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 Betreff des Beitrags: Proteste in Taiwan
BeitragVerfasst: 18.09.2006, 08:21 
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Auch wenn es einige vielleicht nicht mehr lesen können oder wollen, aber aus aktuellem Anlass hier mal ein Artikel über die Möglichkeiten freier Meinungsäußerung in Taiwan.

http://www.readers-edition.de/2006/09/1 ... uf-taiwan/

Bei ähnlichen Demonstrationen vor ein paar Monaten wurde die Berichterstattung chinesischer Medien ziemlich schnell wieder beendet, um die Zuschauer nicht "auf dumme Gedanken" kommen zu lassen, wäre überraschend, wenn es diesmal anders wäre.

Auf jeden Fall zolle ich der Regierung und den Behörden in Taiwan wieder mal meinen Respekt, dass so etwas überhaupt möglich ist. Ich hab es gestern selbst gesehen und kann bestätigen, dass es wirklich eher Volksfeststimmung ist und vor allem friedlich.

Als Sonntagsausflug mal eben gegen den Präsidenten demonstrieren.

In China irgendwann möglich??


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BeitragVerfasst: 23.09.2006, 21:07 
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Neuling

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Abend!

Wundert mich nicht das es in der Republik China möglich ist, ist halt eine Demokratie (seit den 80ern, zuvor Militärdikatur VR Chinas, diese hebte die (Demokratische-) Verfassung mit "Notstandklauseln" auf). ;)

Ich glaube auch die Festlandchinesen werden auf Dauer zur Demokratie finden, das werden wir aber alle nicht mehr erleben....

Auch der Militär-Putsch in Thailand verläuft bis jetzt ziemlich friedlich.

Greets:

MC Homer


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BeitragVerfasst: 23.09.2006, 21:21 
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MC_Homer hat geschrieben:
Abend!

Wundert mich nicht das es in der Republik China möglich ist, ist halt eine Demokratie (seit den 80ern, zuvor Militärdikatur VR Chinas, diese hebte die (Demokratische-) Verfassung mit "Notstandklauseln" auf). ;)

:shock: :shock:
Was meinst Du damit ???? Taiwan war nie "Militärdiktatur VR Chinas "



Zitat:
Ich glaube auch die Festlandchinesen werden auf Dauer zur Demokratie finden, das werden wir aber alle nicht mehr erleben....

Ich glaube nicht , daß das mal Wirklichkeit wird, denn die Vergangenheit hat gezeigt, das die Führungsclique der VR China nicht davor zurückschreckt, das Militär gnadenlos gegen seine eigene Bevölkerung durchgreifen zu lassen..

Zitat:
Auch der Militär-Putsch in Thailand verläuft bis jetzt ziemlich friedlich.


Du vergleichst Äpfel mit Birnen Was hat Thailand mit China zu tun ???? War Thailand denn je ein "sozialistischer" Staat mit einer Einheitspartei, die ihre Macht mit Panzern und Mord an der eigenen Bevölkerung verteidigt ??

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BeitragVerfasst: 23.09.2006, 21:37 
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Neuling

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Was meinst Du damit ???? Taiwan war nie "Militärdiktatur VR Chinas "

Stimmt. Es war keine Militärdikaktur VR Chinas. Habe mich vertan, sorry.... :oops:

Ich glaube nicht , daß das mal Wirklichkeit wird, denn die Vergangenheit hat gezeigt, das die Führungsclique der VR China nicht davor zurückschreckt, das Militär gnadenlos gegen seine eigene Bevölkerung durchgreifen zu lassen..

Na ja, darüber lässt sich streiten, ob es wirklich nie eine wird... ;)

Du vergleichst Äpfel mit Birnen Was hat Thailand mit China zu tun ???? War Thailand denn je ein "sozialistischer" Staat mit einer Einheitspartei, die ihre Macht mit Panzern und Mord an der eigenen Bevölkerung verteidigt ??

Ich hatte eher den Part friedlich, im Sinn.
Sowohl die Demonstration als auch der Putsch, lief/verläuft ja ziemlich friedlich.

Greets:
MC Homer


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BeitragVerfasst: 25.09.2006, 22:03 
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also zum topic:
es ist doch offensichtlich ,dass die prc sich immer mehr öffnet und mehr und mehr kapitalistischer wird. es ist eher eine nationalistische diktatur wie früher mal in roc. ich sehe in prc eigentlich kaum noch elemente einer kommunistische ideologie. es herscht dort eher purer kapitalismus wie in der industrialisierung in england 18/19.jh. es gibt immer mehr reiche und die werden auch mehr rechte verlangen.genauso sind viele studenten in ausland und sehen ja eine andere welt und werden wohl auch versuchen es nach china zu vermitteln.


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BeitragVerfasst: 25.09.2006, 22:13 
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Leider ist zu befürchten, dass sich auch in diesem riesigen Land China der Kapitalismus ähnlich wie in dem riesigen (unregierbaren) Russland durchsetzen wird, mit all seinen hässlichen Seiten wie Korruption, Prostitution, Drogen- und Menschenhandel, Mafia und Verarmung etc. ....
Das Vorgehen mit Militär gegen z.B. protestierende Studenten ist am Ende genau so sinnlos, wie all die Mauertoten in der DDR. Die Geschichte rollt über alle hinweg, in manchen Ländern früher, in anderen etwas später.

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BeitragVerfasst: 25.09.2006, 22:20 
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all diese hässliche seiten gibt es auch ohne kapitalismus,a ber das mit der gewalt hast du schonrecht...

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BeitragVerfasst: 25.09.2006, 22:58 
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Miefer hat geschrieben:
hi@all bin neu hier!
also zum topic:
es ist doch offensichtlich ,dass die prc sich immer mehr öffnet und mehr und mehr kapitalistischer wird. es ist eher eine nationalistische diktatur wie früher mal in roc. ich sehe in prc eigentlich kaum noch elemente einer kommunistische ideologie. es herscht dort eher purer kapitalismus wie in der industrialisierung in england 18/19.jh. es gibt immer mehr reiche und die werden auch mehr rechte verlangen.genauso sind viele studenten in ausland und sehen ja eine andere welt und werden wohl auch versuchen es nach china zu vermitteln.


Es geht hier ja nicht um den "Sozialismus" oder "Kapitalismus", sondern um "Diktatur" und "Demokratie "...
Ich kann nur wiederholen :

Die Machthaber in der VR werden sich weiterhin skrupellos der Armee bedienen, um an der ununschränkten Macht zu bleiben...
Die Reichen werden das Rückgrat der immer korrupter werdenden Machthaber bleiben,..denn wer macht sich freiwillig die Leute zum Feind, die einem erst durch Protektion und Stabilisierung der Ausbeutung der werktatigen Massen zu diesem Reichtum verholfen haben...?????
Außerdem ist es äußerst praktisch, die Armen des Landes mit Hilfe des totalitären Staates unter Kontrolle zu halten..


Notfalls wird die Herrscherclique der VR einen "vaterländischen Krieg "zur "Heimholung Taiwans ins Reich" lostreten, um an die "patriotischen " Gefühle der Chinesen zu appellieren.....und um von der Korruption und der eigenen Machtgeilheit abzulenken...

Ich halte es für vollständig ausgeschlossen, daß die Herrscherclique der VR China aus "Einsicht" oder auf Druck des Volkes freiwillig ihre Macht abgeben... sondern bis auf die letzte Patrone ihre Armee auf die eigene Bevölkerung hetzen.... :roll:

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BeitragVerfasst: 25.09.2006, 23:04 
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man darf aber nicht vergessen ,dass die armee aus den volk rekrutiert wird. den alten kaiserreich hätte man sonst auch nicht umstürzen können, wenn nicht teile der armee desertiert wäre und übergelaufen

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BeitragVerfasst: 25.09.2006, 23:10 
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Miefer hat geschrieben:
man darf aber nicht vergessen ,dass die armee aus den volk rekrutiert wird. den alten kaiserreich hätte man sonst auch nicht umstürzen können, wenn nicht teile der armee desertiert wäre und übergelaufen


im alten Kaiserreich war das was anderes...denn das Herrschervolk waren die Mandschus die als Besatzer empfunden wurden.

JETZT ein Angehöroger der Armee zu sein bedeutet etwas komplett anderes...besonders wenn man der Balujun八路军 angehört
Egal was die Führung befiehlt: die Armee "befreit" das Volk...notfalls vom Leben..
Ich glaube NICHT, daß sich Armee-Einheiten auf Seiten des Volkes schlagen...und gegen die totalitären Führer putschen......


Es wäre sehr interessant,was unsere chinesischen Forumsmitglieder dazu schreiben... :roll:

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BeitragVerfasst: 25.09.2006, 23:17 
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das mit den kaiserreich war ne schlechte beispiel,hab schon geahnt dass es nicht gut ist^^

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BeitragVerfasst: 25.09.2006, 23:58 
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Aber verstehe ich das richtig: Der Westen ist im Grunde mitschuldig an den Verhältnissen in China, weil er durch die wirtschaftlichen Beziehungen das System am Laufen hält?

Ja, mich würde auch die Meinung der chinesischen Teilnehmer zu diesem brisanten Thema interessieren.

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BeitragVerfasst: 26.09.2006, 00:02 
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klar ist das so,wenn usa sich nicht der prc angenähert hätte,wäre es wohl nicht so weitergegangen.obwohl wenn ich nordkorea sehe... da sind die verhältnisse ziemlich schlecht ohne ausländische einflüsse auf die wirtschaft außer china natürlich

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BeitragVerfasst: 28.09.2006, 13:30 
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Zitat:
Aber verstehe ich das richtig: Der Westen ist im Grunde mitschuldig an den Verhältnissen in China, weil er durch die wirtschaftlichen Beziehungen das System am Laufen hält?


Man könnte auch sagen, dass China das politische/wirtschaftliche System des Westens am Leben erhält.
Rohstoffe und ein schier unerschöpfliches Arbeiterheer machen China langfristig zur Fabrik der Welt. Wer nicht mitzieht und investiert, hat verloren.
Der Westen insgesammt müsste schon an einem Strang ziehen, damit sich etwas verändert.
Eine Veränderung des politisch-gesellschaftlichen Gefüges würde wohl am ehesten eintreten, wenn die Wirtschaftslokomotive unerwartet ins Stottern gerät. Aber das wäte auch nicht unbedingt eine positive Veränderung...

Zitat:
Ja, mich würde auch die Meinung der chinesischen Teilnehmer zu diesem brisanten Thema interessieren.


Chinesen bzw. Asiaten und politische Diskussionen sind nochmal ein ganz spezielles und brisantes Thema für sich. Wie war das nochmal mit dem Zerpflücken...


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BeitragVerfasst: 11.12.2006, 01:51 
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hallo Dennis,

in einer Kurznachricht bei Arcor.de ( meinem Provider) hatte ich gelesen, daß es in Taiwan Kommunalwahlen gegeben hatte, und der OB von Kaohsiung mit einer ganz knappen Mehrheit gewählt owrden sein soll..

Kannst Du da mal bitte kurz etwas dazu schreiben...und evtl eine Website von einer einigermaßen verläßlichen Quelle hereinstellen ?

Vielen Dank im Voraus ! !

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