Abkehr von Ein-Kind Politik in China?

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Bernhard
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Re: Abkehr von Ein-Kind Politik in China?

Beitrag von Bernhard »

@ingo_001

zu deinem ersten Absatz:
Dass die chinesische Regierung heutzutage von der strikten Ein-Kind-Politik abgerückt ist, ist bekannt. Allerdings stammen die meisten Lockerungen erst aus den letzten Jahren.

zu deinem zweiten Absatz:
Dass die Dinge oft anders gehandhabt werden, als es auf dem Papier steht, ist auch klar. Das gilt für alle Bereiche. In meinen Beiträgen ging es mir aber um den Anspruch, der hinter dem Gesetz steht, und weniger um die praktische Umsetzung.
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ingo_001
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Re: Abkehr von Ein-Kind Politik in China?

Beitrag von ingo_001 »

@ Bernhard

Stimme mit Dir da völlig überein.

Dass die Lockerungen in der Ein-Kind-Politik relativ neu sind ist mir ja auch bekannt (hatte dazu hier irgendwo auch Ausführlicheres geschrieben).

Die sind m.E. auch absolut nötig, denn irgendwann kommt der Zeitpunkt wo (überspitzt formuliert) die "Bevölkerungspyramiede auf dem Kopf steht. Der daraus resultierende soziale Sprengstoff ist um Einiges brisanter als vergleichbare Problematiken hier, die ja trotz allem noch durch ein soziales Netz abgemildert werden, welches in China nicht existiert bzw. gerade erst im Aufbau ist.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.
aquadraht
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Re: Abkehr von Ein-Kind Politik in China?

Beitrag von aquadraht »

ingo_001 hat geschrieben:..
Davon abgesehen, werden ja nach wie vor gerade in den ländlichen Gebieten die Gesetze vorsätzlich gebrochen..
Nicht nur da. Ich weiss, dass Du das auch weisst, daher erspare ich mir Sarkasmen, aber in China werden Gesetze stets erst einmal missachtet, wenn keiner danebensteht, der auf ihrer Einhaltung besteht. Und viele Gesetze werden besonders strikt und abschreckend abgefasst, damit sich am Ende wenigstens ein wenig daran gehalten wird.

Das ist generell ein Problem der Rechtskultur in China, ähnlich wie die nur auf dem Papier stehende Zentralisierung. Da ist zum einen eine striktere Verrechtlichung von oben nötig, dass sich also der Staat und seine Vertreter, auch die Chengguan, als erste und am striktesten an die Gesetze halten (bis dahin ist noch ein weiter Weg), aber auch, dass die Staatsbürger sich weniger aufführen wie Kinder, die sich nur an die Regeln halten, wenn ein Erwachsener, Jingcha, Chengguan oder mindestens Freiwilliger, in der Nähe ist. Das ist nicht anders als mit den verbreiteten Klagen über die Korruption, aber wenige verzichten freiwillig auf die Annehmlichkeiten eines wohlgepflegten Netzes von Guanxi.

Ohne diese Modernisierungsdefizite hätte man die Geburtenkontrollpolitik gewiss mit viel weniger Hässlichkeiten durchführen können. Ganz ohne Härten wäre es aber nicht abgegangen. Und ich bleibe dabei, dass die Schattenseiten Zuständen wie in Indien gegenüber stark in den Hintergrund treten.

a^2
wuseltiger
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Re: Abkehr von Ein-Kind Politik in China?

Beitrag von wuseltiger »

Klasse. wo um alles in der Welt findet man 5 Jahre alte Threads???

Die dazu noch zweieinhalb tausend klicks, bei nur 6 Beiträgen haben?

Aber die 1-Kind Politik ist schon ein spannendes Thema.. Wie so vieles in der Welt lediglich eine Frage des Geldes.. Wer sich die paar tausend Yuan Strafe leisten kann (sind nur ein paar hundert Euro), kann auch mehrere Kinder haben. Ich kenne einige Eltern (und deren Kinder) mit mehreren Kindern, die nach 79 geboren sind..
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