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 Betreff des Beitrags: Re: Ausreise einer chinesischen Uigurin
BeitragVerfasst: 06.03.2018, 11:37 
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bigben hat geschrieben:
Ja, ich bin Deutscher und lebe und arbeite bei einem deutschen Unternehmen (für das auch im Ausland). Meine Frau hat eine zunächst 3 jährige Aufendhaltserlaubnis (Familienangehöriger).


Wie definierst du "auch im Ausland"? Arbeitest du dort nur jeweils ein paar Tage oder auch mal länger? Wenn du unter das Freizügigkeitsrecht fallen würdest und z.B. mal 3 Monate im Ausland arbeiten würdest, braucht sie kein neues Visum zur Familienzusammenführung. Dann kann sie eine "Aufenthaltskarte für Familienangehörige von Bürgern der EU" beantragen was deutlich einfacher und schneller geht. https://service.berlin.de/dienstleistung/324282/


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 Betreff des Beitrags: Re: Ausreise einer chinesischen Uigurin
BeitragVerfasst: 06.03.2018, 12:09 
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Neuling

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blur hat geschrieben:
Den Gang kannst du dir sparen, das muss vor Abreise erledigt werden und ein "ich will noch so lange im Ausland weiterarbeiten bis ich meine Rentenansprüche erfüllt habe" wäre kein Grund für die Ausländerbehörde dem zuzustimmen.

Ich werde zumindest mal anrufen, die Frau kennt/kannte unsere Problematik. Dass sich die Dokumentenzusammenstellung für die Heirat so lange hinzögerte, lag u.a. an den schlampig geführten Dokumenten der dortigen Behörden in China. z.B hatte ihr aktueller Reisepass auch Vor und Familiennamen vertauscht - ein No-Go für Deutsche Ämter, in China kein Problem...
Hätten wir damals nur geahnt, wie lange das dauert, wären wir wohl auch nach Honkong geflogen.
blur hat geschrieben:
Wenn sich die chinesische Botschaft in Kasachstan geweigert hat ihr einen Reisepass auszustellen und absehbar gewesen wäre, dass sie auch in China keinen neuen bekommt, wäre es vernünftig gewesen wenn sie nach Deutschland geflogen wäre und es hier versucht hätte. Wenn auch die chinesische Botschaft in Deutschland sich nachweislich geweigert hätte, hätte sie unter bestimmten Voraussetzungen einen Reiseausweis für Ausländer von den deutschen Behörden bekommen können, zur Not hätte sie hier Asyl beantragt. Dann hätte sie sich in China natürlich nie wieder sehen lassen können, aber nun ist ausschließlich sie auf die Kooperation der dortigen lokalen Behörden angewiesen.

Ich habe die chinesische Botschaft/Konsulate von Deutschland nie telefonisch an die Strippe bekommen, um das zu erfragen. Reisepässe von chinesischen Botschaften azusgestellt sind nicht im "System" und das mag man in China nicht mehr. Deswegen die Aufforderung von der Botschaft in Kasachstan, sich in Urumqui zu melden.
Letztendlich hat der chinesische Direktor in KAZ ihr letztes Jahr nicht mehr gestattet, direkt nach Deutschland zu fliegen (deswegen bin ich dorthin), nur über den Umweg nach China. Sicherlich hätte sie das trotzdem tun können, aber mit entsprechenden Konsequenzen in Firma und den Behörden zu Hause. Wenn Du dort Familienangehörige hast (auch bei Staatsfirmen angestellt), willst Du denen natürlich auch keine Probleme bereiten. Deswegen sind wir immer den "offiziellen" Weg gegangen. Aber da hat man sein Leben nicht mehr selbst in der Hand...
Wie gesagt, ich melde mich sobald ich mehr weiß. Danke erst mal.

PS: Habe im Forum bisher immer nur mitgelesen, schon damals bei unseren Hochzeitsvorbereitungen. War sehr hilfreich!


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 Betreff des Beitrags: Re: Ausreise einer chinesischen Uigurin
BeitragVerfasst: 06.03.2018, 12:26 
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Neuling

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blur hat geschrieben:
Wie definierst du "auch im Ausland"? Arbeitest du dort nur jeweils ein paar Tage oder auch mal länger? Wenn du unter das Freizügigkeitsrecht fallen würdest und z.B. mal 3 Monate im Ausland arbeiten würdest, braucht sie kein neues Visum zur Familienzusammenführung. Dann kann sie eine "Aufenthaltskarte für Familienangehörige von Bürgern der EU" beantragen was deutlich einfacher und schneller geht. https://service.berlin.de/dienstleistung/324282/


Maximal 4 Wochen am Stück. Habe glücklicherweise einen deutschen Arbeitsvertrag und keinen chinesischen... :lol: Nein im Ernst ich habe die Chinesen immer bedauert, wenn sie erst nach 6 Monaten oder sogar 1 Jahr aus Kasachstan nach Hause fliegen durften. Mittlerweile ist man aber bei 4/1 (d.h. 4 Monate Job, 4 Wochen zu Hause).

Ich werde mich auch zur Aufenthaltskarte bei der Behörde erkundigen, ob es geht und sinvoll ist.
Gruß Ben


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 Betreff des Beitrags: Re: Ausreise einer chinesischen Uigurin
BeitragVerfasst: 06.03.2018, 13:50 
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bigben hat geschrieben:
Ich habe die chinesische Botschaft/Konsulate von Deutschland nie telefonisch an die Strippe bekommen, um das zu erfragen. Reisepässe von chinesischen Botschaften azusgestellt sind nicht im "System" und das mag man in China nicht mehr. Deswegen die Aufforderung von der Botschaft in Kasachstan, sich in Urumqui zu melden.
Diese Aussage ist quatsch.
Meine Frau hatte sich erst im Herbst 2017 einen neuen Reisepass von der chin. Botschaft hier in Berlin ausstellen lassen - ging völlig problemlos.
Da wurde Dir entweder bewusst was Falsches erzählt oder Du hast da was nicht richtig verstanden.

* Du hattest ja Anfangs auch von einer unbefristeten Niederlassungserlaubnis Deiner Frau gesprochen, obwohl sie die gar nicht hat, sondern lediglich eine über 3 Jahre laufende befristete Aufenthaltserlaubnis.

Und bei den Mio. Chinesen, die nicht in China leben, wäre es auch irrwitzig, von denen zu erwarten, dass sie für einen neuen Reisepass nach China zurück müssten.
bigben hat geschrieben:
Letztendlich hat der chinesische Direktor in KAZ ihr letztes Jahr nicht mehr gestattet, direkt nach Deutschland zu fliegen (deswegen bin ich dorthin), nur über den Umweg nach China. Sicherlich hätte sie das trotzdem tun können, aber mit entsprechenden Konsequenzen in Firma und den Behörden zu Hause. Wenn Du dort Familienangehörige hast (auch bei Staatsfirmen angestellt), willst Du denen natürlich auch keine Probleme bereiten. Deswegen sind wir immer den "offiziellen" Weg gegangen. Aber da hat man sein Leben nicht mehr selbst in der Hand...
Wie gesagt, ich melde mich sobald ich mehr weiß. Danke erst mal.
Erst schreibst Du:
bigben hat geschrieben:
Sie hat nur noch weiter in Kasachstan gearbeitet, da sie erst ab gewissen Jahren Firmenzugehörigkeit Anspruch auf chinesische Rente hat.
Also kein Wort von irgendwelchen drohenden Repressionen gegen Familienangehörige, wenn sie nach D. geht.
Und:
bigben hat geschrieben:
unser Lebensmittelpunkt ist (eigentlich) in Deutschland

Sie hat also schon hier gelebt.

Zu Pensionsansprüchen:
Meine Frau hatte mehr als 10 Jahre in China als Krankenschwester gearbeitet und hatte damals ca. 500 € an spätere Rentenansprüche angesammelt.

Wenn ich das phi x Daumen übers Knie breche, dann durfte Deine Frau (wenn sie nicht länger gearbeitet hat und finanziell zudem weit über dem chin. Durchnitt entlohnt wird) weniger Rentenansprüche haben.
Das Argument ist also (logisch betrachtet) keins.

Denn ich gehe mal davon aus, dass Du genug verdienst, um diese Rentenlücke locker ausgleichen zu können.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ausreise einer chinesischen Uigurin
BeitragVerfasst: 06.03.2018, 14:34 
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Neuling

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Hallo Ingo,
was ich in den letzten Jahren mitbekommen habe, es ist anscheinend ein gewaltiger Unterschied welche Rechte und Möglichkeiten normale Chinesen gegenüber den Minderheiten haben. Insofern kann man das wahrscheinlich nicht 1:1 vergleichen. Wenn meine Frau in Kasachstan einen Anruf von den chinesischen Behörden bekommt, warum Sie ihren Pass noch nicht abgegeben hat, dann muss ich das genauso zur Kenntnis nehmen wie das das Chinesische Konsulat in Astana (KAZ) ihr keinen neuen Pass mehr ausstellen wollte. Begründet wird nichts, Anordnung Punkt.
Es gibt keine angedrohten Repressionen gegen Familienangehörige, das sind ganz "normale" Uiguren, die in Staatsbetrieben arbeiten. Aber ich vergleiche das mal mit der Situation aus der ehemaligen DDR (wo ich aufgewachsen bin). Wenn mein Vater von einer Besuchsreise aus dem Westen nicht zurückgekommen wäre, wäre für uns "Dagebliebenen" die Situation sehr unschön geworden... Ich will hier im Forum nicht über den chinesischen Staat meckern, aber vieles erinnert mich an unsere alte Zeit!

Es gibt in China derzeit Ausstiegsmodelle um vorzeitig in Rente zu gehen. In ihrer Firma sind das mind. 15 Jahre Firmenzugehörigkeit bzw. 45 Jahre alt. Beides hat sie JETZT gerade erreicht. Es wäre wirklich blöd gewesen, kurz vorher alles hinzuschmeißen und ohne Benefit auszusteigen. 15 Jahre sind länger als 10 und sie hat in Kaz. auch deutlich über dem chinesischen Durchschnitt verdient. Das ist auch rechtens, denn dafür gibt es für im Ausland arbeitende kein wirkliches Familienleben. Insofern habe habe ich ihr auch geraten diese 15 Jahre voll zu machen und dann diesen Ausstieg zu versuchen. Hinzu kommt, dass Du Dir mit 45 auch keinen großen Rentenanspruch mehr in Deutschland aufbauen wirst!. Und was ist, wenn unsere Ehe doch schief geht? Dann hat sie wenigstens noch einen Anspruch in China. (Wir waren beide schon mal verheiratet und ich bin zumindest da etwas vorsichtiger geworden)
Auch verdient nicht jeder Deutsche Millionen, wenn er hin und wieder im Ausland jobbt. Das hängt immer auch von Beruf und Stellung ab. Für mich reichts bisher aber zu Zweit brauchen wir auch zwei Einkommen.

Gruß Ben


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 Betreff des Beitrags: Re: Ausreise einer chinesischen Uigurin
BeitragVerfasst: 06.03.2018, 14:48 
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Ok, unter den Umständen ist es ja dann auch schlüssig und nachvollziehbar.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ausreise einer chinesischen Uigurin
BeitragVerfasst: 06.03.2018, 15:06 
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Danke jedenfalls, dass du dieses Thema hier angesprochen hast. Zumindest mir war nicht bekannt, dass China hier so vorgeht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ausreise einer chinesischen Uigurin
BeitragVerfasst: 06.03.2018, 17:08 
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bigben hat geschrieben:

Ich werde nächste Woche zur Ausländerbehörde gehen und um einen Antrag auf Verlängerung stellen. Vielleicht sind die Behörden ja in dem Fall verständnisvoll.




Eine Verlängerung der 6 Monate muß nicht unbedingt vorher beantragt werden, dieses kann auch jetzt noch geschehen.
Du wirst aber eine Vollmacht deiner Frau brauchen (frag da die ABH, vielleicht geht es auch ohne).

Problematisch könnte da eher der neue Reisepass deiner Frau werden.
Bei der Einreise wirst deine Frau keine Probleme mit der BPL bekommen, aber evtl. mit der airline, sollte diese feststellen, daß die Reisepassnummer nicht mit der auf dem eAT übereinstimmt.
Dann wird ihr die Mitreise verwehrt werden.
Kann passieren, muß aber nicht, da nicht jeder Mitarbeiter beim check-in die Nummern vergleicht (aber ich möchte dich darauf hinweisen).

Wenn möglich, sollte sie ihren alten Reisepass mit sich führen, oder zumindest eine Kopie, wenn irgendwie möglich.

Wie lange ist sie denn bereits aus DE weg?


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 Betreff des Beitrags: Re: Ausreise einer chinesischen Uigurin
BeitragVerfasst: 06.03.2018, 17:20 
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Es tut mir Leid, dass die Situation mit dem Reisepass für deine Frau so schwierig ist. Nach dem Unruhen im 2009 und Massaker im Bahnhof Kunming ist die Regierung viel strenger geworden. Bis auf Tibeter bin ich aber sicher, dass alle anderen Minderheiten von dieser Regelung nicht betroffen sind.

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Bin schon 16 Jahre permanent in Deutschland. Vielleicht klinge ich daher manchmal etwas überzogen, aber ich kann meine Toleranzgrenze für Double B nicht mehr weiter erhöhen. Bitte um Nachsicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ausreise einer chinesischen Uigurin
BeitragVerfasst: 06.03.2018, 19:39 
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Hab von einer Bekannten aus der Ecke erfahren, dass nicht nur Uiguren ihre Pässe abgeben müssen, sondern auch Han Chinesen die keinen Aufenthaltstitel im Ausland haben und in der Provinz wohnen.
Das Gespräch endete dann aber alsbald, da man über solche Dinge besser nicht reden möchte.

Mir war nicht bekannt, dass solche Maßnahmen noch existieren. Traurig.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ausreise einer chinesischen Uigurin
BeitragVerfasst: 06.03.2018, 23:02 
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qpr hat geschrieben:
Wenn möglich, sollte sie ihren alten Reisepass mit sich führen, oder zumindest eine Kopie, wenn irgendwie möglich.
Gute Idee.

Aber wenn das:
blur hat geschrieben:
Hab von einer Bekannten aus der Ecke erfahren, dass nicht nur Uiguren ihre Pässe abgeben müssen, sondern auch Han Chinesen die keinen Aufenthaltstitel im Ausland haben und in der Provinz wohnen.

zutrifft, dann ist der alte Reisepass nicht mehr da, sondern inzwischen bei der zuständigen chin. Behörde.

Bleibt nur die Hoffnung, dass sie den vorher noch kopiert hat.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ausreise einer chinesischen Uigurin
BeitragVerfasst: 07.03.2018, 00:32 
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bigben hat geschrieben:
Wenn meine Frau in Kasachstan einen Anruf von den chinesischen Behörden bekommt, warum Sie ihren Pass noch nicht abgegeben hat [...]
Welche Behörde hat da angerufen und wo hätte deine Frau ihren Pass abgeben müssen?

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 Betreff des Beitrags: Re: Ausreise einer chinesischen Uigurin
BeitragVerfasst: 07.03.2018, 08:41 
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Laogai hat geschrieben:
bigben hat geschrieben:
Wenn meine Frau in Kasachstan einen Anruf von den chinesischen Behörden bekommt, warum Sie ihren Pass noch nicht abgegeben hat [...]
Welche Behörde hat da angerufen und wo hätte deine Frau ihren Pass abgeben müssen?


Kannst du zum Beispiel hier nachlesen: https://www.rfa.org/english/news/uyghur ... 52527.html

Zitat:
Overseas residents

Other sources told RFA that Uyghurs living overseas have also been affected by the recall, and have encountered restrictions when trying to renew their passports at Chinese embassies and consulates.

The recall has not only prevented Uyghurs from visiting other countries, but also limited their ability to study and conduct business abroad, they said.

In some cases, Uyghurs living abroad reported that authorities have threatened their families back home in a bid to pressure them to return, though they fear that they will not be permitted to travel again if they comply.

Many Uyghurs who return home from abroad under pressure from China have been arrested or “disappeared” upon arrival at the airport.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ausreise einer chinesischen Uigurin
BeitragVerfasst: 07.03.2018, 08:42 
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Ohne den ganzen Thread gelesen zu haben:

Du hast eigentlich nur noch zwei Möglichkeiten dieses "unstete Leben" zu beenden.
1) Eine andere Möglichkeit der Ausreise suchen (iVm möglichen Repressionen ggü. der Familie, keine Rückkehrgarantie und evtl. keinen Anspruch auf die Rente?) oder wenn Ihr das nicht wollt
2) die Situation aussitzen und warten bis das Ausreiseverbot aufgehoben wird.

zu 1)
1.1
http://www.taz.de/!5357536/
Zitat:
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte im Sommer allen Uiguren auf der Flucht angeboten, ihnen in türkischen Botschaften in aller Welt Ersatzdokumente zur Weiterreise in die Türkei auszustellen. Dort würden sie dann richtige Pässe bekommen.


Hast du schon mal gecheckt ob an dieser Aussage etwas dran ist und ob das für euch in Betracht käme (unabhängig davon wie sie von der Türkei nach Deutschland kommt)?
In Kasachstan gibt es eine Botschaft in Astana oder ein Konsulat in Almaty.

1.2
Wie bereits erwähnt einen Notreiseausweis nach § 13 Abs. 1 Nr. 2 AufenthV beantragen (sofern dieser von Kasachstan akzeptiert wird bei der Ausreise). Die Ausländerbehörde ist nämlich dazu berichtigt einen Notreiseausweis auszustellen, § 13 Abs. 3 AufenthV. Dazu würde ich mir aber einen gescheiten Anwalt besorgen. Wenn ein negativer Bescheid kommt, dann wird halt geklagt.

_________________
Viel zu spät begreifen viele die versäumten Lebensziele: Freude, Schönheit der Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur. Darum, Mensch, sei zeitig weise! Höchste Zeit ist’s: Reise, reise! (Wilhelm Busch)


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 Betreff des Beitrags: Re: Ausreise einer chinesischen Uigurin
BeitragVerfasst: 07.03.2018, 10:11 
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Danke blur und alle anderen für die links und Informationen.
Dann werden wir erstmal nicht viel machen können. Eine Passkopie haben wir noch. Die Sache über die Türkei soll wohl gehen, aber wie bereits geschrieben wir möchten keinen Stress für Ihre Familie und selbst gern noch mal wieder zurück zu Besuch nach China. Bisher hatte sie die Zeit ja in Kasachstan "ausgesessen" d.h. mit ihrem da noch gültigen Reisepass und work permit einfach weitergearbeitet, weil ihr alle anderen (auch ihr chinesischer Direktor) von einer momentanen Rückkehr nach China abgeraten hatten. Naja, dann kam auch der Anruf von der lokalen Polizei in Urumqui (diese "Behörde" meinte ich) und der Pass wäre jetzt auch bald abgelaufen.
Bisher waren viele Dinge für mich bisschen unwirklich, was sie so erzählte. DDR-Zeit liegt ja nun auch schon bisschen zurück...
Jetzt kriege ich kaum noch Informationen von ihr, keiner traut sich dort, auf WeChat was "Falsches" zu sagen.

Das mit dem Notreiseausweis hatte ich noch nicht gehört. Wenn wir an diesem Punkt angelangt sind, ist aber doch die Frage, ob man sie damit dann aus China ausreisen lässt.
Ich bin selbst noch dienstlich unterwegs, nächste Woche gehe ich dann mal in die ALB, vielleicht auch noch zur Chinesischen Botschaft in Berlin. Schaun wir mal.
Gruss Ben


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