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Währungskonto ?

Verfasst: 13.08.2011, 14:07
von freewilly
Hallo an das Forum.

Ich bin hier neu und beschäftige mich mit dem Thema zukünftige Zahlungsabwicklung nach China und bin so auf dieses Forum gestossen.

Wenn möglich würde ich gerne Eure Meinung oder Einschätzung wissen ob neue Weichenstellungen in unserer aktuellen Art der Bezahlung empfehlenswert sind, zumindest auf lange Sicht. Ich hoffe so einen besseren Überblick über Sinn und Unsinn zu finden.

Wir importieren bereits viele Jahren Waren aus China (Kontainermengen). Diese werden uns in USD in Rechnung gestellt. Bodenständig weisen wir diese über unsere lokale RFB Hausbank an.

Da unsere Lieferanten für Ihre USD immer weniger RMB bekommen, weinen die uns immer mehr vor um an der Preisschraube zu drehen. Das sollte hier keine News sein und ist leider nicht aus der Luft gegriffen und rückläufige Tendenzen sind nicht zu erkennen.

Es liegt nahe über Verbesserungen nachzudenken und sich über einen RMB Konto in China Gedanken zu machen. Aber als "Mittelständler" ist das ein Thema wo sich Pro & Contra nicht mit kurzfristiger Information erschliessen. Ferner haben wir noch kein Auslands- bzw. Fremdwährungskonto und allgemein stellt sich mir da schon die steuerliche Frage und auch ob ein Wohnsitz oder nationale Postanschrift notwendig ist?

Vereinzelt habe ich schon Informationsbrocken rausgelesen. Rüberfliegen, Visum, vor Ort Konto bei HSBC eröffnen bereiten mir keine Kopfschmerzen. Nur Sinn und Unsinn ist unklar und evtl. hat hier jemand etwas mehr Überlick als ich :cry:

Re: Währungskonto ?

Verfasst: 20.08.2011, 21:09
von freewilly
Hatte die Hoffnung auf eine Reaktion auf meinen Beitrag schon aufgegeben. :)

Da ich als Forumsneuling nicht auf PN antworten kann, möchte ich mich zumindest so bei HuángMāo bedanken. Das es 3 Filalen in Deutschland der Bank of China gibt, welche auch von hier ein RMB Konto führen können, wusste ich nicht.

Re: Währungskonto ?

Verfasst: 20.08.2011, 21:24
von HuángMāo
allerdings mit speziellen Bedingungen. Aber die wirst du dann erfahren, falls du dort ein Konto eröffnen willst 8)

Du bekommst bei denen sogar eine in Deutschland funktionierende ec-Karte.

Re: Währungskonto ?

Verfasst: 21.08.2011, 00:13
von Aremonus
Du bekommst bei denen sogar eine in Deutschland funktionierende ec-Karte.
Die bekommst Du auch, wenn Du normal bei der BOC in China ein Konto eröffnest und 10 Yuan für die Karte bezahlst. Ich habe nicht schlecht gestaunt, als ich hier in Europa tatsächlich mit der Karte bezahlen konnte.
Wie so oft bei der Bank of China ist das Sicherheitskonzept aber äusserst fraglich - ich musste zum Bezahlen eines Pullovers, welcher immerhin 80 Euro kostete (in Amsterdam), nicht einmal den Pin eingeben - eine einfache unterschrift hat gereicht.
Wenn möglich würde ich gerne Eure Meinung oder Einschätzung wissen ob neue Weichenstellungen in unserer aktuellen Art der Bezahlung empfehlenswert sind, zumindest auf lange Sicht. Ich hoffe so einen besseren Überblick über Sinn und Unsinn zu finden.
Wie wäre es, wenn ihr die Preise in Euro verhandeln würdet? Nur so ein Gedanke...

Das Problem ist nicht nur die Aufwertung des Yuans, sondern auch die in China steigenden Lohn- und Rohstoffkosten. Daher steht euer Lieferant auch immer unter mehr Preisdruck. Ein Entgegenkommen wird also, zumindest bis zu einem gewissen Grad, unausweichlich...

Re: Währungskonto ?

Verfasst: 21.08.2011, 00:53
von VielUnterwegs
Aremonus hat geschrieben:
Du bekommst bei denen sogar eine in Deutschland funktionierende ec-Karte.
Die bekommst Du auch, wenn Du normal bei der BOC in China ein Konto eröffnest und 10 Yuan für die Karte bezahlst. Ich habe nicht schlecht gestaunt, als ich hier in Europa tatsächlich mit der Karte bezahlen konnte.
Wie so oft bei der Bank of China ist das Sicherheitskonzept aber äusserst fraglich - ich musste zum Bezahlen eines Pullovers, welcher immerhin 80 Euro kostete (in Amsterdam), nicht einmal den Pin eingeben - eine einfache unterschrift hat gereicht.
Genau das gleiche Konzept wie weltweit bei Visa, Mastercard, American Express, usw eben. Oder wie bei einer Lastschrift in Deutschland mit "EC" Karte. ;-)

Re: Währungskonto ?

Verfasst: 21.08.2011, 02:32
von HK_Yan
Deine fixe Idee hat einen dramatischen Gedankenfehler. Auch wenn du in RMB zahlen würdest dann würde es immer teurer werden da China nunmal eine sehr hohe Inflation hat. Und selbst wenn das Produkt preisgleich bliebe dann müsstest du ja trotzdem RMB kaufen, welche auch immer teurer werden.

Es bleibt also Jacke wie Hose.

PS: Hat der Frager die Stelle gelöscht wo er nach EC Karten fragt?

Re: Währungskonto ?

Verfasst: 21.08.2011, 02:51
von Andy_yi
VielUnterwegs hat geschrieben:
Aremonus hat geschrieben:
Du bekommst bei denen sogar eine in Deutschland funktionierende ec-Karte.
Die bekommst Du auch, wenn Du normal bei der BOC in China ein Konto eröffnest und 10 Yuan für die Karte bezahlst. Ich habe nicht schlecht gestaunt, als ich hier in Europa tatsächlich mit der Karte bezahlen konnte.
Wie so oft bei der Bank of China ist das Sicherheitskonzept aber äusserst fraglich - ich musste zum Bezahlen eines Pullovers, welcher immerhin 80 Euro kostete (in Amsterdam), nicht einmal den Pin eingeben - eine einfache unterschrift hat gereicht.
Genau das gleiche Konzept wie weltweit bei Visa, Mastercard, American Express, usw eben. Oder wie bei einer Lastschrift in Deutschland mit "EC" Karte. ;-)
Richtig. Wenn man einen PIN haben will, muss man den sich extra einrichten lassen. Das geht auch bei den Bankkarten der BOC.

Re: Währungskonto ?

Verfasst: 21.08.2011, 03:17
von de guo xiong
Andy_yi hat geschrieben:Richtig. Wenn man einen PIN haben will, muss man den sich extra einrichten lassen. Das geht auch bei den Bankkarten der BOC.
hmm hattest Du schon einmal eine Bankkarte bei einer chinesischen Bank? Dann solltest Du eigentlich wissen, dass es die PIN gleich dazu gibt, diese wird nämlich normalerweise (immer?) auch benötigt, wenn Du in China mit Karte bezahlst.

de guo xiong, der bei deutschen Kreditkarten auch die PIN ohne Antrag bekommen hat

Re: Währungskonto ?

Verfasst: 21.08.2011, 03:53
von happyfuture
Aremonus hat geschrieben:Wie so oft bei der Bank of China ist das Sicherheitskonzept aber äusserst fraglich - ich musste zum Bezahlen eines Pullovers, welcher immerhin 80 Euro kostete (in Amsterdam), nicht einmal den Pin eingeben - eine einfache unterschrift hat gereicht.
wie so oft? Was meinst Du mit "fraglichem Sicherheitskonzept"? :roll:

Schon mal darüber nachgedacht, dass die von Dir genannte "Sicherheitslücke" möglicherweise in Amsterdam liegt??? :!:

generell gibt es keine EC-Karten in China, "nur" ATM Karten. Das UnionPay System aus China findet weltweit immer mehr Akzeptanz, ähnlich wie bei MAESTRO. Kreditkarten ist wieder eine andere Baustelle ...

Ich finde CN-ATM-Karten wesentlich sicherer als Deutsche EC-Karten: Kein Name drauf, i.d.R. immer PIN bei Zahlungen erforderlich, in China meist zusätzlich Unterschrift erforderlich. Besser geht es kaum ...

Generell verstehe ich den Fragesteller nicht ganz, oder warum will er unbedingt mehr bezahlen? Auf den möglichen Gedankenfehler wurde ja schon hingewiesen.

Re: Währungskonto ?

Verfasst: 21.08.2011, 04:44
von Andy_yi
de guo xiong hat geschrieben:
Andy_yi hat geschrieben:Richtig. Wenn man einen PIN haben will, muss man den sich extra einrichten lassen. Das geht auch bei den Bankkarten der BOC.
hmm hattest Du schon einmal eine Bankkarte bei einer chinesischen Bank? Dann solltest Du eigentlich wissen, dass es die PIN gleich dazu gibt, diese wird nämlich normalerweise (immer?) auch benötigt, wenn Du in China mit Karte bezahlst.

de guo xiong, der bei deutschen Kreditkarten auch die PIN ohne Antrag bekommen hat
Ich habe vor zwei Wochen ein Konto mit meiner Freundin eröffnet und ich wurde gefragt, ob ich einen PIN haben möchte ( ist sicherlich auch von Bank zu Bank verschieden ). Das war bei der "ping an" Bank, mit der Bankkarte dort kann man in ganz China bei fast allen Banken kostenlos Geld abheben. Sehr bequem. Bei der Volksbank in DE habe ich auch eine Visa- und Mastercard ohne PIN.

Re: Währungskonto ?

Verfasst: 21.08.2011, 04:54
von happyfuture
Andy_yi hat geschrieben:Ich habe vor zwei Wochen ein Konto mit meiner Freundin eröffnet und ich wurde gefragt, ob ich einen PIN haben möchte ( ist sicherlich auch von Bank zu Bank verschieden ). Das war bei der "ping an" Bank, mit der Bankkarte dort kann man in ganz China bei fast allen Banken kostenlos Geld abheben.
ohne PIN? Musst Du dann am Schalter Geld holen gehen oder wie funktioniert das?

Re: Währungskonto ?

Verfasst: 21.08.2011, 05:38
von Andy_yi
happyfuture hat geschrieben:
Andy_yi hat geschrieben:Ich habe vor zwei Wochen ein Konto mit meiner Freundin eröffnet und ich wurde gefragt, ob ich einen PIN haben möchte ( ist sicherlich auch von Bank zu Bank verschieden ). Das war bei der "ping an" Bank, mit der Bankkarte dort kann man in ganz China bei fast allen Banken kostenlos Geld abheben.
ohne PIN? Musst Du dann am Schalter Geld holen gehen oder wie funktioniert das?
Ich habe mich falsch ausgedrückt, die Karte hat natürlich einen PIN um an ATM's Geld abzuheben. Einkäufe ( Supermarkt, Hotelzimmer usw. ) können ohne PIN getätigt werden, lediglich eine Unterschrift ist erforderlich. Ist also vom Verfahren her so ähnlich wie bei einer Kreditkarte. Wir haben das Konto hauptsächlich erstellt damit wir größere Geldmengen nicht quer durch China schleppen müssen.

Re: Währungskonto ?

Verfasst: 21.08.2011, 07:59
von Taiyang
happyfuture hat geschrieben:
Ich finde CN-ATM-Karten wesentlich sicherer als Deutsche EC-Karten: Kein Name drauf, i.d.R. immer PIN bei Zahlungen erforderlich, in China meist zusätzlich Unterschrift erforderlich. Besser geht es kaum ...

Naja..naaaja. Sicherer insofern dass die PIN 6-stellig ist und ein bisschen schwerer zu knacken ist. Da man aber bei einigen Banken die PIN sich selber ausdenken kann, ist das auch nicht unbedingt sicherer. Aber immer noch besser als in Japan, wo man seine selbstausgedachte PIN klar und deutlich auf den Antrag schreiben musste :roll:

Ohne Unterschrift konnte ich hier noch nirgends mit Karte(+PIN) zahlen. Da aber die Unterschrift auch nie jemand überprüfte (wie auch, die meisten Chinesen unterschreiben ja auch nicht auf der Rückseite der Karte), habe ich meine Einkäufe im Carrefour auch schon mit D.Hasselhoff unterzeichnet.

Re: Währungskonto ?

Verfasst: 21.08.2011, 10:56
von Aremonus
Richtig. Wenn man einen PIN haben will, muss man den sich extra einrichten lassen. Das geht auch bei den Bankkarten der BOC.
'ne PIN hab' ich ja, nur dass diese im Ausland nicht abgefragt wird.
wie so oft? Was meinst Du mit "fraglichem Sicherheitskonzept"?
Konkret beziehe ich mich hier aufs Ebanking. Seit Kurzem brauche ich nur noch username und passwort und schon habe ich Zugriff auf das Konto - ein EToken wird nicht mehr benötigt. Sehr leicht zu hacken...
Um eine Zahlung zu bestätigen, wird eine SMS auf das Handy gesendet - noch leichter zu hacken, da der GSM standard sehr schwach geschützt ist und es viele Programme gibt, um ihn zu entschlüsseln. Man muss also nur in derselben Mobilfunkzelle wie der Besitzer sein und schon hat man unbeschränkten Zugriff auf sein Anlagevermögen. Früher basierte das Ganze zumindest noch auf einem E-Token oder einer Streichkarte...

Inzwischen bieten sie aber den Gipfel: man authentifiziert sich mit einem USB-Stick - also einem Gerät, welches gleich mit dem Computer verbunden wird, sodass ganz sicher auch jeder, der möchte, über eine Malware darauf zugreifen kann. Dann muss man nicht einmal mehr in der Nähe des Opfers sein, sondern nur einen Trojaner in sein System einschleusen (z.B. über QQ oder so).
Schon mal darüber nachgedacht, dass die von Dir genannte "Sicherheitslücke" möglicherweise in Amsterdam liegt??? :!:
Die Sicherheitsrichtlinien werden von den Banken herausgegeben. Wenn die BOC sagt: "ohne Pin gibts kein Geld" wird jeder Laden den Pin verlangen.
Bei meinen Kreditkarten kann ich natürlich Beträge bis CHF 40.- ohne PIN bezahlen, aber nicht wie bei meiner BOC Karte bis zu CNY 50.000 pro Tag. Das sind schon andere Grössenordnungen...

Bei Wangfujing und vielen anderen guten chinesischen Malls verlangen die sowohl Unterschrift wie auch Pin - das finde ich sehr vernünftig. Ich habe aufgehört, in China in Läden, die nicht so seriös arbeiten, mit Karte zu bezahlen.
Das UnionPay System aus China findet weltweit immer mehr Akzeptanz
Der Trend hat sich wieder gewendet. Denn Master & Visa Card verbieten nicht-chinesischen Banken, sowohl ihre Karten wie auch UnionPay zu akzeptieren. Bei Zuwiderhandlung droht eine Geldstrafe (oder die Kündigung des Vertrags). Daher fahren die meisten chinesischen Banken doppelspurig über UnionPay innerhalb Chinas und Maestro- oder Kreditkarten ausserhalb.
Ich finde CN-ATM-Karten wesentlich sicherer als Deutsche EC-Karten: Kein Name drauf, i.d.R. immer PIN bei Zahlungen erforderlich, in China meist zusätzlich Unterschrift erforderlich. Besser geht es kaum ...
Der Name ermöglicht aber im Zweifelsfall die Authentifizierung via ID-Karte. Ich kenn die deutschen Zahlungsmodalitäten nicht, aber mit schweizerischen Karten sind immer PINs erforderlich - sowohl bei Maestro wie auch bei Kreditkarten (ausser bei kleinen Beträgen - und die können dann sogar über RFID beglichen werden).
Gerade in China finde ich es höchst fraglich, nur die Unterschrift zu verlangen - denn das Rechtssystem ist so ineffizient, dass man wohl kaum fälschlich abgezogenes Geld zurückfordern kann. Und die Betrugsfälle sind zahlreich...
Daher würde ich in Chin anie an einem Ort die Karte einsetzen, der nicht höchst Vertrauenswürdig ist (und das sind eigentlich nur bekannte Malls) - lieber am ATM das Geld holen und Bar bezahlen.

Re: Währungskonto ?

Verfasst: 21.08.2011, 13:21
von VielUnterwegs
happyfuture hat geschrieben: Ich finde CN-ATM-Karten wesentlich sicherer als Deutsche EC-Karten: Kein Name drauf, i.d.R. immer PIN bei Zahlungen erforderlich, in China meist zusätzlich Unterschrift erforderlich. Besser geht es kaum ...
Das PIN und Unterschrift benoetigt werden sichert das ganze wirklich ab, allerdings vergleicht in China leider kaum einer die Unterschrift. Meine Freundin geht oft mit meiner EC Karte in den Supermarkt und unterschreibt dann mit chinesischen Schriftzeichen, wobei meine Unterschrift auf der Karte mit lateinischen Zeichen ist. Das hebelt die zusaetzliche Sicherheit leider aus. Zum Thema Sicherheit der Karte an sich, muss ich dir leider widersprechen. Union Pay Karten haben lediglich einen Magnetstreifen, der sich sehr einfach und schnell kopieren laesst. Der Chip von Maestro/Visa/usw. Karten dagegen laesst sich nicht so einfach kopieren, weswegen ja nun auch der Magentstreifen von diesen Karten verschwinden wird. Dann wird diese Kartenkopiererei auch erstmal aufhoeren, wobei es bei Union Pay Karten munter weitergehen wird.