:
Einzelberichte, erst recht "einfacher Leute", würde ich mit Vorsicht geniessen [...]
Nicht mit Vorsicht zu genießen sind diese Aussagen von dir, da schlichtweg falsch:
expat_de hat geschrieben:
Die grössten Verluste ihrer Geschichte wurden Korea übrigens von den USA beigebracht, die in drei Jahren auf das kleine Land mehr Bomben abwarfen als im gesamten 2. WK.
Die USA haben während des Koreakrieges 698.000 Tonnen an Luftmunition (Bomben, Raketen, Maschinengewehrmunition) abgeworfen bzw. abgefeuert. Während des gesamten WWII waren es über 2 Millionen Tonnen.
expat_de hat geschrieben:
Auch so schon hatten die USA NK fast in die Steinzeit zurückgebombt und haben 4,5 Mio Menschenleben dort auf dem Gewissen.
Während des Koreakrieges sind insgesamt 4,5 Millionen Menschen gestorben. Und zwar Soldaten und Zivilisten auf beiden Seiten.

Deine Sticheleien kannst Du Dir sparen, solange es Dir nicht gelingt, hier selbst entsprechende Beitragsqualität zu liefern. Aber Danke fürs Nachschlagen und die Präzisierung eines Punktes: Tatsächlich hatte ich die abgeworfene Bombenlast nicht nachgeschaut und grössenordnungsmässig mit der in Vietnam verwechselt, denn dort waren es bis zu 7 Mio Tonnen. Die Aussage bezog sich auf die Bombenlast im 2. WK im Pazifikraum. Ich bitte das Versehen zu entschuldigen.

Die Anzahl der Opfer ist korrekt und das Verheizen der eigenen Staatsbürger für fragwürdige Zwecke gehört sehr wohl in die Statistik hinein. Der ganz überwiegende Teil dieser 4,5 Mio Menschen ist allerdings nicht wie Laogai verharmlosend schreibt "gestorben", sondern wurde auf grausamste Weise getötet, bspw. durch massive Flächenbombardements von Städten sowie den massiven Einsatz von Napalm, ebenfalls gegen grosse Städte. Mithin offene Kriegführung gegen die Zivilbevölkerung und AFAIK einseitiger Einsatz von Chemiewaffen durch die USA.

Laogai hat geschrieben:
expat_de hat geschrieben:
Und was war nochmal das Vergehen, das Korea begangen hatte?
Der Koreakrieg begann am 25. Juni 1950 mit dem Einmarsch Nordkoreanischer Truppen in Südkorea. In der Schule nicht aufgepasst?

Deswegen hatte ich ja gefragt, Einstein...? Mittlerweile habe ich selbst nachgelesen, denn so einfach wie Laogai es darstellt, ist es nicht. In Korea entstand aufgrund der Einflüsse von SU und USA ein Bürgerkrieg. Zunächst kein Anlass für die USA, sich einzuschalten. Der schliessliche Grund war offensichtlich, dass den USA das Ergebnis nicht gepasst hat, denn der Norden stand kurz vor dem Sieg und der Krieg wäre damit nach ca. drei Monaten zu Ende gewesen. Um das zu korrigieren wurde in den folgenden drei Jahren praktisch die gesamte Halbinsel plattgemacht mt Millionen Toten. IMHO war in diesem Zeitraum weder NK noch SK souverän, sondern Marionetten bzw. Geschöpfe der beiden Supermächte und der Koreakrieg ein Ergebnis derer Politik.

Hier sind drei IMHO lesenswerte Artikel dazu:
https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/mit-kernwaffen-gedroht
https://www.tagesanzeiger.ch/ausland/asien-und-ozeanien/nordkorea-die-spur-des-hasses/story/31003501
https://www.welt.de/geschichte/article168439497/Diese-Waffen-praegten-den-ersten-Koreakrieg.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Was wird aus Nordkorea?
BeitragVerfasst: 31.03.2018, 09:55 
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Die USA haben dank ihre industriellen Kapazitäten eine große Feuerkraft.
Diese bekamen und bekommen alle ihre Gegner zu spüren.
Keiner würde es anders machen wenn er nur die gleichen Ressourcen hätte.
Stahl ist immer günstiger gewesen als amerikanisches Blut. Schon aus innenpolitischen Gründen muss eine Demokratie eine andere Kriegsführung beherrschen als die Gegner.
Die Entschlusskraft mit der die USA im Koreakrieg zurückgeschlagen haben (inklusive der Vorbereitung von Atomschlägen), war vielleicht einer der Gründe warum Westeuropa frei bleiben konnten.
So konnten auch die Sowjetkommunisten sehen, wie hoch der Einsatz wäre um Resteuropa einzusacken.

P.S.

Zu den Opferzahlen...kann man den Kommunisten denn nicht genauso vorwerfen, dass sie ab dem Moment wo sich die amerikanischen Feuerkraft voll entfaltete nicht besser um einen Waffenstillstand gebeten hätten? Stattessen träumten sie völlig verblendet viele Monate davon auch mit Hunderttausenden chinesischen "Freiwilligen" und unermesslichem Blutzoll trotzdem einen Sieg zu erzwingen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Was wird aus Nordkorea?
BeitragVerfasst: 31.03.2018, 10:07 
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Beiträge: 2430
Erstklassiges, zeitgeschichtliches Dokument.
Regie führte Rekordoscarpreisträger John Ford.

This Is Korea! (1951)

https://www.youtube.com/watch?v=pn_dLez1g9k


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