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 Betreff des Beitrags: Re: nach der Heirat deutsche Staatsangehörigkeit sinnvoll?
BeitragVerfasst: 04.02.2014, 16:55 
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Skorpid hat geschrieben:
[quote="Laogai]Hmm, muss man heutzutage bei Bewerbungen keinen Lebenslauf mehr mit einreichen?[/quote]

Doch, das schon, doch bei den Kopfzeilen steht ja für gewöhnlich die Nationalität und da blocken geistig einige schon ab. Das sie jahrelang in D lebt, Deutsch studiert hat und wirklich gut sprechen/schreiben kann interessiert dann kaum noch.[/quote]


Man ist definitiv nicht dazu verpflichtet, seine Nationalität im Lebenslauf anzugeben.

Heutzutage soll man - sofern es nicht ausdrücklich gefordert ist - auch keinen chronologischen Lebenslauf mehr anfertigen. Die Qualifikation, die dich am eindeutigsten für den Beruf qualifiziert, soll ganz oben stehen (Studienabschluss etc.). Der Rest wird meist eh nur überflogen.

Das wäre für mich persönlich kein Grund, eine andere Staatsbürgerschaft anzunehmen.

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 Betreff des Beitrags: Re: nach der Heirat deutsche Staatsangehörigkeit sinnvoll?
BeitragVerfasst: 05.02.2014, 08:13 
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Zitat:
Man ist definitiv nicht dazu verpflichtet, seine Nationalität im Lebenslauf anzugeben.

Heutzutage soll man - sofern es nicht ausdrücklich gefordert ist - auch keinen chronologischen Lebenslauf mehr anfertigen. Die Qualifikation, die dich am eindeutigsten für den Beruf qualifiziert, soll ganz oben stehen (Studienabschluss etc.). Der Rest wird meist eh nur überflogen.


Meine Frau, mein Vater und ich selbst haben zu Zeiten in unserem Leben über Bewerbungen befunden bzw. tun es jetzt noch. Diese Art der Bewerbung mögen wir dabei am meisten. Man kann's nämlich nach dem Überfliegen schon zum "erledigt"-Stapel packen...
Ein anständig geordneter Lebenslauf gehört zu einer Bewerbung ohne wenn und aber. Auch ein "Referenzen auf Anfrage" ist nichts anderes als ein Zeichen unreifer Arroganz und landet im Müll. Wer glaubt eigentlich ernsthaft, dass der HR-Chef sich die Mühe macht, einen anzurufen, ob man ihm gnädigst noch die Referenzen angeben möchte?

Um die Brücke zum Thema wieder zu schlagen: Die Nationalität spielt tatsächlich eine grosse Rolle. Ob man sie nennt oder nicht, macht dabei keinen Unterschied. In den meisten Vorstellungsgesprächen würde es spätestens sowieso aufkommen und sich danach die Frage stellen, weshalb man es in der Bewerbung verheimlichen wollte: Kein guter Eindruck...


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 Betreff des Beitrags: Re: nach der Heirat deutsche Staatsangehörigkeit sinnvoll?
BeitragVerfasst: 19.02.2014, 22:51 
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Hier will ich nochmal nachhaken: Gibt es irgend einen finanziellen Vorteil, wenn der chinesische Ehepartner die deutsche (andere Nationalitäten sind mir zumindest hier egal) Staatsangehörigkeit annimmt?

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 Betreff des Beitrags: Re: nach der Heirat deutsche Staatsangehörigkeit sinnvoll?
BeitragVerfasst: 20.02.2014, 00:22 
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Finanziell aendert sich stand heute nichts, da sowohl DE als auch CN nur nach Hauptwohnsitz (Aufenthalt ueber X Tage im Jahr) besteuern. Sobald aber eines dieser Laender nach Staatsbuergerschaft besteuert, dann kann die Aufgabe einer Staatsbuergerschaft die Steuerlast reduzieren. Die Gruenen haben das 2013 wirklich mal gefordert, siehe:
http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-07/steuerpflicht
Kaeme sowas durch, dann koennte man nach einer Rueckkehr nach China immer noch in Deutschland Steuern abdruecken, je nach hoehe des eigenen Einkommens.

Amerika hat so ein Modell, die US Staatsbuergerschaft ist also teuer, da man selbst nach einem Umzug zurueck nach Europa oder China noch an Uncle Sam zahlen duerfte.


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 Betreff des Beitrags: Re: nach der Heirat deutsche Staatsangehörigkeit sinnvoll?
BeitragVerfasst: 20.02.2014, 00:39 
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VielUnterwegs hat geschrieben:
Finanziell aendert sich stand heute nichts, da sowohl DE als auch CN nur nach Hauptwohnsitz (Aufenthalt ueber X Tage im Jahr) besteuern.
Vielen Dank für diese Info!

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 Betreff des Beitrags: Re: nach der Heirat deutsche Staatsangehörigkeit sinnvoll?
BeitragVerfasst: 20.02.2014, 01:04 
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VielUnterwegs hat geschrieben:
Finanziell aendert sich stand heute nichts, da sowohl DE als auch CN nur nach Hauptwohnsitz (Aufenthalt ueber X Tage im Jahr) besteuern. Sobald aber eines dieser Laender nach Staatsbuergerschaft besteuert, dann kann die Aufgabe einer Staatsbuergerschaft die Steuerlast reduzieren. Die Gruenen haben das 2013 wirklich mal gefordert, siehe:
http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-07/steuerpflicht
Kaeme sowas durch, dann koennte man nach einer Rueckkehr nach China immer noch in Deutschland Steuern abdruecken, je nach hoehe des eigenen Einkommens.

Amerika hat so ein Modell, die US Staatsbuergerschaft ist also teuer, da man selbst nach einem Umzug zurueck nach Europa oder China noch an Uncle Sam zahlen duerfte.


Vorsicht: Da gibts noch das schoene Aussensteuergesetz. Wenn jemand in eine sogenannte Steueroase zieht und dort mehr als einen Betrag X verdient (bin jetzt zu faul zum nachschauen, sorry), dann muss er die Differenz zwischen den Steuern dort und den Steuern, die er in D (minus Freibetraege usw.) haette zahlen muessen, fuer eine bestimmte Anzahl Jahre nach D abfuehren. Ansonsten kann D sogar mit Passentzug drohen. Ein Umzug in die Schweiz mit den dortigen hohen (Brutto) Loehnen kann also schon knapp werden. Wie das in der Praxis funktionieren soll ??? Bis jetzt scheitert es schon daran, wie das Ganze verfolgt werden kann, da z.B. schweizer Finanzaemter (noch) keine Daten mit deutschen Finanzaemtern austauschen. Das Ganze stinkt doch aber auch so zum Himmel. In der Schweiz sind zwar die Steuern tief, der Rest vom Leben, bis auf Benzin und ???, sauteuer. Das ganze System ist aber in sich so abgestimmt. In D siehts dann, verglichen mit der Schweiz genau umgekehrt aus. Muesste man dann noch die D Steuern aus der Schweiz abfuehren, zusaetzlich zu den Steuern dort, kann man nachher gleich noch beim Sozialamt vorbeischauen.

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 Betreff des Beitrags: Re: nach der Heirat deutsche Staatsangehörigkeit sinnvoll?
BeitragVerfasst: 20.02.2014, 02:05 
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"nach der Heirat deutsche Staatsangehörigkeit sinnvoll? "

Was soll das bringen ?
Den Familiennamen kann sie ja bei Ehelichung ändern aber den Vornamen nicht.
Außerdem ist es mir egal wo der Pass herkommt wenn da ein Achmed Hisbola Müller vor mir steht und eine Bewerbung auf den Stapel legt muss diese doppelt so gut sein wie bei einen Hans Müller. Sorry ist so
( Namen ausgedacht und ich kenne beide nicht).
Araber habe es schwerer , bei Chinesen hat nur mein Laptop ein 2. Passwort

Außerdem wenn Deine Liebste deutsche werden will sollte Sie bedenken das sie nie wieder auch nach Scheidung oder Deinem Tot nach China gehen kann. ( Ja zum Besuch schon - zum arbeiten und leben braucht sie ein Visum und und und )

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 Betreff des Beitrags: Re: nach der Heirat deutsche Staatsangehörigkeit sinnvoll?
BeitragVerfasst: 20.02.2014, 04:20 
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Suedchina hat geschrieben:
...
Außerdem ist es mir egal wo der Pass herkommt wenn da ein Achmed Hisbola Müller vor mir steht und eine Bewerbung auf den Stapel legt muss diese doppelt so gut sein wie bei einen Hans Müller. Sorry ist so

Was ist das wieder fuer eine geistreiche Aussage? Egal welcher Pass, muss nur doppelt so gut sein? Kommt ja von Dir, von daher ist OK. :mrgreen:
Ich denke es geht dabei um folgendes: Der- oder diejenige muss eine entsprechend der Ausschreibung oder Anforderung gute Leistung liefern koennen und menschlich ins Team passen, egal woher, welche Religion, welcher Pass oder Hautfarbe. So einfach ist das (oder auch nicht).


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 Betreff des Beitrags: Re: nach der Heirat deutsche Staatsangehörigkeit sinnvoll?
BeitragVerfasst: 20.02.2014, 04:52 
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tanzhou hat geschrieben:
Suedchina hat geschrieben:
...
Außerdem ist es mir egal wo der Pass herkommt wenn da ein Achmed Hisbola Müller vor mir steht und eine Bewerbung auf den Stapel legt muss diese doppelt so gut sein wie bei einen Hans Müller. Sorry ist so

Was ist das wieder fuer eine geistreiche Aussage? Egal welcher Pass, muss nur doppelt so gut sein? Kommt ja von Dir, von daher ist OK. :mrgreen:
Ich denke es geht dabei um folgendes: Der- oder diejenige muss eine entsprechend der Ausschreibung oder Anforderung gute Leistung liefern koennen und menschlich ins Team passen, egal woher, welche Religion, welcher Pass oder Hautfarbe. So einfach ist das (oder auch nicht).


eben nicht!
Ich würde einen "deutschen" Bewerber mit normalen Leistungen einem " Achmed " vorziehen.
Ein "Achmed " muss schon doppelte Leistung bringen oder weit besser sein als nur entsprechend der Ausschreibung gute Leistungen vorzeigen.
Es sei denn es geht um eine Quote zu erfüllen. Nur weil Mercedes in Deutschland schleimt und "Kasse" jetzt auch auf türkisch schreibt müssen nicht alle den Fehler machen.
Ich als Chinesen würde eine Klage gegen Mercedes einreichen wegen Diskriminierung. (Es gibt mehr reiche Chinesen wie Türken.)
Zum Glück arbeite ich nicht für eine Partei oder Hilfsorganisation.
Bei uns haben alle eine Chance :lol: :lol: :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: nach der Heirat deutsche Staatsangehörigkeit sinnvoll?
BeitragVerfasst: 20.02.2014, 05:56 
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Suedchina hat geschrieben:
"nach der Heirat deutsche Staatsangehörigkeit sinnvoll? "
...
Außerdem wenn Deine Liebste deutsche werden will sollte Sie bedenken das sie nie wieder auch nach Scheidung oder Deinem Tot nach China gehen kann. ( Ja zum Besuch schon - zum arbeiten und leben braucht sie ein Visum und und und )


Und genau darum geht es, moeglicherweise auch andersrum.
Wenn sie sich in Deutschland wohl und integriert fuehlt, eventuell auch Kind(er) hat, die dort aufwachsen, dann sind doch die Gruende, wieder nach China zu gehen, selbst wenn der Ehepartner aus welchen Gruenden auch immer wegfaellt, gering. Die Kinder dann aus ihrem Umfeld reissen, andere Kultur...? In diesem Fall den Chinapass behalten zu haben, kann u.U. dann falsch sein.
Juengstes Beispiel: Die Abstimmung zur Einwanderung/Personenfreizuegigkeit in der Schweiz. Bis jetzt koennen EU - Buerger sich ohne grosse Formalitaeten in der Schweiz niederlassen, dort arbeiten. Nur was passiert nach der wahrscheinlich unumgaenglichen Gesetzesaenderung? Muessen einige wieder raus??? Sicherheit bietet dann NUR die Staatsbuergerschaft.
Ich denke, auch das sollte man bedenken.
Wenn nur ein Pass erlaubt ist, sollte man seine Entscheidung faellen und aufhoeren sich Hintertuerchen offen zu halten, Rosinenpickerei zu betreiben. Auch ist es wichtig, einen Fixpunkt aufzubauen, seinen Lebensmittelpunkt zu setzen. Mental immer schon auf gepackten Koffern zu sitzen ist nie gut, baut unnoetigen Druck auf. Man ist immer auf dem Sprung, vergleicht permanent. Ist meine persoenliche Einstellung, auch aus meinen Erfahrungen heraus. Aber muss letztendlich jeder selbst wissen.

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 Betreff des Beitrags: Re: nach der Heirat deutsche Staatsangehörigkeit sinnvoll?
BeitragVerfasst: 20.02.2014, 07:47 
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egon hat geschrieben:



Juengstes Beispiel: Die Abstimmung zur Einwanderung/Personenfreizuegigkeit in der Schweiz. Bis jetzt koennen EU - Buerger sich ohne grosse Formalitaeten in der Schweiz niederlassen, dort arbeiten. Nur was passiert nach der wahrscheinlich unumgaenglichen Gesetzesaenderung? Muessen einige wieder raus??? Sicherheit bietet dann NUR die Staatsbuergerschaft.


Nein, es soll nur darum gehen die zukünftigen Mengen einzugrenzen. Wer da ist darf bleiben, wer neu rein will muss sich "bewerben". Interessant finde ich wie diese Volksabstimmung auf die nahende Europawahl wirkt. Fasst in jedem Land außer Deutschland werden Europa- und Ausländerkritische Parteien gewaltigen Zulauf erfahren. Konservative Parteien werden die Stimmung am rechten Rand aufgreifen müssen und deren Forderungen teilweise umsetzen, wir werden uns bald alle wundern.
Im internationalen Frühsoppen habe die Korrespondenten aus Frankreich und den Niederlanden schon angemahnt, dass in Ihren Heimatländern derzeit die Rechtspopulisten in den Umfragen führen oder Zweite sind. Man muss sich mal vorstellen wie hoch der Anteil der Wahlberechtigten mit Migrationshintergrund in diesen beiden Ländern mittlerweile ist. Diese Bevölkerungsteile fallen ja schon mal grundsätzlich als potentielle Wähler aus. Für mich bedeutet das, dass mindestens Männer aus den Niederlanden oder Frankreich ohne Migrationshintergrund mittlerweile geschlossen Rechts wählen.


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 Betreff des Beitrags: Re: nach der Heirat deutsche Staatsangehörigkeit sinnvoll?
BeitragVerfasst: 20.02.2014, 08:12 
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Nut zur info bei der Einbuergerung duerfte ein deutscher Vorname gewaehlt werden.


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 Betreff des Beitrags: Re: nach der Heirat deutsche Staatsangehörigkeit sinnvoll?
BeitragVerfasst: 20.02.2014, 08:40 
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tigerprawn hat geschrieben:
Nut zur info bei der Einbuergerung duerfte ein deutscher Vorname gewaehlt werden.


Das stimmt. Bei einer Bewerbung, wie vorher angesprochen, würde es dennoch wenig helfen einen deutschen Namen anzugeben, denn es gibt immernoch ein Foto beim Lebenslauf...

Ich selbst habe auch einen ausländischen Namen, habe allerdings seit dem 5. Lebensjahr in Deutschland gelebt, allerdings ist es schwer zu sagen, ob tatsächlich der Name letztendlich ausschlaggebend war, ob ich eingeladen wurde oder nicht. Ich kann aber sagen, dass ich im persönlichen Gespräch oder eventuellen Bewerbungstests etc. keinerlei Nachteile zu spüren bekam.
Später habe ich auch selbst Bewerbungen durchgeschaut und Gespräche geführt und muss sagen, dass ich sowohl mit deutschen Bewerbern als auch mit ausländischen positive und negative Erfahrungen gemacht habe. Daher war mir das letztendlich egal woher die Leute stammten, es kam auf die Person selbst an. Allerdings muss sogar ich selbst zugeben, dass ich doch eher kritisch war, wenn bei Staatsangehörigkeit nicht "Deutsch" stand, selbst als sogenannter Spätaussiedler der ich bin.
Ich würde dennoch diesen Punkt nicht als Ausschlaggebend betrachten, wenn es darum geht die Staatsbürgerschaft zu wechseln, denn es ist auch immer eine persönliche und emotionale Entscheidung.

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 Betreff des Beitrags: Re: nach der Heirat deutsche Staatsangehörigkeit sinnvoll?
BeitragVerfasst: 20.02.2014, 12:45 
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Shenzhen hat geschrieben:
es ist so gut wie unmoeglich die Chin. Staatsangehoerigkeit wieder zu bekommen....

Warum sollte das beinahe unmöglich sein? Ich habe dazu folgendes gefunden:
Zitat:
Ausländer, die die chinesische Staatsangehörigkeit beantragen oder wiedererlangen wollen, müssen bei der zuständigen Behörde (im Inland beim lokalen Amt für öffentliche Sicherheit der Stadt- oder Kreisebene, im Ausland bei der Botschaft oder bei Konsulat Chinas im Land des Antragstellers, und wenn es dort weder Botschaft noch Konsulat gibt, direkt beim chinesischen Ministerium für öffentliche Sicherheit) einen Antrag stellen und diesbezügliche Unterlagen einreichen, z.B. Beweise für eine nahe Verwandtschaft mit Chinesen bzw. Für seine Niederlassung in China oder eine Urkunde über seine frühere chinesische Staatsangehörigkeit. Wer das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, kann einen Antrag nur über die Eltern oder einen gesetzlichen Vormund stellen. Für Erwachsene, die ihre Handlungsfähigkeit verloren haben, können andere Personen die Antragsformalitäten erledigen.

Das zuständige Überprüfungs- und Genehmigungsorgan für Erwerb und Wiedererlangung der Staatsangehörigkeit in China ist das Ministerium für öffentliche Sicherheit. Das Ausführungsorgan für Erwerb und Wiederanerkennung der chinesischen Staatsangehörigkeit stellt für Anträge Untersuchungen an und macht danach Behandlungsvorschläge und legt diese dann dem Ministerium für öffentliche Sicherheit zur Überprüfung und Genehmigung vor. Denjenigen, deren Erwerb oder Wiedererlangung der Staatsangehörigkeit vom Ministerium für öffentliche Sicherheit genehmigt worden ist, werden die entsprechenden Urkunden ausgestellt. Diese Urkunden treten am Genehmigungstag in Kraft.

Quelle
Auf dem Papier dürfte das ja eigentlich kein grösseres Problem darstellen. Wie das dann in der Praxis aussieht und wie oft man einen ehemaligen Chinesen wieder Einbürgert weiss ich aber selbstverständlich nicht.

Alle Kolleginnen meiner Frau sind Schweizerinnen und meine Frau will sich auch einbürgern lassen, sobald das geht.

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"Das Wenige, das Du tun kannst, ist viel, wenn Du nur Schmerz und Weh und Angst von einem Wesen nimmst." A. Schweitzer


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 Betreff des Beitrags: Re: nach der Heirat deutsche Staatsangehörigkeit sinnvoll?
BeitragVerfasst: 21.02.2014, 06:05 
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[code][/code]
sweetpanda hat geschrieben:
egon hat geschrieben:

Juengstes Beispiel: Die Abstimmung zur Einwanderung/Personenfreizuegigkeit in der Schweiz. Bis jetzt koennen EU - Buerger sich ohne grosse Formalitaeten in der Schweiz niederlassen, dort arbeiten. Nur was passiert nach der wahrscheinlich unumgaenglichen Gesetzesaenderung? Muessen einige wieder raus??? Sicherheit bietet dann NUR die Staatsbuergerschaft.


Nein, es soll nur darum gehen die zukünftigen Mengen einzugrenzen. Wer da ist darf bleiben, wer neu rein will muss sich "bewerben". Interessant finde ich wie diese Volksabstimmung auf die nahende Europawahl wirkt. Fasst in jedem Land außer Deutschland werden Europa- und Ausländerkritische Parteien gewaltigen Zulauf erfahren. Konservative Parteien werden die Stimmung am rechten Rand aufgreifen müssen und deren Forderungen teilweise umsetzen, wir werden uns bald alle wundern.
Im internationalen Frühsoppen habe die Korrespondenten aus Frankreich und den Niederlanden schon angemahnt, dass in Ihren Heimatländern derzeit die Rechtspopulisten in den Umfragen führen oder Zweite sind. Man muss sich mal vorstellen wie hoch der Anteil der Wahlberechtigten mit Migrationshintergrund in diesen beiden Ländern mittlerweile ist. Diese Bevölkerungsteile fallen ja schon mal grundsätzlich als potentielle Wähler aus. Für mich bedeutet das, dass mindestens Männer aus den Niederlanden oder Frankreich ohne Migrationshintergrund mittlerweile geschlossen Rechts wählen.


Ich wollte am Beispiel Schweiz eigentlich nur darauf hinweisen, dass trotzt erteilter Bewilligung immer ein Restrisiko bleibt, wenn man als Auslaender in einem anderen Land wohnt. Sicher geglaubte Tatsachen und Gesetze koennen sich aendern, auch radikal.
Die Annahme der Staatsbuergerschaft reduziert das Risiko erheblich, kann aber andere Umstaende und eventuelle Nachteile mit sich bringen, z.B Aufgabe der bisherigen Staatsbuergerschaft.
Letztendlich muss jeder fuer sich entscheiden und auch die damit verbundenen Folgen und Risiken tragen.

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