Kinder lernen von Geburt an die Sprache. Schon direkt nach der Geburt bzw. im Verlauf der ersten Monate differenzieren sie gewisse Betonungen, Tempowechsel, Melodien, Rhythmen, ... Dies geht dann in die Identifikation und Unterscheidung von Sprachlauten über. Dies funktioniert auch bei verschiedenen Sprechern und in verschiedenen Sprachen.Skorpid hat geschrieben:Gibt's hier denn schon ein sinnvolles Thema zu: Mama chinesisch/deutsch, Papa nur deutsch? Ich weiss nicht, wie das werden soll, wenn meine Frau mit einem hypothetischen Kind auf chinesisch redet und mir hinterher auf Deutsch erklären muss, was sie gesagt hat. Ich befürchte damit das Kind total durcheinander zu bringen, wenn die Mama zwei Sprachen im Wechsel spricht. (Bin eine Sprachniete und hab daher noch kein erwähnenswertes Chinesisch trotz diverser Lernmethoden auf die Reihe gebracht)
Wenn ihr also zuhause 3 Sprachen sprecht (Vater mit dem Kind deutsch, Mutter mit dem Kind chinesisch, Mutter mit Vater englisch), lernt das Kind von Anfang an zu unterscheiden, in welcher Situation welche Sprache angebracht ist.
Der Vorteil dieser Form des Sprachen lernen: Das Kind lernt alle drei Sprachen linkshemisphärisch. Dort sitzt das Sprachzentrum. Wird vor dem 4. Lebensjahr die Zweit- bzw Drittsprache gelernt, kann das Kind später beide bzw alle drei Sprachen grammatikalisch perfekt sprechen. Später sinkt diese Fähigkeit. Wer nach dem 10. Lebensjahr die Zweitsprache lernt, wird sie nie mehr 100%ig beherrschen können. Der Grund liegt darin, da die zweite Sprache dann nicht mehr linkshemisphärisch gelernt wird.
Hat man aber wie im obigen Beispiel die Sprachen schon in den ersten Lebensjahren gelernt, lernt man die dritte, vierte, fünfte, ... Sprache auch leichter (linkshemisphärisch).
Von Manfred Spitzer finden sich im Internet Vorträge, die sich teilweise mit dem Thema beschäftigen. Allerdings auf You tube.
