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 Betreff des Beitrags: Re: Ausreise einer chinesischen Uigurin
BeitragVerfasst: 08.03.2018, 17:30 
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Sorry für die Nachfrage aber wo hält sie sich denn jetzt momentan auf? In China oder in Kasachstan?

Ich frag deshalb weil du weiter oben fragst ob man sie mit dem Notreiseausweis in China ausreisen lässt und jetzt schreibst du eine Direktreise von Kasachstan nach Deutschland gestattet die Firma nicht und das sie von der Polizei AUS Urumqui in Kasachstan angerufen wurde.

Wenn sie sich in Kasachstan aufhält, dann prüfe endlich die Möglichkeit mit dem Notreiseausweis. Nur Kasachstan kann entscheiden ob der Notreiseausweis ausreichend ist und nicht China. Die Firma in Kasachstan ebenso wenig. Wenn eine Ausreise direkt von Kasachstan nach Deutschland mit dem Notreiseausweis möglich ist, dann beantrage diesen bei eurer ABH mit anwaltlicher Hilfe.
Ansonsten zweifle ich langsam das eure Zusammenführung euch dann doch nicht so wichtig ist.

Wenn sie sich in China aufhält dann Frage ich mich ja, warum sie trotz aller Warnungen nach China zurück gekehrt ist?

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 Betreff des Beitrags: Re: Ausreise einer chinesischen Uigurin
BeitragVerfasst: 08.03.2018, 19:49 
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Sie ist in China, schrieb er doch deutlich.
Zurückgekehrt ist sie, da die Firma und die Polizei sie gedrängt haben und sie nicht wollte, dass ihre Familie ärger bekommt. Außerdem war der Rentenanspruch in Gefahr (hat man zumindest gedacht).


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 Betreff des Beitrags: Re: Ausreise einer chinesischen Uigurin
BeitragVerfasst: 08.03.2018, 20:45 
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Moin,

Für die NE gibt es noch ein paar weitere Vorraussetzungen als den I-Kurs.
Lebensunterhalt muss gesichert sein, 60 Monate Rentenbeiträge (kann beides durch den Mann geschehen).
Das ist nicht viel anders als für die Einbürgerung.
Ich meine übrigens, daß bei Verlust der chin. Staatsangehörigkeit (und das wird automatisch passieren bei Einbürgerung) die Rentenansprüche verfallen. Will sie sie also einbürgern lassen, wäre das ganze Schlamassel für'n Fuss gewesen.

Die AE ist weg, das lässt sich jetzt auch nicht mehr heilen. Da gibt es nichts mehr abzuwenden, es ist schon geschehen.
Den Gang zur ABH kannst Du Dir sparen. Du alleine kannst da sowieso gar nichts machen, es geht um Deine Frau. Wenn die ABH überhaupt alleine mit Dir redet, ist das vielleicht nett von denen aber formal eigentlich nicht korrekt. Auch innerhalb der 6 Monate hättest Du nichts erreicht, das hätte Deine Frau machen müssen.
Sie wird ein neues Visum beantragen müssen, dann die AE und die 3 Jahre für die NE beginnen wieder von vorne.

Schreibe eine Email an die ABH, vielleicht können sie eine Vorabzustimmung erteilen. Das würde das Visum deutlich beschleunigen. Dazu braucht sie aber erstmal einen Pass. Sie hat jetzt ja nichtmal eine Passnummer. So geht da erstmal gar nichts.

Du siehst hoffentlich ein, daß es ein Fehler war, nach China und nicht direkt nach D zu fliegen.
Wie kommt die Firma dazu, ihr das zu untersagen? Warum hält sie sich daran?
Wäre sie rechtzeitig nach D zurückgekehrt, hätte sie hier den neuen Pass beantragt und fertig. Ich kann mir nicht vorstellen, daß die Botschaft da Probleme gemacht hätte.

Gruß,
Norbert


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 Betreff des Beitrags: Re: Ausreise einer chinesischen Uigurin
BeitragVerfasst: 08.03.2018, 21:44 
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sonero hat geschrieben:
Du siehst hoffentlich ein, daß es ein Fehler war, nach China und nicht direkt nach D zu fliegen.
Ein Teil von ihm wird das jetzt sicher so sehen.

Der andere Teil hat ja seine Bedenken schon geäussert.
sonero hat geschrieben:
Wie kommt die Firma dazu, ihr das zu untersagen?
Das werden wir nie erfahren.
sonero hat geschrieben:
Warum hält sie sich daran?
Er schrieb ja schon:
Angst, vor dem Verfall ihrer Rentenansprüche.
Angst vor Repressalien gegen ihre Familienangehörigen.
sonero hat geschrieben:
Wäre sie rechtzeitig nach D zurückgekehrt, hätte sie hier den neuen Pass beantragt und fertig. Ich kann mir nicht vorstellen, daß die Botschaft da Probleme gemacht hätte.
Das sicher nicht.
Aber die o.g. Ängste wären trotzdem da.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ausreise einer chinesischen Uigurin
BeitragVerfasst: 08.03.2018, 21:50 
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ingo_001 hat geschrieben:
Das geht sehr wohl.
Wenn z.B. der Integrationskurs nicht fristgemäß absolviert wurde, dann kann die ABH die Erteilung einer NE verweigern und statt dessen die Aufenthaltserlaubnis um ein weiteres Jahr verlängern.
In Berlin nachweislich 2016 so geschehen.


Lies doch bitte die Frage, auf die ich geantwortet habe.
Es ging darum, daß er den Aufenthaltstitel verlängern wollte, obwohl seine Frau im Ausland ist.
Das geht überhaupt nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ausreise einer chinesischen Uigurin
BeitragVerfasst: 09.03.2018, 02:53 
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qpr hat geschrieben:
Lies doch bitte die Frage, auf die ich geantwortet habe.
Es ging darum, daß er den Aufenthaltstitel verlängern wollte, obwohl seine Frau im Ausland ist.
Das geht überhaupt nicht.


Moin,

Er kann gar nichts, er kann nichts beantragen. Verlängern schon gar nicht, das würde nämlich die ABH machen.
Sie ist nicht sein Kind, er ist nicht ihr gesetzlicher Vertreter. Sie muss Anträge stellen, nicht er.
Auch wenn viele alles so regeln, als wenn ihre Chinesin in D eine 12 jährige Tochter wäre.

Der Drops ist aber jetzt sowieso gelutscht, sie ist eine Chinesin in China ohne Pass, die allerdings mit einem Deutschen verheiratet ist. Die AE ist Geschichte, der EAT kann in den Ofen.
Das einzig Bessere an der Lage ist, daß die ABH schon eine Akte hat aber ansonsten fängt sie jetzt von Null an, also FZF von China aus, wenn sie denn irgendwann einen Pass hat. Bis dahin ist jede Kontaktaufnahme zur D-Botschaft oder der ABH sinnlos.

Die ganze Situation ist leider durch mehrere Dinge maximal in die Scheisse geritten worden und ich sehe keinen Weg, da jetzt schnell rauszukommen.

Und falls noch einer mit der Idee der Ersatzpapiere der Türkei kommt: Es glaubt wohl keiner daran, daß sie damit legal aus China ausreisen könnte. Grüne Grenze wäre was? Vietnam oder so? Dort kommt sie dann ja auch nicht weg und sie hält sich dort illegal auf. Nach D kommt sie ohne Visum damit auch längst noch nicht, selbst wenn sie es in die Türkei schafft. Nee, das ist ne Scheissidee.

Also Pass abwarten, FZF und parallel (ev. vorher) Vorabzustimmung bei der ABH in D versuchen und dann nach D reisen, AE beantragen. Anders wird es nicht gehen.

Gruß,
Norbert


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 Betreff des Beitrags: Re: Ausreise einer chinesischen Uigurin
BeitragVerfasst: 09.03.2018, 08:06 
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Tut mir leid das wir dir nichts anderes sagen können. :(

Die Repressionen scheinen noch drastischer zu sein als ich angenommen habe (https://www.uigurkultur.com/volk-und-la ... -xinjiang/ - letzter Absatz).

Wie bereits sonero geschrieben hat. Die AE ist Kraft Gesetz erloschen. Ihr hätte ggf. von China aus eine Fristverlängerung beantragen können ggf. hätte man einen Antrag auch über die Botschaft an die ABH stellen können aber da die 6 Monate bereits verstrichen sind ist die Sache für euch gelaufen.

Bereitet den Antrag für FZF so vor, als hättet Ihr den Reisepass schon in den Händen (siehe auch meine PN).

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 Betreff des Beitrags: Re: Ausreise einer chinesischen Uigurin
BeitragVerfasst: 09.03.2018, 08:48 
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sonero hat geschrieben:
Sie ist nicht sein Kind, er ist nicht ihr gesetzlicher Vertreter. Sie muss Anträge stellen, nicht er. Auch wenn viele alles so regeln, als wenn ihre Chinesin in D eine 12 jährige Tochter wäre.


Grundsätzlich hast du damit recht, er kann sich aber in ihrem Namen informierieren.

sonero hat geschrieben:
Bis dahin ist jede Kontaktaufnahme zur D-Botschaft oder der ABH sinnlos.


Würde ich so nicht unterschreiben. Die deutsche Botschaft in Beijing hat sicherlich mehrere solche Fälle auf dem Tisch und kann evtl. beraten. Vielleicht hat es ja auch schon jemand anders geschafft einen Pass wieder zu bekommen, solche Informationen lägen dort dann vor, dabei muss es nicht einmal um Deutschland gegangen sein, da die EU Botschaften sich sicherlich untereinander austauschen.

Die ganze Situation ist leider durch mehrere Dinge maximal in die Scheisse geritten worden und ich sehe keinen Weg, da jetzt schnell rauszukommen.

sonero hat geschrieben:
Und falls noch einer mit der Idee der Ersatzpapiere der Türkei kommt: Es glaubt wohl keiner daran, daß sie damit legal aus China ausreisen könnte. Grüne Grenze wäre was? Vietnam oder so? Dort kommt sie dann ja auch nicht weg und sie hält sich dort illegal auf. Nach D kommt sie ohne Visum damit auch längst noch nicht, selbst wenn sie es in die Türkei schafft. Nee, das ist ne Scheissidee.


Warum sollte sie aus Vietnam (wieso ganz in den Süden?) nicht mit einem deutschen Notreiseausweis ausreisen können? Klar wäre sie da illegal und die machen ihr evtl. einen Prozess (bei z.B. Kasachstan würde ich aber davon ausgehen, dass die da eher unterstützen) , aber grundsätzlich sollte das möglich sein. Und wenn er dort hinfliegt und mit ihr zusammen nach Europa fliegt, muss sie auch befördert und reingelassen werden. Sie dürfen halt nicht nach Deutschland fliegen, da müsste sie zuvor ein Visum beantragen. Aber für andere EU Länder gilt Freizügigkeit, da reicht es wenn sie zusammen + Heiratsurkunde an der Grenze auftauchen. Und wie man dann von Österreich und Co nach Deutschland kommt kann sich ja jeder denken.

Das ist aber alles kompletter Blödsinn und erst der letzte Schritt. ICH würde jetzt erstmal eine Email nach Peking schreiben und hören was die deutsche Botschaft empfiehlt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ausreise einer chinesischen Uigurin
BeitragVerfasst: 09.03.2018, 08:52 
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拉尔斯 hat geschrieben:
Die Repressionen scheinen noch drastischer zu sein als ich angenommen habe


Was dort nicht steht ist, dass es auch wöchentliche Hausbesuche von Fremden gibt. Jeder (wobei ich nicht weiß ob wirklich jeder davon betroffen ist) für den Staat arbeitende Han Chinese muss alle zwei Wochen eine Uiguren Familie besuchen und dort auch übernachten. In jeder andere Woche muss die Uiguren Familie die Han Familie besuchen und dort schlafen. Das soll der "Völkerverständigung" dienen. Abartig.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ausreise einer chinesischen Uigurin
BeitragVerfasst: 09.03.2018, 09:36 
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Zitat aus dem "Zeit"-Artikel:
Insgesamt verbietet das Gesetz 15 religiöse Verhaltensweisen, die als Störung der säkularen Ordnung aufgefasst werden könnten. Dazu zählt unter anderem die Weigerung von Eltern, ihre Kinder am nationalen Bildungssystem teilnehmen zu lassen.
Ferner dürfen Muslime erst ab dem 18. Lebensjahr die Moschee besuchen.
Imame müssen ihre Freitagspredigten zuvor Regierungsstellen zur Überprüfung vorlegen. Zudem ist es Muslimen künftig untersagt, die islamischen Reinheitsgebote im gesellschaftlichen Leben einzufordern – außer bei Lebensmitteln.


Wie kann man diese Selbstverständlichkeiten ernsthaft in Frage stellen wollen? :roll: Zeigt m.E. mal wieder klar, wie realitätsfern und/oder naiv da von Seiten der vorgeblichen "Menschenrechtler" argumentiert wird.

Es ist nun mal leider Realität, dass Hassprediger ihre Saat auch in Moscheen verbreiten und dem muss Einhalt geboten werden - auch hier in D.

Das hat nämlich nichts mehr mit religiöser Freiheit zu tun, sondern ist offener Aufruf zum Kampf gegen die jeweiligen Gesellschaftssysteme der Länder, in denen die Moslime leben.


Einzig der Passus, dass keine unter 18-Jährigen in die Moscheen durfen, ist m.E. übertrieben.

Wenn die o.g. Maßnahmen greifen, dann sollte der Passus eigentlich getrost gestrichen werden können.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ausreise einer chinesischen Uigurin
BeitragVerfasst: 09.03.2018, 09:53 
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ingo_001 hat geschrieben:
Wie kann man diese Selbstverständlichkeiten ernsthaft in Frage stellen wollen? :roll: Zeigt m.E. mal wieder klar, wie realitätsfern und/oder naiv da von Seiten der vorgeblichen "Menschenrechtler" argumentiert wird.


Dann möchtest du, dass auch dein Pastor seine Predigt vorher vom Staat genehmigen lässt? Ich bin nicht religiös, aber das möchte ich nicht. Das hat nichts mit Extremismus zu tun, nur weil es ein paar Idioten auf der Welt gibt darf nicht alles überwacht werden. Hier wird eine bzw mehrere Volksgruppen massiv unterdrückt, erst durch sowas zündest du ein Feuer an.
Kannst es ja auch weiterspinnen. Es ist Realität, dass Idioten im Internet anderer Meinung sind als die chinesische Regierung und durch ihre Beiträge Wut erzeugen. Darum soll in Zukunft jeder Beitrag vorab vom Staat freigegeben werden und nicht mehr nur hinterher zensiert werden.

Jeder soll so leben wie er es für richtig hält, solange er damit Niemandem schadet. Ein ganzes Volk unter Generalverdacht zu stellen, nur weil ein paar wenige Scheiße gebaut haben, finde ich nicht in Ordnung. Ihnen die Reisefreiheit zu nehmen, sie von ihren Familien zu trennen, sie ständig an jeder Ecke zu kontrollieren ist nicht ok.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ausreise einer chinesischen Uigurin
BeitragVerfasst: 09.03.2018, 10:21 
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blur hat geschrieben:
ingo_001 hat geschrieben:
Wie kann man diese Selbstverständlichkeiten ernsthaft in Frage stellen wollen? :roll: Zeigt m.E. mal wieder klar, wie realitätsfern und/oder naiv da von Seiten der vorgeblichen "Menschenrechtler" argumentiert wird.


Dann möchtest du, dass auch dein Pastor seine Predigt vorher vom Staat genehmigen lässt? Ich bin nicht religiös, aber das möchte ich nicht. Das hat nichts mit Extremismus zu tun, nur weil es ein paar Idioten auf der Welt gibt darf nicht alles überwacht werden. Hier wird eine bzw mehrere Volksgruppen massiv unterdrückt, erst durch sowas zündest du ein Feuer an.
Kannst es ja auch weiterspinnen. Es ist Realität, dass Idioten im Internet anderer Meinung sind als die chinesische Regierung und durch ihre Beiträge Wut erzeugen. Darum soll in Zukunft jeder Beitrag vorab vom Staat freigegeben werden und nicht mehr nur hinterher zensiert werden.

Jeder soll so leben wie er es für richtig hält, solange er damit Niemandem schadet. Ein ganzes Volk unter Generalverdacht zu stellen, nur weil ein paar wenige Scheiße gebaut haben, finde ich nicht in Ordnung. Ihnen die Reisefreiheit zu nehmen, sie von ihren Familien zu trennen, sie ständig an jeder Ecke zu kontrollieren ist nicht ok.
Bitte beim Thema bleiben:
Ich sprach EINDEUTIG von den Predigten IN DEN MOSCHEEN - nicht von irgendwelchen Pastoren, Protestanten oder Internet-Usern, die friedlich und gewaltlos ihre jeweilige Meinung zum Besten geben wollen.
* Würden die Pastoren freilich zu Kreuzzügen und Kampf mit allen Mittel gegen die "Un-/Andergläubigen" aufrufen, dann wäre ich auch dort dafür, das zu unterbinden.

Freiheit hat ganz klar da ihre Grenzen, wo Leib und Leben Anderer bedroht werden.
Glauben kann Jeder, an wen oder was er will - aber Aufruf zu Kampf oder Gewalt gegen Andere ... das ist inakzeptabel und muss sanktioniert werden.

Es ist nun mal traurig aber wahr, dass Hass-Prediger auch Moscheen nutzen, um ihr menschenverachtendes Weltbild zu verbreiten.

Und: Das Verbot die Kinder dem staatl. Bildungssystem zu entziehen hat auch nichts mit Unfreiheit zu tun.

Hier in D. herrscht zum Glück und aus gutem Grund Schulpflicht.
Und das Gleiche gilt natürlich auch in China.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ausreise einer chinesischen Uigurin
BeitragVerfasst: 09.03.2018, 10:40 
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ingo_001 hat geschrieben:
Es ist nun mal traurig aber wahr, dass Hass-Prediger auch Moscheen nutzen, um ihr menschenverachtendes Weltbild zu verbreiten.


Auch in Kirchen wird vereinzelt Hass gepredigt. Ich sehe da keinen Unterschied zu Moscheen. Nur weil sagen wir mal 0,01% der jeweiligen Vortänzer da scheiße erzählen, sollte man die 99,99% nicht derart drangsalieren die es nicht tun sondern sie ihren Glauben leben lassen. in China ist das ja noch viel schlimmer, da wir nach Ethnie selektiert und nicht nach Glauben. Nicht alle vom Volk der Uiguren sind muslimisch, drangsaliert und ausgegrenzt werden dennoch alle.
Religion ist mir total egal, ich finde jede Religion idiotisch. Aber nur weil jemand an etwas glaubt oder sein Volk überwiegend an etwas glaubt, sollte er nicht bestraft werden. Sowas hatten wir auch in Deutschland schon, ich möchte das nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ausreise einer chinesischen Uigurin
BeitragVerfasst: 10.03.2018, 02:34 
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拉尔斯 hat geschrieben:
Die Repressionen scheinen noch drastischer zu sein als ich angenommen habe (https://www.uigurkultur.com/volk-und-la ... -xinjiang/ - letzter Absatz).
Kurzer Blick in das Impressum. Alles klar! Dass diese Seite noch nicht abgemahnt und aus dem Netz genommen wurde ist erstaunlich.

Erschreckend, wie manche Leute unhinterfragt alles glauben und alles verbreiten :evil: :twisted:

Der letzte Absatz nennt Radio Free Asia als Quelle. Lars (拉尔斯), jetzt ist eine günstige Gelegenheit dich über diesen Sender zu informieren!

Aber Moment, der "Beitrag" auf uigurkultur.com enthält ja noch weiterführende Links. Zum Beispiel diesen hier zum Guardian: https://www.theguardian.com/world/2017/ ... ligious%20

Der liefert zwar zunächst einen Error 404, aber wer ernsthaft an einer Recherche interessiert ist googelt nach in-chinas-far-west-experts-fear-a-ticking-timebomb-religious und bekommt den gewünschten Artikel (nachträglich wahrscheinlich mit einer anderen Überschrift versehen, daher der 404) geliefert: In China's far west the 'perfect police state' is emerging.

Bilder sagen bekanntlich mehr als tausend Worte. Und Bildunterschriften suggerieren mehr als man sich vorstellen soll. Zum Beispiel dieses Bild aus dem Artikel im Guardian. Bildunterschrift: "A shopkeeper comes into the street brandishing a metal pole during a regular anti-terror drill in Tashkurga, Xinjiang."
Ich sehe da eine Frau, die in der rechten Hand eine (Eisen?)-Stange hält und in der linken ein Handy, mit dem sie ein Telefonat führt. Ich vermute(!) die Stange ist dazu da, um die oben hängenden Kleidungsstücke abnehmen zu können. Könnte natürlich auch zu der "regulären Anti-Terror Übung" gehören, dass man dabei telefonieren soll.

Zweites Beispiel: Dieses Bild. Bildunterschrift: "CCTV cameras at Kashgar’s Id Kah mosque. Worshippers are filmed by at least six CCTV cameras as they enter and leave". Die totale Überwachung!
Ganz davon abgesehen, dass es in China so gut wie überall CCTV Kameras gibt, der Ein- und Ausgang der Id Kah Mosque (Heytgah-Moschee) sieht so aus.

Drittes Beispiel. Bildunterschrift: "On Liberation Avenue, outside Kashgar’s Id Kah mosque, Uighur men watch security forces file past for the city’s latest mass “anti-terror” rally". Das muss ich hoffentlich nicht weiter kommentieren. Oder findet einer von euch die "security forces file past for the city’s latest mass “anti-terror” rally" in dem Bild? Wenn ja verschenke ich ein Gummibärchen.

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Laogai <=> 老盖, Blogwart
Konfuzius sagt: "Just smile and wave, boys. Smile and wave."
天不怕地不怕就怕洋鬼子开口说中国话!


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 Betreff des Beitrags: Re: Ausreise einer chinesischen Uigurin
BeitragVerfasst: 10.03.2018, 09:09 
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Laogai hat geschrieben:
url=https://i.guim.co.uk/img/media/3136a119c41dad0c9136ad0709983ac4b9e93562/0_98_2953_1772/master/2953.jpg?w=1225&q=55&auto=format&usm=12&fit=max&s=6c263ae5bc31f70629ca5b2055eed06c]Drittes Beispiel[/url]. Bildunterschrift: "On Liberation Avenue, outside Kashgar’s Id Kah mosque, Uighur men watch security forces file past for the city’s latest mass “anti-terror” rally". Das muss ich hoffentlich nicht weiter kommentieren. Oder findet einer von euch die "security forces file past for the city’s latest mass “anti-terror” rally" in dem Bild? Wenn ja verschenke ich ein Gummibärchen.


Woher weißt du, dass es dort nur einen Eingang gibt? Sieht ja nicht so aus,als würden da viele Leute vom Vorplatz durch den Haupteingang gehen, vielleicht von der Polizei abgesperrt? Jedenfalls scheint es die Überwachungskameras zu geben: https://plus.google.com/photos/photo/10 ... 3289488050 oder http://i2.wp.com/theeyeinislam.com/wp-c ... hina-3.jpg Halt im Garten und nicht vor dem Haupteingang.


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