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Soziale Arbeiten oder Leben im Tempel in China

Verfasst: 28.05.2009, 17:03
von thore
Hallo,

ich hab lange nichts von mir hören lassen. Deswegen zu vorab zu mir:
Ich bin männlich, 19 Jahre alt und habe grade Abitur gemacht. Zwar bekomme ich die endgültigen Ergebnisse erst am 8Juni, aber es lässt sich sagen: Alles lief top.

In den letzten Sommerferien habe ich bei einer Gastfamilie in Beijing gelebt. Ich fand vor dem Sommer 2008 China ganz cool. Seit meiner Reise, bin ich einfach nur verliebt in das Land.

Im Sommer werde ich wieder dort hinfahren und ein unbefristetes Praktikum in Beijing beginnen. Leider ist mein eigentlicher Praktikums-Platz, in einer Englisch-Schule, in letzter Sekunde geplatzt. Deswegen komme ich jetzt in ein Wirtschafts-Unternehmen.
Das ist allerdings eigentlich nicht das, was ich machen will, und deswegen bin ich im Moment auf der Suche nach einem Platz für mich, bei dem ich helfen kann, die WElt ein Stückchen besser zu machen.

Habt ihr da eventuell ein paar Anlaufstellen für mich? Es muss sich alles nicht in Beijing abspielen. Inlandsflüge sind ja verhältnismäßig billig und es geht mir darum China und nicht Peking kennen zu lernen.

Meine Sprachkenntnisse sind mies. Allerdings werde ich vor Ort erstmal durchgehend Unterricht haben, sodass ich die basics auf jeden Fall lernen werde.

Ich habe mir, sollte ich nichts passendes finden, überlegt, in ein Shaolin-Kloster zu gehen. Allerdings möchte ich nicht ein paar Touristen-Guides gegenüberstehen, sondern wirklich etwas über die Lebensweise eines Mönches erfahren und versuchen mich selbst darin einzufinden.
Ich gebe zu, ich bin nicht der Kloster-Experte. Wenn ihr also neben den super bekannten Shaolin-Klöstern noch ein paar andere, richtig geile parat habt, dann immer her damit.

Natürlich gilt: Wenn ihr generell noch ein paar Denkanstöße oder Ideen für meinen Aufenthalt habt, dann tut euch bitte keinen Zwang an und postet sie.

Ich freue mich auf eure Antworten!

Schöne Grüße
Thore

Re: Soziale Arbeiten oder Leben im Tempel in China

Verfasst: 28.05.2009, 17:11
von andy
Ich halte es für ziehmlich unvorteilhaft seine Zeit in irgendeinem Kloster zu verbingen, mag es noch so Interessant sein.
Wenn du eh mit Abitur fertig bist, warum verbringst du nicht ein Freiwilliges Soziales Jahr in China und lässt dir das gleich als Zivi Zeit anrechnen?

Re: Soziale Arbeiten oder Leben im Tempel in China

Verfasst: 28.05.2009, 17:14
von die_manu
Wie du dir das in dem Kloster so genau vorgestellst, hab ich zwar nicht so richtig verstanden, aber vielleicht schaust du einfach mal hier. Du könntest doch einen Freiwilligendienst über Weltwärts machen. Bei einem anerkannten Projekt werden 75% deiner Kosten erstattet. Zudem werden manche Projekte als Zivilersatzdienst anerkannt, wenn du nicht zur Bundeswehr möchtest.

Re: Soziale Arbeiten oder Leben im Tempel in China

Verfasst: 28.05.2009, 17:14
von corneta
Nur ne Idee.

Re: Soziale Arbeiten oder Leben im Tempel in China

Verfasst: 28.05.2009, 17:38
von thore
Ihr habt recht, wenn ihr sagt, dass ich am besten ein FSJ machen sollte. Dast ist sicherlich die beste Idee!
Allerdings hatte ich ja, bis vor wenigen Wochen, als das Waisenhaus kurzfristig abgesagt hat, noch einen Platz. Und jetzt sind die Plätze bei weltwärts leider weg. Ich habe da schon so ziemlich alles durchforstet... und ein Jahr warten? Niemals!

Bei RealGap hat ein Freund von mir echt schreckliche Erfahrungen gemacht. Das würde ich eher ungern machen!


Danke und Grüße
Thore

Re: Soziale Arbeiten oder Leben im Tempel in China

Verfasst: 28.05.2009, 17:57
von corneta
thore hat geschrieben:Bei RealGap hat ein Freund von mir echt schreckliche Erfahrungen gemacht. Das würde ich eher ungern machen!
Oh, das wusste ich nicht, ich bin mal auf die Seite gestoßen, als ich nach Individualurlaub gesucht habe. Persönliche Erfahrungen kann ich nicht beisteuern.

Re: Soziale Arbeiten oder Leben im Tempel in China

Verfasst: 28.05.2009, 18:39
von Laogai
thore hat geschrieben:Ich habe mir, sollte ich nichts passendes finden, überlegt, in ein Shaolin-Kloster zu gehen. Allerdings möchte ich nicht ein paar Touristen-Guides gegenüberstehen, sondern wirklich etwas über die Lebensweise eines Mönches erfahren und versuchen mich selbst darin einzufinden.
Ich gebe zu, ich bin nicht der Kloster-Experte. Wenn ihr also neben den super bekannten Shaolin-Klöstern noch ein paar andere, richtig geile parat habt, dann immer her damit.
Hier in Sichuan gibt es ein paar echt krasse Klöster. Voll abgefahren! Die nehmen sogar -gegen einen kleinen Obolus- ausländische Novizen an. Ob daoistisch oder buddhistisch kannste dir selbst aussuchen.

Die Unterkunft als spartanisch zu bezeichnen wäre noch übertrieben. Sag good buy zu fließendem oder gar heißem Wasser!
Um 4:30 Uhr ist Aufstehen angesagt, denn um fünf Uhr trifft man sich, um die ersten Texte zu rezitieren. Um sechs Uhr gibt es Frühstück. Wässrige Reissuppe mit eingelegtem Gemüse. Die anderen Mahlzeiten sind nicht minder schmackhaft. Bei den Daoisten besteht sogar die Möglichkeit, ab und zu etwas Fleisch zu erhalten....

Soll ich weiter beschreiben?

Egal, spätestens nach drei Tagen ist Schluss mit der Shaolin-Romantik.

Re: Soziale Arbeiten oder Leben im Tempel in China

Verfasst: 28.05.2009, 18:56
von bossel
laogai hat geschrieben:Wässrige Reissuppe mit eingelegtem Gemüse.
Es geht ihm doch darum, die Welt zu verbessern. Da kann dies sowieso nur ein Anfang sein.

Re: Soziale Arbeiten oder Leben im Tempel in China

Verfasst: 31.05.2009, 16:39
von thore
corneta hat geschrieben:Oh, das wusste ich nicht, ich bin mal auf die Seite gestoßen, als ich nach Individualurlaub gesucht habe. Persönliche Erfahrungen kann ich nicht beisteuern.
Klar wusstest du das nicht... deswegen auch danke für den Tip. Im Internet finden sich auch unzählige positiv Berichte.
laogai hat geschrieben:Hier in Sichuan gibt es ein paar echt krasse Klöster...
Ich weiß, das hört sich etwas jugendlich-naiv an, aber genau sowas suche ich. Es gibt unzählige Menschen, die so leben - freiwillig und dauerhaft. Irgendwas muss dran sein... Wenn es unendlich schrecklich ist, kann ich nach drei Wochen immer noch weg.
Und du meinst, dass es machbar ist, dass ich da mal anklopfe und frage, ob ich mit ihnen leben kann?
bossel hat geschrieben:Es geht ihm doch darum, die Welt zu verbessern. Da kann dies sowieso nur ein Anfang sein.
Ich denke, dass man die Welt kennen muss, um sie zu verbessern. Wässrige Reissuppe ist da doch schon mal ein Anfang ;)


Vielen Dank für eure Hinweise.

Re: Soziale Arbeiten oder Leben im Tempel in China

Verfasst: 31.05.2009, 16:48
von andy
thore hat geschrieben:Es gibt unzählige Menschen, die so leben - freiwillig und dauerhaft. Irgendwas muss dran sein... Wenn es unendlich schrecklich ist, kann ich nach drei Wochen immer noch weg.
Das hat mehrere Hintergründe, einer sicherlich weil die meisten dort Einfach Arm sind ( Ich bezweifle das die meisten dort Leben weil "da irgendwas dran ist", auch wenn Sie es selber sagen und wohlmöglich noch glauben ).
Da Leben in Lehre wahrscheinlich besser als den ganzen Tag auf dem Acker zu schuften.
Sicherlich wirst du genau das selbe machen können wie die Mönche selbst, nachempfinden wirst du es allerdings nicht können, du hast ja immer noch die Rückfahrkarte nach Mama ( wie Du es selbst sagst ).
Die Leute die dort Leben haben keine Fahrkarte in ein besseres Leben.
thore hat geschrieben: Und du meinst, dass es machbar ist, dass ich da mal anklopfe und frage, ob ich mit ihnen leben kann?
Naja soviel Ich weiß gibt es Kloster die auch Langnasen aufnehmen.
Ich bezweifle das, wenn du an ein x beliebiges Kloster klopfst, dort irgendwer Englisch oder Deutsch spricht ( dann hoffe ich das du etwas Chinesisch kannst ).
Wohlmöglich halten Sie dich noch für einen Aufdringlichen Touristen und wollen Nichts mit dir zutun haben :lol:

Wie gesagt, ich halte es für Zeit Verschwendung
Vorallem dann, wenn du dann nach DE zurückkehrst und noch deinen Zivi abarbeiten musst.
Und dann noch studieren?, da fliegen die Jahre nur so ins Land.
Ich würde an deiner Stelle zusehen das Ich aus die Pötte komme.

Re: Soziale Arbeiten oder Leben im Tempel in China

Verfasst: 31.05.2009, 17:20
von Laogai
thore hat geschrieben:Ich weiß, das hört sich etwas jugendlich-naiv an, aber genau sowas suche ich. Es gibt unzählige Menschen, die so leben - freiwillig und dauerhaft. Irgendwas muss dran sein... Wenn es unendlich schrecklich ist, kann ich nach drei Wochen immer noch weg.
Du meinst es also Ernst? Wie wäre es denn dann erstmal mit einem "Schnupperkurs"? Dazu musst du nicht gleich den Kopf kahl rasieren und die gelbe Kutte (so es ein buddhistisches Kloster ist) anlegen. Viele Klöster bieten Pilgerunterkünfte. Dort könntest du dich zunächst für ein paar Tage einquartieren und so einen Eindruck vom Klosterleben bekommen, ohne es selbst leben zu müssen. Sollte es dir dann noch immer gefallen kannst du ja den Abt fragen, ob er dich als Novize aufnimmt.

Dabei darfst du natürlich nicht vergessen, dass man in erster Linie aus religösen Gründen als Mönch in ein Kloster geht (mal von den tibetischen Klöstern abgesehen, dorthin wird man -traditionell- geschickt, um Bildung zu erhalten). Mönch sein ist geil reicht als Grund nicht aus!

Re: Soziale Arbeiten oder Leben im Tempel in China

Verfasst: 03.07.2009, 12:35
von Tesssoro
versuch es mal damit. Da müssten auch ein Paar Tempel in der Datenbank sein...
Ich plane mit dem Verein nach Japan zu gehen...
http://www.wwoofchina.org/main/index.php

viel Glück!

Re: Soziale Arbeiten oder Leben im Tempel in China

Verfasst: 28.08.2011, 12:24
von anni
ich würde auch sooo gerne ein FSJ in China machen und insbesodnere in einem Temepl.

Hat denn da schon jemand Erfahrungen??