wuseltiger hat geschrieben:
Ich verstehe die Geschichte nicht ganz. Wieso müssen Frauen die noch keine Kinder haben zum Schwangerschaftstest? Würde das nicht mehr Sinn machen bei denen die schon ein Kind haben?
Wenn ich es richtig verstanden habe, hat Attilas Frau bereits ein Kind, oder?
Bernhard hat geschrieben:
Edit:
Ich versteh sowieso nicht, warum sie so einen Aufriss macht. Wenn Attilas Frau nicht mehr in diesem Bezirk (resp. "Abschnitt") gemeldet ist, kann es ihr eh egal sein. Erst recht, wenn gar nicht sicher (oder eher unwahrscheinlich) ist, ob die Kinder chinesische Staatsbürger sein werden.
Natürlich ist sie noch in dem Bezirk gemeldet. Nur weil man China inzwischen verlassen hat, bedeutet ja nicht automatisch, dass man nicht in der alten Wohnsitz gemeldet ist. Dazu müsste man sich eigentlich offiziell abmelden, genau wie hier in Deutschland. Solange das nicht passiert ist, ist das Huko weiterhin da, auch wenn die Person im Moment nicht anwesent ist. Und ein neues Kind, wenn eins hinzukommt, automatisch die deutsche Staatsbürgerschaft bekommt, kann niemand dort wissen. Also ist die ABV zumindest theoretisch weiterhin für Attilas Frau zuständig, solange sie noch chinesische Staatsbürgerin ist und weiterhin in ihrem Heimatort gemeldet ist. Daher denke ich, ist das beste, wenn man mit der Frau redet und ihr klar macht, dass ein weiteres Kind sowieso Deutscher sein wird, wenn nötig eben auch mit Gesetzesbroschüre aus Deutschland inkl. Übersetzung usw.
Bernhard hat geschrieben:
laogai hat geschrieben:
Reichlich OT, aber auch dann hat es nichts mit "den Kommunisten" zu tun. Obrigkeitshörigkeit gibt es in allen staatlichen Systemen. Und darunter scheint die gute Frau zu "leiden"

reichlich OT, ok. Ich meine nur: So wie die Frau es handhabt, ist es wirklich nicht normal. Allerdings ist es sehr wohl so festgelegt, dass die Blockwartin ein Auge auf solche Sachen haben muss. Und ihre Befugnisse gehen dort weit, wenn es nötig ist.
Versuchmal Menschen mit Macht auszustatten, dass sie über andere entscheiden dürfen. Dann gibt es nicht nur die Obrigkeitshörigen, sondern auch die Sadisten. Das ganze hat in China nur so viel mit Kommunisten zu tun, dass dort die Rechtsstaatlichkeit fehlt.
Bernhard hat geschrieben:
Edit:
Ist ja auch nicht so wichtig. Wenn's zu sehr stört, nehme ich die "Kommunisten" zurück.
Mir geht's in erster Linie um Attilas arme Frau. Und um die Handhabung und Durchsetzung der Ein-Kind-Politik allgemein.
Das hat auch nicht so viel mit Kommunisten zu tun. Es ist eine ganz einfache Rechnung. Wenn China zu beginn der 80er Jahre keine radikale Geburtskontrolle eingeführt hätte, dann gäbe es jetzt doppel so viele Menschen in China als im Moment. Im Gegensatz zu Indien meinen die chinesischen Herrscher, dass sie diese Anzahl von Menschen nicht ernähren können. Dann gibt es Hungersnot und Instabilität mit der Herrschaft. Da es ein diktatorisches Land ist, wird das Ein-Kind-Politik auch mit diktatorische Methode durchgezogen. Das ist keine Erfindung von "Kommunisten", sondern war bereits während der gesamten chinesischen Geschichte so. Im Gegensatz dazu hat Indien ein demokratisches System und die Geburten werden nicht kontrolliert. In den nächsten 10 bis 30 Jahren wird Indien China als bevölkerungsreichstes Land auf der Welt ablösen. Da bleibt die Frage, welche Strategie die indische Regierung verfolgen wird, um keine Katastrophe wegen Hunger ausbrechen zu lassen.