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 Betreff des Beitrags: Zusammen Zukunft finden...
BeitragVerfasst: 10.03.2018, 19:20 
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Neuling

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Hallo liebe Leute,

weiter nur lesen bringt nichts mehr. Ich muss euch um eine Meinung bitten. Und mir das ganze auch mal von der Seele schreiben.

Wir haben uns online kennen gelernt. Dating seite. Für mich war es just for fun. Das eine Bild von ihr und Profil, von über 1000 hat mir gefallen.
Sie 42 aus guangzhou, sales manager bei alibaba. Ich 35, Handwerker.

Nach endlosen mails haben wir uns etwas verliebt und dann täglich via Wechat unterhalten. das ging fast ein halbes jahr.
Dass war schön und aus dem verliebt sein, entstand was festeres.
Anfang Januar war sie knapp 2 wochen hier bei mir in einer kleinen wohung. Wir haben einiges gesehen und unternommen. Es war wie im Urlaub der eigenen Stadt.

Ende letzten monat habe ich sie für 2 wochen besucht. Zuerst heftiger kulturshock. Aber schnell an alles gewöhnt. Wir waren ihre Familie im Norden Chinas besuchen an chinese new year... alles super.

Ende April kommt sie wieder für ne woche her. Ich freue mich sehr darauf.

die meisten probleme kennt ihr bestimmt. Zeit unterschied. Sie kommt um 20 uhr von der arbeit und will chatten, da liege ich grad auf der couch nachm essen oder muss mich wirklich konzentrieren.
sprache und übersetzung. wir können ja nur english schreiben oder reden. direkt von angesicht zu angesicht funktioniert das super, auch wenns streit gibt. aber soo viele missverständnisse beim schreiben.

jetzt versuchen wir seit ca 2 wochen unsere zukunft zu planen. Denn ich will diese Frau und anscheinend will sie mich.

nun, mitlerweile musste ich feststellen, dass sie nicht nur traditionelles chinesisches essen liebt, sondern alles an china.
man muss dazu sagen, dass sie über 20 jahre alleine lebt und alles alleine macht. Ihr alltag: arbeiten essen schlafen. sonst nix!

sie will evtl. dieses jahr noch hier her zeihen, also komplett und in china alles abbrechen.
Sie hat eh vor nach italien auszuwandern. hat sogar europa besucher karte und macht alle habes Jahr persöhnlich in italien geschäfte.

aber so wirklich abbrechen kann sie nicht. kredite auf der bank, eigene wohung und noch eine wohnung, office und store vermietet. alibaba aktien und später alipay.... keine ahnung was noch.

auf jeden fall stellt sie sich das so vor. sie kommt her, nachdem alles finanziell geregelt ist und wir heiraten. allerdings in china. angeblich ist das einfacher. Meine Eltern und schwester wollen den langen Flug und überhaupt alles unbekannte dort, nicht kennen lernen.
Warum nicht in Deutschland oder Dänemark...

sie will aber weiterhin für einen chinesischen konzern arbeiten, und gleichzeitig hier in Deutschland ein eigenes gewerbe eröffnen. online handel, von alibaba sachen über aliexpress verticken. und so ihre kredite zurückzahlen.
wegen der 5000 dollar begrenzung von china nach deutschland. und 10 mal soviel umgekehrt...

Sie ist geschäftsfrau durch und durch. Meine Vorschläge von wegen 450 euro job als z.b. kosmetikerin (was sie sehr gut kann, und ich schnelle ausbildung und direkt vertrag für sie hätte) wird leider abgelehnt. Kleingewerbe zum probieren gibt es in ihrem denken auch nicht. Nur ein Weg. volles Programm mit viel Risiko. und alles mit dem chinesischen weg.
deutscher weg taugt nichts.
sorry, aber egal was ich vorschlage, es gibt für sie nur einen - chinesischen weg. essen, trinken, schlafen, medizin, handy, computer, windows, google, im auto hinten anschnallen, verkersregeln, trinkgeld, suppe zum frühstück.... egal was.

hat das eine zukunft?


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 Betreff des Beitrags: Re: Zusammen Zukunft finden...
BeitragVerfasst: 11.03.2018, 11:08 
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Die Dame scheint ja eine ziemlich gefestigte Persönlichkeit zu sein :mrgreen:

Ob das eine Zukunft hat, kannst nur Du sagen. Wir müssen nicht mit der Frau klar kommen. Jeder hat seine Macken und am Schluss muss es einfach passen. Wenn die Energiebilanz der Beziehung für Dich positiv ist und sie dir mehr Kraft gibt als kostet, lohnt es sich meiner Meinung nach für eine Beziehung zu kämpfen.

Aus rechtlicher Sicht ist die Sache jedoch heikel: wenn sie verschuldet ist und Geschäfte tätigt, trägst Du nach einer Heirat das Risiko mit. Wenn sie Geld verliert oder verklagt wird, bist Du Solidarhafter, wenn ihr keine GmbH gründet.

Aus psychologischer Sicht finde ich heikel, dass die Frau etwas starre Vorstellungen vom Leben zu haben scheint. Das könnte Probleme bei der Integration in Europa bringen. Vielleicht sollte sie einmal ein paar Monate in Deutschland leben, bevor sie sich dazu entscheidet fix nach Europa zu ziehen.
Und Du solltest eventuell auch ein paar Monate mit ihr zusammenleben bevor Du sie heiratest. Man soll ja nicht die Katze im Sack kaufen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Zusammen Zukunft finden...
BeitragVerfasst: 11.03.2018, 11:19 
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sorryImawesterner hat geschrieben:
sorry, aber egal was ich vorschlage, es gibt für sie nur einen - chinesischen weg. essen, trinken, schlafen, medizin, handy, computer, windows, google, im auto hinten anschnallen, verkersregeln, trinkgeld, suppe zum frühstück.... egal was.

Sorry, verstehe nur Bahnhof. Was willst du eigentlich (ausdrücken)???? :shock: Hört sich an wie die Anfangsszene aus Trainspotting, nur dass ich da verstehe was gemeint ist. Bisschen deutlicher ausdrücken vielleicht? Wäre für mich alles kein Problem, nur "im Auto hinten anschnallen" und Verkehrsregeln gingen bei mir absolut nicht. Es muss ja Grenzen geben! :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Zusammen Zukunft finden...
BeitragVerfasst: 11.03.2018, 12:00 
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Sowas ist IMHO kein speziell chinesisches Problem. AFAIK is das normal, dass viele Frauen in der Beziehung ihre Vorstellungen möglichst umfassend und völlig rücksichtslos durchdrücken wollen. Mit zunehmendem Alter und wenn sie erstmal Terrain gewinnen, immer aggressiver und starrsinniger. Es werden damit Grenzen getestet und das Ganze ist ein Machtspiel, um bspw. zu sehen, ob der Mann hinreichend durchsetzungsfähig ist.

Zum Scheidungsrisiko binationaler Ehen allgemein (China war leider noch nicht dabei): http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/binationale-ehen-weisen-hoeheres-scheidungsrisiko-auf-13314031.html Auszug: "War der Ehemann schon vorher verheiratet oder ist er mehr als zwei Jahre jünger als die Frau, ist es mehr als doppelt so wahrscheinlich, dass die Ehe zerbricht. Das Risiko steigt auch, wenn der Ehemann einen geringeren Bildungsstand hat oder eine andere Religionszugehörigkeit."

Ob diese Beziehung hier Zukunft hat? Frage des Zeithorizonts der "Zukunft". Langfristig, d.h. 10 Jahre aufwärts normalerweise 20-30:80-70. Aufgrund der für den Mann ungünstigen Alters- und Sozialkonstellation hier tippe ich aber eher auf 5-10:95-90, d.h. 5-10% Chance, dass dies über maximal ein paar Jahre hinaus hält. Einziger Pluspunkt sind hier Alter und berufliche Attitüde der Frau, die Beziehungs-hopping eher unwahrscheinlich machen. Viel wahrscheinlicher ist hier, dass der Mann schnell versklavt wird, bald den ersten Herzinfarkt bekommt und früh stirbt. Aus gutem Grund heisst die Witwenrente Witwenrente.


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 Betreff des Beitrags: Re: Zusammen Zukunft finden...
BeitragVerfasst: 11.03.2018, 12:20 
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Zitat:
AFAIK is das normal, dass viele Frauen in der Beziehung ihre Vorstellungen möglichst umfassend und völlig rücksichtslos durchdrücken wollen. Mit zunehmendem Alter und wenn sie erstmal Terrain gewinnen, immer aggressiver und starrsinniger. Es werden damit Grenzen getestet und das Ganze ist ein Machtspiel, um bspw. zu sehen, ob der Mann hinreichend durchsetzungsfähig ist.


Was kennst denn Du für Frauen? Warum hältst Du Dich nicht von solchen Leuten fern?

Zitat:
"War der Ehemann schon vorher verheiratet oder ist er mehr als zwei Jahre jünger als die Frau, ist es mehr als doppelt so wahrscheinlich, dass die Ehe zerbricht. Das Risiko steigt auch, wenn der Ehemann einen geringeren Bildungsstand hat oder eine andere Religionszugehörigkeit."


Und woran könnte das wohl liegen? Diese Statistik erklärt das Problem nicht, sondern zeigt nur die Symptomatik.
Eventuell verdienen schlechter gebildete Männer weniger, wodurch die Heirat einen relativen gesellschaftlichen Abstieg darstellt. Zudem führen Geldprobleme allgemein zu Stress, was der Beziehungsqualität nicht gerade förderlich ist. Oder vielleicht gibt es einfach zahlreiche Fake-Ehen, die nur dazu dienen, den Partner nach Europa zu bringen - und gleich nach Ablauf der für die Niederlassungsbewilligung nötigen Karenzfrist geschieden werden (in der Schweiz gibt es starke statistische Evidenz für diese Theorie, da nach genau der Karenzfrist eine ausgeprägte Häufung der Scheidungen zu beobachten ist).

Am Ende muss jedes Paar wohl selber wissen, wie gut es harmoniert. Die Beziehung muss sich einfach emotional für beide Lohnen und gut ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Zusammen Zukunft finden...
BeitragVerfasst: 11.03.2018, 18:04 
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rundherum hat geschrieben:
Was kennst denn Du für Frauen? Warum hältst Du Dich nicht von solchen Leuten fern?

Ich rede hier nicht von mir, sondern von Statistiken, Tendenzen, Beobachtungen und Schlüssen daraus. Da der TE hier eine Prognose wollte, ist das Heranziehen einer Statistik naheliegend. Ist ja schön für Jeden, dessen Erfahrungsspektrum sich in einem anderen Bereich entfaltet als das bei den Meisten der Fall ist. Statistisch ist das irrelevant.

rundherum hat geschrieben:
(FAZ) hat geschrieben:
"War der Ehemann schon vorher verheiratet oder ist er mehr als zwei Jahre jünger als die Frau, ist es mehr als doppelt so wahrscheinlich, dass die Ehe zerbricht. Das Risiko steigt auch, wenn der Ehemann einen geringeren Bildungsstand hat oder eine andere Religionszugehörigkeit."

Und woran könnte das wohl liegen? Diese Statistik erklärt das Problem nicht, sondern zeigt nur die Symptomatik.

Sorry, mir war das schon klar… Aber danke für die Erläuterung für ggf. weniger Erleuchtete :)

Als Buchtipp: http://de.wikimannia.org/images/Esther-Vilar_Der-Dressierte-Mann.pdf
Legendär ist die Diskussion der Autorin mit Alice Schwarzer: https://www.youtube.com/watch?v=y24CRiaOly8 Nicht nur konnte Frau Vilar ihre Thesen solide untermauern; beiläufig wurde Frau Schwarzer als unsachliche Demagogin entlarvt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Zusammen Zukunft finden...
BeitragVerfasst: 11.03.2018, 20:43 
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Neuling

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Also erst einmal Danke für die Antworten! Hat mich auf einige neuen Gedanken gebracht.

Ja das war chaotisch geschrieben, denn dass ist diese Beziehung auch. Sehr viele Dinge passen einfach nicht zusammen. Im Alltag Gemeinsamkeiten finden fällt sehr schwer.
Sie hat ihren Kopf und ich hab meinen. D.h. z.b. sie wäscht Socken per Hand, ich in der Maschine. Ich kann ihre Einstellung akzeptieren und machen lassen. sie mich nicht.
Ich trinke morgens nur kaffee, sie will suppe mit sweet dumplings.. kann sie machen, ich will das morgens nicht. und so weiter. ich kann verzichten oder mich anpassen... sie anscheinend nicht. Keinen mm vom gewohnten weg.

alle "hinweise" wie sie sich integrieren könnte, wurde mit einem plan erwidert.... der sehr in Richtung China ging.


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 Betreff des Beitrags: Re: Zusammen Zukunft finden...
BeitragVerfasst: 11.03.2018, 22:05 
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Moin,

Sie ist 42 und relativ erfolgreich. Da holst Du China nicht mehr aus ihrem Kopf raus. Sie wird vielleicht auch morgens mal Kaffee trinken und die Socken in der Maschine waschen aber das sind nur Oberflächlichkeiten.
Socken separat von speziell Unterwäsche waschen, das ist ein Relikt aus der Zeit, in der Waschmaschinen generell nur kalt gewaschen haben.
Was ihre geschäftlichen Ambitionen angeht, wird sie nie den Fuss vom Gas nehmen.
In D wird sie sich nicht an bestimmte Gepflogenheiten gewöhnen können. Sie scheint ja nicht mal Ansätze von Interesse am Leben in D zu haben.

Als Handwerker bekommst Du in China auch keine Arbeitserlaubnis, das ist keine Option.
Sie kann allerdings gerne hier ihre Geschäfte machen. Was User rundherum erzählt ist Quatsch. Ihre Schulden sind nicht Deine Schulden, solange Du nicht für irgendwas unterschreibst.

Gruß,
Norbert


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 Betreff des Beitrags: Re: Zusammen Zukunft finden...
BeitragVerfasst: 11.03.2018, 22:25 
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Das hängt am Ende auch von Faktoren wie Kompromissbereitschaft in der Realität und im Alltag sowie von empatischen Eigenschaften ab.

In vielen Dingen gleicht dein aktueller Werdegang meinen letzten Jahren. Bei uns ging es gut, weil beide die Beziehung wollten. Sie hat ganz klar gesellschaftlich nach unten geheiratet und seit dem Leben in Deutschland auch Entbehrungen kennen gelernt. Dennoch läuft die Beziehung sehr gut, selbst wenn finanziell häufig der Schuh drückt. Ich bin mir aber sicher, dass das nicht jede Frau so mitmachen würde.

Ein paar gute Erfahrungen möchte ich dir grade mitgeben.
Die "Weltsicht" meiner Frau dürfte deiner recht ähneln, nur dass deine bereits mehrfach im Ausland war. Für meine Frau gibt es auch immer zuerst "den chinesischen Weg" und natürlich ist in China auch alles besser. Sie vermisst sehr ihre Heimat, die Familie und im Alltag vor allem das Essen.
Mit vielen Punkten wird auch deine Frau zwangsläufig klar kommen müssen. Fisch wird hier nicht lebend zum Verkauf für die Zubereitung angeboten (also nach chinesischer Auffassung "nicht frisch"). Restaurants servieren hier extrem selten bis gar nicht "leckeres" Essen nach traditioneller Auffassung meiner Frau.
ABER sie hat sich mit nahezu allen arangiert im vergangenen Jahr. Sie geht viele Kompromisse ein und testet nahezu täglich unsere Grenzen aus. Das meistern wir aber mit viel Humor und Geborgenheit, die wir uns gegenseitig spenden. Selbst, dass sie die ersten 20 Monate nicht nach China zu Besuch rüber fliegen kann hat sie auch eingesehen und wartet (ungeduldig) auf den kommenden Winter wo es dann ermöglicht wird.

Und am Ende müsste sie eingestehen (Frauen gestehen grundsätzlich nichts ein, wenn sie zuvor falsch lagen), dass es hier eben auch manche guten Dinge gibt. Wenn es trotz Vollzeit grade finanziell nicht gut läuft, hilft der Staat. Lebensmittelskandale werden hier zwar aufgebauscht, aber sind längst nicht auf dem Niveau wie in China. Auch sagte sie bereits mehrfach, dass ganz allgemein Deutsche etwas ehrlicher sind. Damit meint sich ganz sicher nicht sowas wie Lügen, wohl aber Umstände wie:
- legen sie das Geld für die Kartoffeln in eine Kasse
- schneiden sie sich ein paar Blumen und hinterlassen sie einen Obulus
Sie lachte lauthals und meinte, dass in China die Leute nichts geben würden und alles mitnehmen...selbst...
- kostenlose weiße Plastiktüten für das Obst zum Einpacken im Supermarkt
da würden Chinesen immer die ganze Rolle gleich einpacken.

Ob sie sich am Ende hier wohl fühlt, hängt von der Dame selbst auch ab. Damit du nicht alles hinterher abbekommst mach es wie ich (denn damit bin ich gut gefahren):
- hemmungslos ehrlich schildern was vermutlich auf sie zukommt (beruflich, finanziell, kulinarisch)
- kläre sie über deine Grenzen und Planungen für die Zukunft auf (Kinderwunsch, gelegentlich Besuche ohne sie mal bei Freunden oder auch mal rein deutsche Mittagsküche)

Wenn du diese beiden Ratschläge vorher beherzigst, kann sie hinterher zumindest nicht sagen "das habe ich nicht gewusst und du bist schuld, denn du hast es verschwiegen". Dieses Beziehungsgold musst du vorher investieren, auch wenn es hart ist im Vorfeld so klare Kanten zu zeigen. Aber alternativ ist es mit deinem ruhigen Leben bald vorbei

Freundliche Grüße und Alles Gute


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 Betreff des Beitrags: Re: Zusammen Zukunft finden...
BeitragVerfasst: 12.03.2018, 06:23 
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Zitat:
Was User rundherum erzählt ist Quatsch. Ihre Schulden sind nicht Deine Schulden, solange Du nicht für irgendwas unterschreibst.


Sie hat die Schulden in China - die Eintreiber dort arbeiten nicht nach Deutschem Recht. Sie arbeiten oft sehr weit außerhalb jeglichen Rechts. Da werden Schulden schnell zum Problem der ganzen Familie.

Kleiner Exkurs (hier höchstwahrscheinlich OT, da die Frau ihre Schulden nicht in Deutschland hat):
Auch in Deutschland ist man dem Ehegatten zur Unterhalt verpflichtet. Ist dieser verschuldet und kann seine Schulden nicht zurückzahlen, muss man ihn durchfüttern, wenn man selber mehr als das pfändungsfreie Existenzminimum eines Paares verdient.

Zudem kommen noch weitere Einschränkungen dazu, wenn man Zugewinngemeinschaft wählt. So wird bei Gegenständen in der gemeinsamen Wohnung schnell vermutet, dass sie beiden Partnern gehören - und dann einfach mal die Hälfte vertickt. (Siehe http://www.sg-kanzlei.de/2017/01/privatinsolvenz-konsequenzen-ehepartner/ )


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 Betreff des Beitrags: Re: Zusammen Zukunft finden...
BeitragVerfasst: 12.03.2018, 08:58 
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Oh man wenn ich das lese hab ich ja ne leichte Frau erwischt....

Zb mit der Hand waschen war bei uns nur am Anfang ein Thema , nachdem einem kurzen klärendem Gespräch über Bakterien/Vieren und Bleichmittel und Temperatur .... seit dem wird alles mit der Maschine gewaschen...
Vielleicht hilft manchmal einfach drüber reden

Ein Tip nur wenn ihr länger zusammen bleiben wollt müsst ihr den Alltag zusammen meistern und an einem Strang ziehen . Ansonsten wird es sehr anstrengend ob und wie lange das hält liegt an ech..


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 Betreff des Beitrags: Re: Zusammen Zukunft finden...
BeitragVerfasst: 12.03.2018, 10:14 
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Menk hat geschrieben:
Selbst, dass sie die ersten 20 Monate nicht nach China zu Besuch rüber fliegen kann hat sie auch eingesehen und wartet (ungeduldig) auf den kommenden Winter wo es dann ermöglicht wird.


Warum geht das nicht?


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 Betreff des Beitrags: Re: Zusammen Zukunft finden...
BeitragVerfasst: 12.03.2018, 11:25 
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kami hat geschrieben:
Zb mit der Hand waschen war bei uns nur am Anfang ein Thema , nachdem einem kurzen klärendem Gespräch über Bakterien/Vieren und Bleichmittel und Temperatur .... seit dem wird alles mit der Maschine gewaschen...

Unter gewissen/zahlreichen Umständen ist die Maschinenwäsche tatsächlich nicht so gut wie man es sich oft vorstellt. Bei 30°C und zu kurzer Waschdauer findet man nach der Wäsche oft mehr Bazillen auf der Wäsche als vorher. Auch bei 60°C ist die Waschdauer, die Wahl des Waschmittels und die regelmäßige Reinigung der Maschine entscheidend...
Wir hatten ewige Scharmützel bezüglich dieses Themas. Die Primärliteratur sagt dazu jedoch eindeutig, dass die Handwäsche quasi immer schlechter abschneidet als eine moderne Waschmaschine bei 2 h Laufzeit und 60°C oder gar 30°C Wassertemperatur. Jüngeren Leuten das klar zu machen stellt schon manchmal einen regelrechten Kampf dar, bei älteren halte ich es für noch wesentlich schwieriger. Das lässt sich denke ich auch auf andere Lebensgewohnheiten etc. übertragen.

In diesem Sinne: deiner potentiellen Lebenspartnerin nüchtern erklären wo für dich die Grenzen sind, wo du bereit bist Kompromisse zu machen und erörtern, wo deine Partnerin Kompromisse eingehend könnte/möchte. Ansonsten wird eure Beziehung irgendwann an den unterschiedlichen Vorstellungen vom Leben zerbrechen oder zumindest einer wird auf Dauer unglücklich. Auch die fehlende Deckung aus deinem Familienkreis könnte zur Belastung/Problem werden.

Alle Angaben ohne Gewähr...
Viel Glück!

PS: meine Freundin wäscht immer noch per Hand, ich "darf" aber die Waschmaschine nutzen (zumindest in Deutschland :lol: )


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 Betreff des Beitrags: Re: Zusammen Zukunft finden...
BeitragVerfasst: 12.03.2018, 14:52 
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Meine chin. Frau habe ich vor 11 Jahren kennengelernt und haben 2 Jahre später in Deutschland geheiratet. Ihre Familie ist sehr reich und sie hat damals auch gesellschaftlich nach unten geheiratet. Ich war damals nur ungelernter Zeitsoldat im Stabsdienst mit einer befriedigenden Mittleren Reife. Das wollte und konnte ich nicht auf mir sitzen lassen, sie hat mir auch oft Druck gemacht und Ultimaten gesetzt was aus mir zu machen. Habe mich dann mit 24 Jahren zu pubertierenden 17-jährigen gesetzt und mein Abitur nachgeholt. Heute bin ich Wirtschafssinologe, spreche fließend Chinesisch und habe meinen Master in Rechtswissenschaften letztes Jahr abgeschlossen. Man kann also sagen, dass ich zwar unter Dauerdruck gesetzt wurde, aber ich so das Beste aus mir rausholen konnte. Heute führen wir eine harmonische Beziehung mit 2 Kindern und bin gesellschaftlich bei ihrer Familie auf einem hohen Niveau angekommen.

Das s.g. Zusammenraufen hat in der Beziehung natürlich etwas länger gedauert aber auch die anderen kulturellen Aspekte sind bis heute Thema. Da muss man einfach lernen "Leben und Leben lassen"! Ich denke mir heute auch teilweise "Gott ist das dumm!" - habe das früher aber auch noch laut nach außen getragen - was ebenfalls recht dumm gewesen ist. Heute lasse ich machen und spiele anschließend den verständnisvollen Problemlöser, der dann ganz unüberheblich belehrende Worte vonsichgibt. - Oder ich lenke mit gezielten Fragen zu den Problemen hin!

Abschließend möchte ich dazu sagen: "Auf dem Sterbebett bereuen die Menschen meistens das, was sie in ihrem Leben NICHT getan haben!" - Von daher würde ich selbst nochmal alles genau durchdenken und dann anschließend eine gut durchmischte Entscheidung treffen, in der sich Logik und Emotion die Waage halten.

_________________
谁想要大成绩,就要有更大的目标!

„Solange es Leute gibt, die nichts können, nichts wissen und nichts geleistet haben, wird es auch Rassismus geben“ Farin Urlaub


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 Betreff des Beitrags: Re: Zusammen Zukunft finden...
BeitragVerfasst: 13.03.2018, 04:31 
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"Abschließend möchte ich dazu sagen: "Auf dem Sterbebett bereuen die Menschen meistens das, was sie in ihrem Leben NICHT getan haben!" - Von daher würde ich selbst nochmal alles genau durchdenken und dann anschließend eine gut durchmischte Entscheidung treffen, in der sich Logik und Emotion die Waage halten."

Das kann ich nur unterschreiben, sehr weise!


blur hat geschrieben:
Warum geht das nicht?

Die Finanzen erlauben es einfach nicht in diesem Winter und für dieses Jahr stehen eine intensive Saison beruflich und für sie der Integrationskurs an.


Das mit dem Waschen wollte ich noch aufgreifen, ein gutes Beispiel. Sie hat in China keine Waschmaschine genutzt, weil sie meinte, die wäscht nicht so sauber wie fleissige Handarbeit es tut. Sie hat allerdings einen Putzzwang und ist jeden Tag am Wäsche waschen (ich halte das bei zwei Leuten für übertrieben...). Da kam dann doch die EInsicht ganz von selbst, wie praktisch eine Waschmaschine ist.
Bei nahezu allen alltäglichen Dingen habe ich nie auf Druck gesetzt. Einfach selbst erleben lassen und außerhalb der eigenen vier Wände ganz passiv vorführen, wie Nachbarn und Freunde die Dinge so handhaben. Das ist viel entspannter als ständige Diskussionen.


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