Zu dem Bericht im Abendblatt bezüglich der Toten bei Protesten in Tibet:
Zitat:
Der exiltibetische Ministerpräsident Lobsang Sangay forderte die Weltgemeinschaft auf, in China zu intervenieren, „um weiteres Blutvergießen zu verhindern“.
Wie stellt er sich das vor? Sollen wir alle keine "Made in China" Produkte mehr kaufen? Sollen die amerikaner Truppen schicken? Das ist doch alles blabla was nichts bringt ausser Stimmungsmache...
Zitat:
Die Weltgemeinschaft dürfe sich nicht passiv verhalten.
Sinnvolle Vorschläge liefern sie leider nie...
Und wie passiv sich die Weltgemeinschaft verhalten kann zeigt ja z.B. Syrien wo seit Wochen auf Zivilisten wild geschossen wird und es tausende Tote gibt und trotz der Beobachter alle friedlich die Daumen drehen... Da interessieren die paar Toten (ja, jeder Tote ist einer zuviel) im Gebirge wohl kaum jemanden. Dort gibt es ja nichtmal Erdöl....
Im Abschnitt 1 sind es bis zu 11 Tote, dann sagen einem protibet Radiosender Bewohner es waren "sogar bis zu 5 Tote", bei der chinesischen Regierung war es 1 Toter und im nächsten Abschnitt wieder "drei bis sechs"....
Zitat:
„Tibeter müssen zuhause bleiben, während die chinesische Polizei auf jeden schießt, der sich auf die Straße wagt"
Ich glaube dann hätte es mehr Tote gegeben...
Zitat:
"Aufrührer hätten eine Polizeistation angegriffen und Polizisten mit Benzinflaschen, Messern und Steinen attackiert"
- Ich denke nicht, daß man da wirklich Leute gleich erschiessen muss. Aber was erwarten die Protestler? Das die Polizisten/Militärs eine Deeskalationstaktik durchführen wie bei unseren G9-Gipfeln wenn sie physisch angegriffen werden? Ich glaube es sollte inzwischen genug bekannt sein, daß die da nicht lange fackeln... und ein G9-Gipfel ist nach einer Woche vorbei.
Zitat:
als die Behörden mehrere Tibeter festgenommen hatten. Hintergrund waren Flugblätter, auf denen neue Selbstverbrennungen angekündigt worden waren, falls die chinesischen Behörden die Sorgen der Tibeter nicht ernst nehmen sollten.
Also für mich liest sich das, als ob di denen das Leben gerettet hätten, bevor die sich selbst anzündeln...
Und unsere lieben Politiker:
Zitat:
Friedliche Demonstrationen seien durch das Recht auf freie Meinungsäußerung geschützt. „Ich fordere die chinesische Regierung auf, dieses Recht zu respektieren und aktiv zu schützen“, sagte Löning.
Messer, Steine und Benzinbrandsätze zählen für mich nicht zum Recht der freien Meinungsäußerung.
Ja, die chinesische Regierung macht mit ihrer Tibetpolitik teilweise richtigen Mist den man nicht einfach tolerieren sollte aber diese Stimmungsmache regt mich manchmal wirklich auf... Das ist wie mit den 2 Uiguren die nach dem Freitagsgebet erschossen wurden, das las man in der Presse. Das sie aber mit Schwertern auf Polizeibeamte losgestürmt sind, las man erst viel später in einem National Geographicbericht (die ja nicht unbedingt Pro-China eingestellt sind).
Edit: Danke an Babs für den 2ten Artikel der zeigt, das die westliche Presse durchaus auch anders ,wenn auch verhalten, kann...
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Unser kleiner Engel Leomie * 2005 † 31.03.10
