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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
BeitragVerfasst: 31.10.2010, 04:36 
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beowulf hat geschrieben:
@Taugenix - Mit Mark Siemons bin ich nicht oft einer Meinung aber ab und zu bringt er auch gute Artikel heraus - z.B. hier einen älteren Artikel:

China und der Westen
Wie man einen Feind erzeugt:

http://www.faz.net/s/Rub99B474173E514ED ... ntent.html

und dann stürzt er ideologisch bedingt wieder vollkommen ab,

Hmm, es sollte jedem Leser bewusst sein, dass verschiedene Blätter verschieden politische Ideale vertreten, die FAZ natürlich nicht ausgenommen. Die Ideologie, die hier durchscheint, ist nicht die meine, aber ich will ja nicht nur Blätter lesen, die meine Ansicht bestätigen.

Zitat:

Mark Siemons kann im Gegensatz zu vielen anderen Journalisten gut schreiben und benützt sein Hirn. Er ist aber ein politischer Mensch - nona - und seine ideologische Orientierung schimmert stark beim Schreiben durch. Ist aber auch in Ordnung - besonders bei einem Kommentar.

Eben. Und er hat durchaus ein tieferes Verständnis für Zusammenhänge als viele anderen Schreiberlinge.

Zitat:
Weiters hat er ein gewisses Feingefühl und ist kein dumpfer Propagandist ala Bork. Daher reihe ich ihn auch nach Blume, Sieren als dritten von mir gern gelesenen Autoren ein.

Okay, aber warum kanzelst du die FAZ dann als banal und stumpf ab?!

Zitat:
Ist ähnlich wie bei Peter Foster von Telegraph. Kann man lesen, hat ab und zu gute Infos, seine Analysen greifen aber zu kurz.

Aber er zeigt mit seinen Recherchen, dass er gewillt ist, nicht bei "China = böse" stehen zu bleiben. Ich will ihn hier nicht 100%ig in Schutz nehmen (deine Argumente überzeugen), aber ich wollte klarmachen, dass man gerade solche Journalisten nicht verdammen sollte: ich empfinde die Artikel Siemmons immer wieder überraschend tiefgründig, wenn auch von einer Ideologie geprägt, die mir nicht behagt - und trotz einiger "Fehler" empfinde ich das Label "banal, stumpf" als falsch ;)

Gruß,
TaugeNix^sagt auch Danke an Laogai für die Link-Korrektur :)


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
BeitragVerfasst: 31.10.2010, 05:28 
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Zitat:
dass verschiedene Blätter verschieden politische Ideale vertreten, die FAZ natürlich nicht ausgenommen.


Wirklich? Mal abgesehen von vereinzelten Gastkommentaren und ein paar Journalisten die immer wieder versuchen gegen die Wellen anzuschwimmen, haben wir vor allem was die Auslandsberichterstattung betrifft, einen ziemlich gleich geschalteten Mainstream. Liegt natürlich zu einem gewissen Grade an der Natur des Menschen. Die eigene Gruppe (EU, USA) wird differenzierter betrachtet, die andere (Rest der Welt) undifferenziert und stark stereotypisierend. Hinzu kommt noch ein sehr geringes Wissen über diesen Rest der Welt, vor allem leider auch bei Journalisten, Editoren und Redakteuren, und ein nicht in Frage gestellter Ethnozentrismus. Weiters haltet sich eine Marktorientierte Presse natürlich gerne an leichten Formeln (am besten s/w) und starker Orientierung nach wir (die guten) und die anderen (die bösen, skurillen oder exotisch ansprechenden). Je qualitativ hochwertiger eine Zeitung ist, desto mehr geht das zugunsten einer differenzierteren Reportage zurück. Daher auch ein Unterschied zwischen Yellow Press und Qualitätsmedien. Leider gilt diese Formel aber nicht uneingeschränkt. Je weiter das Thema oder das Land, vom hiesigen Alltag entfernt ist, desto stärker nimmt dieser Unterschied ab. Gerade bei der China Berichterstattung gibt es zwar noch einen bemerkbaren, aber doch eher geringeren Unterschied zwischen Quality und Yellow Press.

Aber das sind jetzt keine rein westspezifischen Eigenheiten. Was aber bei der westlichen Berichterstattung noch hinzukommt sind zwei Faktoren. 1. Eine extreme Dominanz der paar Nachrichtenagenturen. Bei einem großteil der China Artikel ist es ziemlich egal ob man den Standard (österreichische "Qualitätszeitung"), FAZ oder Bild liest. Sind sowieso alle DPA oder Reuters. 2. ist unsere Presse noch vom kalten Krieg her stark ideologisch ausgeprägt. Gut - hier gibt es auch Überschneidungen mit dem Ethnozentrismus, aber die ständig wiederholten Phrasen und Argumente klingen schon wie aus einer Propagandavorschrift aus der Parteizentrale.

Der Weg raus und zu einer differenzierteren Berichterstattung wäre, mehr eigenen Journalismus zu betreiben und sich nicht mehr zu 90% auf die Nachrichtenagenturen zu verlassen und zweitens endlich einmal aus der ideologischen Ecke herauszukommen. Wird aber nicht passieren, da unsere Medien Marktorientiert sind.

Ok - ist ein wenig OT alles. Zurück zu Siemons. Bei Siemons kritisiere ich nicht das er einer Ideologie anhängt - Journalisten sind oft sehr politisch engagierte Menschen - sondern, dass er es zulässt das seine Ideologie den Blick auf die Realität verstellt. Er versucht es zu kontrollieren, aber manchmal gehen ihm die Pferde durch und wie bei dem Artikel über Liu Xiaobo, lässt er sich dann dazu hinreissen, nur das auf seinen Radar wahrzunehmen, was zu seiner Überzeugung passt. Wenn er zumindest die Kritiker von Liu Xiaobo kritisieren würde - aber nein, er nimmt sie nicht einmal wahr. Anders gesagt, er trägt auch ideologische Scheuklappen.

Blume hingegen ist auch ein politisch Denkender Mensch und ergo auch im gewissen Grad ein Ideologe, aber er ist einer der wenigen "Vollblutjournalisten". Von Blume hatte ich immer das Gefühl das er neugierig ist und ich merke auch die Begeisterung in seinen Artikeln. Er lässt sich also von seinen ideologischen Scheuklappen nicht einschränken. Was ihn natürlich nicht davon abhält, auch Blödsinn zu schreiben, aber man kann über die Jahre hinweg erkennen, wie er wächst und ein differenzierteres Wissen bekommen hat. Bei Siemons vermisse ich diesen Elan. Er hat ein tiefgründiges Verständnis und etwas in der Birne, aber irgendwie ist er stehen geblieben.

@FAZ

Als ich die FAZ angeführt habe, habe ich nicht explizit an Siemons gedacht. Ich hätte aber genausogut auch die Zeit oder die TAZ anführen können, obwohl Blume für diese schreibt. Warum? Weil sowohl Blume als auch Siemons nicht die einzigen Journalisten sind die für diese Zeitungen über China schreiben. Gerade bei derZeit war es leider so, dass ein Blume Artikel eher die Ausnahme als die Regel war. Bei der FAZ ist Siemons etwas stärker präsent, aber leider auch eher im reinen Kommentarbereich.


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
BeitragVerfasst: 31.10.2010, 15:53 
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beowulf hat geschrieben:
... Der Weg raus und zu einer differenzierteren Berichterstattung wäre, mehr eigenen Journalismus zu betreiben und sich nicht mehr zu 90% auf die Nachrichtenagenturen zu verlassen und zweitens endlich einmal aus der ideologischen Ecke herauszukommen. Wird aber nicht passieren, da unsere Medien Marktorientiert sind ...
"Die erste Freiheit der Presse besteht darin, kein Gewerbe zu sein.", das schrieb "ein Rheinländer", als die Preßfreiheit noch gar nicht existierte.

Ein Grossteil der Medien, vor allem aber der Printmedien, hat sich schon längst ökonomischen Zwängen ergeben. "Guter Journalismus" kostet Geld und die Flurbereinigung während des aktuellen Massensterbens im Blätterwald überleben wohl nur die Großen, nicht die Intelligenten.

Wo geht die Reise hin? Ein paar exklusive Blätter, die sich "Journalismus von der Pike auf" noch leisten können und den Rest stoppelt man sich dann selbst irgendwie online zusammen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
BeitragVerfasst: 31.10.2010, 23:08 
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http://news.sohu.com/20101101/n276858565.shtml

Der erfolgreiche Start des sechsten Beidou-Satelliten.

Galileo ist Geschichte und Europa am Ende. Der Untergang naht...

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“I plan to do my best to help the Chinese people build up the nation to where they can live with dignity and happiness.”


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
BeitragVerfasst: 01.11.2010, 00:06 
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xyz678 hat geschrieben:
http://news.sohu.com/20101101/n276858565.shtml

Der erfolgreiche Start des sechsten Beidou-Satelliten.

Galileo ist Geschichte und Europa am Ende. Der Untergang naht...

Mal abgesehen davon, dass das Galileo-Projekt auch von chinesischer Seite unterstützt wurde (schon um der Abhängigkeit vom us-GPRS etwas entgegen zu setzen) - sehe ich Europa deswegen nicht am Ende oder gar dem Untergang geweiht.
In Europa dauert die Umsetzung solcher Projekte (leider) manchmal quälend lang, bis da was Zählbares bei raus kommt - aber das Beispiel AIRBUS zeigt, dass man der scheinbar übermächtigen US-Konkurenz durchaus gewachsen ist ... wenn man an einem Strang zieht.
* Du solltest nicht den Fehler begehen in Überheblichkeit zu verfallen, denn das bringt Dir nichts.
Auch China ist (ob Du es wahr haben willst oder nicht) an internationaler Zusammenarbeit interessiert (und darauf angewiesen), weils ökonomisch keinen Sinn macht Projekte dieser Grössenordnung allein durchzuführen.
Das haben Russen, Amerikaner, Europäer und auch die chin. Regierung schon längst realisiert.
Das Einzelne (so wie Du) da im ... Überschwang nationalistisch reagieren, mag zwar Deinem Stolz gut tun - hat aber nichts mit der Realität zu tun.
Bei Grossprojekten hilft nur internationale Zusammenarbeit, das ist
1. Ein ökonomischer "Zwang" und
2. Fördert es die Verständigung zwischen den Nationen.
Aber wenns Dir persönlich was bringt, dann träum weiter von irgendwelchen abstrusen Untergangsszenarien ...

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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
BeitragVerfasst: 01.11.2010, 06:34 
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xyz678 hat geschrieben:
... Galileo ist Geschichte und Europa am Ende. Der Untergang naht ...
Keine Bange, seit dem Ende der Eiszeit heben sich große Teile der Eurasischen Kontinentalplatte sogar, von Untergang kann also keine Rede sein :mrgreen:

Spätestens ab 2015 wird es wohl verstärkt GPS-Empfänger geben, die dann mehrere Systeme gleichzeitig nutzen können (GPS, GLONASS, Galileo, Compass, vielleicht irgendwann auch MTSAT). Man wäre dann wohl dumm, aus "patriotischen" Gründen nur auf eines der Systeme zu setzen :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
BeitragVerfasst: 01.11.2010, 14:07 
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Skorpid hat geschrieben:
Mammutprojekt
China startet größte Volkszählung der Welt

Sie kostet rund 75 Millionen Euro und beschäftigt mehr als sechs Millionen Mitarbeiter: In China hat die erste Volkszählung seit zehn Jahren begonnen. Die Regierung will die Bevölkerung besser erfassen, die Bürger sehen das Mammutprojekt kritisch.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,726375,00.html

Seit zehn Jahren? Wenn die alle zehn Jahre sowas durchführen, dann zählen sie ihr Volk aber oft :roll:

Na ja, solche Dinge sind eine zweischneidige Sache. Hier in Deutschland gab es ja auch beträchtlichen Widerstand gegen die Volkszählung in den 80-ern.

Und in China klaffen "Soll"- und "Ist"-Zustand bzw. offiziell und inoffiziell wohl noch viel weiter auseinander. Und vieles läuft so, wie es nach dem Buchstaben des Gesetzes verboten wäre. So wie ich es verstehe, ist so eine Unternehmung dann quasi ein Rundumschlag gegen alle "illegale" Zustände und kann genutzt werden, um "illegale" Kinder aufzuspüren und auch an anderen Stellen hart durchzugreifen. Ich sage kann, nicht wird - aber oft werden solche Chancen von Seiten der Regierung eben auch genutzt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
BeitragVerfasst: 01.11.2010, 14:22 
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Bernhard hat geschrieben:
... Und in China klaffen "Soll"- und "Ist"-Zustand bzw. offiziell und inoffiziell wohl noch viel weiter auseinander. Und vieles läuft so, wie es nach dem Buchstaben des Gesetzes verboten wäre. So wie ich es verstehe, ist so eine Unternehmung dann quasi ein Rundumschlag gegen alle "illegale" Zustände und kann genutzt werden, um "illegale" Kinder aufzuspüren und auch an anderen Stellen hart durchzugreifen. Ich sage kann, nicht wird - aber oft werden solche Chancen von Seiten der Regierung eben auch genutzt ...
Der "versteckten Bevölkerung" will man diesesmal wohl einen Bonus gewähren, wenn diese sich denn freiwillig meldet. Guggst Du hier. Sicher wird das regional aber auch wieder sehr unterschiedlich ausgelegt werden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
BeitragVerfasst: 01.11.2010, 14:41 
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Mathias hat geschrieben:
Der "versteckten Bevölkerung" will man diesesmal wohl einen Bonus gewähren, wenn diese sich denn freiwillig meldet. Guggst Du hier. Sicher wird das regional aber auch wieder sehr unterschiedlich ausgelegt werden.

"Bonus"... d.h. halbe Strafe. In dem Beispiel bei China-Observer die reguläre Strafe fast das Dreifache des Jahreseinkommens des Ehepaars(!). Wenn sie das "illegale" Kind dann freiwillig melden, dann immer noch fast das Dreifache des Jahreseinkommens eines Ehepartners (wenn beide in etwa gleich viel verdienen).

Abgesehen davon, was ich generell von der Ein-Kind-Politik halte, muss ich sagen: Der eigenen Bevölkerung so "auf die Pelle zu rücken", wie es hier geschieht, ist eine zweischneidige Sache...


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
BeitragVerfasst: 01.11.2010, 15:01 
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Mathias hat geschrieben:
Spätestens ab 2015 wird es wohl verstärkt GPS-Empfänger geben, die dann mehrere Systeme gleichzeitig nutzen können (GPS, GLONASS, Galileo, Compass, vielleicht irgendwann auch MTSAT).


Wiso sollte ein Hersteller mehrere Systeme einbauen? GPS funktioniert, wiso noch Entwicklungsarbeit tätigen?

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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
BeitragVerfasst: 01.11.2010, 15:13 
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Bernhard hat geschrieben:
... Der eigenen Bevölkerung so "auf die Pelle zu rücken", wie es hier geschieht, ist eine zweischneidige Sache ...
Der Registerzensus (also eine "ständig laufende Volkszählung" über die Meldepflicht) funktioniert in Staten mit einem flächendeckenden Meldewesen. Da dies in China nicht gegeben ist, ist dieser "normale" Zensus wohl schon sinnvoll. Zudem hängen die großen Herausforderungen, die China in den nächsten Jahren noch so vor sich hat, fast alle irgendwie mit Bevölkerungszahlen, Altersstrukturen usw. zusammen. Ich denke, China tut gut daran, seine Schäfchen etwas genauer zu zählen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
BeitragVerfasst: 01.11.2010, 15:22 
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Mathias hat geschrieben:
Bernhard hat geschrieben:
... Der eigenen Bevölkerung so "auf die Pelle zu rücken", wie es hier geschieht, ist eine zweischneidige Sache ...
Der Registerzensus (also eine "ständig laufende Volkszählung" über die Meldepflicht) funktioniert in Staten mit einem flächendeckenden Meldewesen. Da dies in China nicht gegeben ist, ist dieser "normale" Zensus wohl schon sinnvoll. Zudem hängen die großen Herausforderungen, die China in den nächsten Jahren noch so vor sich hat, fast alle irgendwie mit Bevölkerungszahlen, Altersstrukturen usw. zusammen. Ich denke, China tut gut daran, seine Schäfchen etwas genauer zu zählen.

Das sehe ich exakt genau so.
Und ich wär nicht überrascht, wenn bei der "Schäfchenzählung" herauskommt, dass es um einiges mehr als 1,3 Mrd. sind.
* Etwas zu Deutschland: Die offizielle Einwohnerzahl von ca. 82 Mio. scheint auch nicht zu stimmen. Vor einiger Zeit geisterte eine Zahl von weniger als 80 Mio. durch die Medien, weil u.a. etliche "Karteilechen" noch nicht "beerdigt" wurden und mehr Auswanderer als vermutet Deutschland verlassen haben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
BeitragVerfasst: 01.11.2010, 15:42 
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Hendrik hat geschrieben:
... Wiso sollte ein Hersteller mehrere Systeme einbauen? GPS funktioniert, wiso noch Entwicklungsarbeit tätigen? ...
Wieso nicht? Die Hersteller, die dies nicht tun, dürften sich recht schnell vom Markt verabschieden. Die Kombination mehrerer, verfügbarer Quellen erhöht die Positionsgenauigkeit und Verfügbarkeit des Navigationssystems.

Zudem wurde ein Großteil der Entwicklungsarbeit schon geleistet. Alle modernen Empfänger nutzen schon jetzt mehrere Systeme. Das in Europa verfügbare EGNOS z.B. bezieht auch Daten der russischen GLONASS-Satelliten mit ein, oder das im Ostpazifik verfügbare MSAS z.B. nutzt zusätzlich Daten des japanischen Satelliten MTSAT.

Wie gesagt, das sind keine Gimmicks für Satellitenfreaks, selbst das Billignavi vom Grabbeltisch bei ALDI kann das schon :wink:


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
BeitragVerfasst: 03.11.2010, 10:55 
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@Foto (übrigens super Fund)

Der eine ist Bundeskanzlerkandidat und der andere ein Verteidigungsminister :-)


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
BeitragVerfasst: 03.11.2010, 11:59 
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beowulf hat geschrieben:
... Der eine ist Bundeskanzlerkandidat und der andere ein Verteidigungsminister ...
Hier haben wir dann auch noch die beiden "Kronprinzen":

Bild

Obwohl, der eine will noch nicht so richtig und der andere hat noch das Palastexamen vor sich :mrgreen:


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