Tibet lassen wir mal zur Seite. Ich bin Österreicher und habe bei Österreichern/Deutschen das Gefühl, wenn ich da a. sage verstehen die b.

Hängt halt mit den erlernten Schablonen zusammen, aus diesen auszubrechen ist halt sehr schwer. Da wird soviel falsch heruminterpretiert und Schlüsse gezogen, dass ich mir oft auf den Kopf greifen muss. Ist aber natürlich andersrum genauso. Will jetzt nicht die Deutschen als dämmlich hinstellen - verweise hier auf die Schablonen die jeder Mensch im Kopf hat.
Was den Badmintonvorfall betrifft - ich kenne weder die Frau, noch war ich bei der Situation dabei noch kann ich Gedankenlesen
Ich kann dir eine Erklärung geben - aber vom individuellen Faktor hängt soviel ab, dass diese hier auch komplett falsch sein kann.
Chinesen zeigen Respekt/Höflichkeit gegenüber Personen die in ihrem Netzwerk sind. Also (Groß) Familie, Freunde, Kollegen, Lehrer etc. Der Leiter dürfte für sie ein Fremder gewesen sein. Da er für sie ein Fremder war, muss sie sich auch nicht "unterordnen".
Was auch noch sein kann, ist, dass sie Kundin ist (also dafür zahlt und vielleicht selber ein hohes Tier ist oder mit einem hohen Tier verbandelt ist (Netzwerk)) dann lässt sie sich erst recht nichts von einem Angestellten/Dienstleister gefallen.
Was mir immer wieder bei Deutschen auffällt, ist eine Art "Kundenunterwürfigkeit". Ala die Angestellten sind ja auch nur Menschen und machen ihren Job...
Da kann die Kassiererin beim Aldi schlecht aufgelegt sein und unfreundlich herumpöbeln - die deutschen Kunden machen den Mund zu und regen sich nicht einmal auf. So etwas ist für Chinesen wirklich ein sehr exotisches und irritierendes Verhalten. Hab da schon ein paar mal mit Chinesen und Koreanern darüber diskutiert. Die verstehen die Welt nicht mehr.
Und last but not least gerade chinesische Mädels können sehr aufdrehen, wenn es darum geht ihren Willen umzusetzen. Sind da meiner Meinung nach viel schärfer als Chinesen. Beobachte einmal wenn eine Gruppe in ein Restaurant geht. Da maschieren die Mädels auf und ab und suchen den "besten" Sitzplatz heraus oder stehen auf und verlassen das Lokal wenn es die gewünschte Speise nicht gibt etc.
@ Ja und Nein - jetzt doch Tibet als Beispiel. Die Chinesen nehmen unser Verhalten (oder das der westlichen Regierungen) als ziemlich falsch dar. Die ganze Zeit wird betont, dass die Zugehörigkeit von Tibet zu China nicht angezweifelt wird und kaum sind die Chinesen wieder weg, lassen sich unsere Politiker mit einer Free Tibet Flagge fotographieren und setzen sich für den Dalai Lama ein und unterstützen ihn auch noch finanziell.
Das eine sagen, aber genau das andere tun. Was solche Sachen betrifft, sind die Chinesen doch um einiges ehrlicher. Die reden da schon ziemlich Klartext.
Also umgekehrt läuft es genauso ab. Oder ein anderes Beispiel aus dem Alltag - Österreicher sagen oft für etwas zu und sagen ja sicher doch und dann melden sie sich einfach nicht mehr oder sagen kurzfristig dann ab (ist etwas dazwischen gekommen..., sind nicht mehr dazugekommen es zu erledigen, kann nicht wer anderer einspringen

)
Bei chinesischen Freunden kann ich mich eigentlich immer verlassen. Was das "nein" sagen betrifft - sie sagen es mehr durch die "Blume". Aber das kann man etwas Übung dann schon herauslesen. Bei Österreichern bin ich inzwischen so weit, dass ich es erst glaube, wenn es eingetroffen ist.