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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
BeitragVerfasst: 07.08.2010, 11:01 
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Mathias hat geschrieben:
OlafSt hat geschrieben:
Quelle: Pinneberger Tageblatt, Ausgabe vom 04.09.2010
Wow, in der Ausgabe sollte eigentlich schon das Ergebnis der Anhörung zu dem Fall, vor dem Parlamentarischen Kontrollgremium des Kieler Landtages vom 24.08.2010 stehen :wink:

Herr Blase und sein Anwalt pokern offensichtlich sehr hoch. Sie setzen wohl darauf, daß sich der schleswig-holsteinische Verfassungsschutz, der die Informationen lieferte, die zur Entlassung führten, nicht in die Karten schauen lassen wird.


Ich weiss nicht, was Deine geschmacklosen Verdächtigungen sollen. Wieso sollen der Gekündigte und sein Anwalt "pokern"? Dass die schleswig-holsteinische Stasi da mitgemischt hat, ist ein weiteres ekelerregendes Detail. Die Schlapphüte, die auch schonmal Sprengstoffanschläge durchführen, Terror- und rechtsextreme Gruppen gründen oder am Leben erhalten, schnüffeln also auch binationale Partnerschaften aus. Das "Verbrechen" des Paares besteht darin, dass die Ehefrau nach Deutschland ziehen will. Ob da die Schlapphüte ihre eigenen Verschwörungstheorien glauben oder ihre rechtsextrem-fremdenfeindlichen Reflexe reagiert haben, sollte eigentlich nur ihren Psychiater interessieren müssen. Diese Ämter für Verfassungsbruch gehören sämtlich aufgelöst.

a^2


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
BeitragVerfasst: 07.08.2010, 11:44 
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aquadraht hat geschrieben:
... Ich weiss nicht, was Deine geschmacklosen Verdächtigungen sollen. ...
Okay, mit Verdächtigungen sollte man sich zurückhalten, ich gelobe Besserung.
aquadraht hat geschrieben:
... Wieso sollen der Gekündigte und sein Anwalt "pokern"? ...
Warum der Anwalt pokert? Weil er Anwalt ist :mrgreen: Warum Herr Blase pokert? Seine Firma hat ihn gefeuert, darum ist er sauer. Das ist verständlich. Das er gegen seinen Arbeitgeber klagt, legt dann aber die Vermutung nahe, daß es ihm auch um "Wiedergutmachung" geht. Es liegt mir nun wirklich fern, die geschmacklose Verdächtigung zu äußern, daß es ihm und seinem Anwalt um Geld geht.
aquadraht hat geschrieben:
... Diese Ämter für Verfassungsbruch gehören sämtlich aufgelöst. ...
Zugegeben, die Landesämter stellen sich oft etwas tollpatschig an, aber wenn man die auflöst, riskiert man womöglich die nächste Klagewelle wegen der vielen Kündigungen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
BeitragVerfasst: 07.08.2010, 13:25 
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http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,709761,00.html

(ist offtopic, aber ebenfalls interessant, denn dieses Thema betrifft uns alle und wird sehr mit China in Verbindung gebracht)

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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
BeitragVerfasst: 07.08.2010, 15:38 
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Mathias hat geschrieben:
..(pro-Unternehmerspekulationen) ..


Ich weiss nicht, was für einen Schwachsinn Du Dir aus den Fingern saugst und warum. Ist Pappi Unternehmer?

Zunächst einmal: Bei Arbeitsverhältnissen geht es stets um Geld, man nennt das Lohn oder Gehalt (bei Beamten Bezüge). Aber bei einem Kündigungsschutzprozess geht es um die Frage der Rechtmässigkeit der Kündigung. Du geheimnisst nun herum, die Stasi hätte gottweisswas Belastendes gegen den Gekündigten in der Hand, und der Anwalt "pokere", dass sie das für sich behält. Damit unterstellst Du gegen alle bekannten Fakten, die Kündigung sei doch rechtmässig und begründet. Dabei ist gar nicht zu sehen, dass der Klägervertreter irgendwo pokert oder pokern muss. Er vertritt seinen Standpunkt, der mit Verfassung und geltendem Arbeitsrecht im Einklang ist, recht offen.

Tatsache ist: Der Ingenieur ist in keinem hoch sensiblen Bereich beschäftigt. Er hat seine Chinareisen und seine langjährige Beziehung mit seiner jetzigen Frau nicht verschwiegen. Seine Arbeit scheint auch gut genug gewesen zu sein, dass man ihn aus der Leiharbeit in die Festanstellung übernommen hat.

Das Unternehmen hat zunächst die Kündigung mit der Eheschliessung begründet. Nun haben im Gütetermin die Rechtsvertreter des Unternehmens herumgelogen, die Kündigung sei aus "betrieblichen Gründen" erfolgt, man habe für den Ingenieur keine Arbeit mehr. Nach den Presseberichten hat dieses Manöver den Gerichtsvorsitzenden schon etwas verärgert. Richter werden nicht gern dumm belogen.

Erst spät wurde bekannt, dass die Kündigung eventuell mit einer Intervention der Stasi zusammenhängt. Da hatten ein paar "Experten" die Manager in "Sicherheit" "geschult". Offenbar waren die zu lange im rechtsextremen Umfeld, mit dem die Verfassungsbruchämter in engster Symbiose leben, tätig, so dass für die eine Chinesin als Ehefrau ein Sicherheitsrisiko darstellt.
Das wird viele hier im Forum hoch erfreuen.

Arbeitsrechtlich ist das aber ohne Belang. Ein Rechts- und Verfassungsbruch wird nicht dadurch besser, dass die Schlapphüte ihn diktieren. Ironischerweise haben alle diese Typen einen Meineid auf das Grundgesetz abgelegt.

Aber Dir scheint das ja zu gefallen.

Verständnislos, a^2


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
BeitragVerfasst: 07.08.2010, 16:37 
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aquadraht hat geschrieben:
Mathias hat geschrieben:
..(pro-Unternehmerspekulationen) ..
Wenn der Fall so liegt, wie Herr Blase ihn beschreibt, wäre das wirklich ein Skandal. Allerdings ist die Geschichte schon "etwas schräg" und so blöd kann kein Personaler sein, eine so angreifbare Begründung zu liefern. In Deutschland, einer Hochburg der Political Correctness, weiß mittlerweile jeder, daß auf Diskriminierung mindestens die hochnotpeinliche Befragung und der politische Scheiterhaufen steht.

Okay, die Verhandlung ist wohl für den 03.11.2010 angesetzt. Nun können wir uns bis dahin unsere Vermutungen um die Ohren hauen, oder abwarten, auch wenn´s weh tut :mrgreen: Ich übe mich bis dahin in Buße für meine bourgeoisen Ansichten und werde weniger James Bond Filme schauen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
BeitragVerfasst: 07.08.2010, 18:18 
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aquadraht hat geschrieben:
Ist Pappi Unternehmer?


aquadraht hat geschrieben:
... Stasi... Stasi... "Experten" die Manager in "Sicherheit" "geschult"... rechtsextremen Umfeld... Verfassungsbruchämter in engster Symbiose... Aber Dir scheint das ja zu gefallen.

Ich stimme dir in der Sache weitgehend zu (zumindest mit meinem bisherigen Kenntnisstand). Aber ich verstehe nicht, warum du so einen Ton anschlagen musst.

Dadurch, dass du bundesdeutsche Behörden mit denen der DDR gleichsetzt, stellst du die beiden Staaten pauschal auf eine Stufe.
Die Terminologie "Verfassungsbruchämter" unterstellt, dass diese Ämter pauschal die Verfassung brechen.
Und das mit der Symbiose mit den Rechtsextremen... Ich will nicht bestreiten, dass die Mitarbeiter mancher Behörden tendenziell eher dem rechten Lager zuzuordnen sind, und dass die Maßnahmen daraus bisweilen zumindest "unausgewogen" sind. "Symbiose" ist jedoch ein Vorwurf, den man m.E. nicht ohne weitere Begründun in den Raum stellen darf.

Übrigens: Was ist daran schlimm, wenn Pappi Unternehmer ist?


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
BeitragVerfasst: 08.08.2010, 00:03 
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Bernhard hat geschrieben:
Dadurch, dass du bundesdeutsche Behörden mit denen der DDR gleichsetzt, stellst du die beiden Staaten pauschal auf eine Stufe.


Sorry, wenn das alles etwas OT wird.

Aber das ist blühender Blödsinn. Die DDR hatte nicht nur einen Schnüffeldienst, sie hatte auch Katasterämter und Veterinärämter. Die DDR war nicht auf einem anderen Stern. Damit stellt man nichts pauschal auf eine Stufe. Mal abgesehen davon, dass die DDR nicht das Reich des Teufels war, und die "Unrechtsstaat"-Rhetorik reichlich hohl und verlogen ist.

Aber ich wäre sehr glücklich gewesen, wenn man am Ende des Kalten Krieges die Schnüffel- und Spitzeldienste aufgelöst und parallel zur Stasiunterlagenaufdeckung (naja solange es nicht die Akten von Helmut und Mutti sind) auch offengelegt hätte, wie viel Bespitzelung, IMs, Rechtsbrüche und dergleichen es von der "guten" (jedenfalls siegreichen) Seite gegeben hat. Das hätte die Stärke der Demokratie unter Beweis gestellt, vor allem, wenn sich herausgestellt hätte, dass es bei allen dunklen Punkten doch deutlich weniger IMs, weniger Rechtsbrüche und weniger allgemeine Bespitzelung gewesen wäre.

War es so? Ich weiss es nicht. Ich weiss aber von Peter Urbach, der in den 1968er Jahren als verbeamteter Terrorist in Berlin in linken Kreisen harte Drogen, Knarren und Sprengstoff samt Anleitungen angeboten hat wie sauer Bier. Ich weiss vom Zeller Loch und anderen Terroraktivitäten der Verfassungsschutzämter. All das ist gut dokumentiert. Auch bei dem mörderischen Oktoberfestattentat waren VS-Leute (womöglich auch Nato-Kreise) involviert.

Und ich weiss aus beruflicher Kenntnis, in welchem Ausmass VS-Leute personenbezogene "Erkenntnisse" jenseits aller rechtsstaatlichen Regeln an deutsche Grossunternehmen im IT-, Industrie- und Bankenbereich "kommuniziert" haben und noch "kommunizieren", wie sie sich am Grundgesetz vorbei als Personaldetektei bei den grossen Unternehmen andienen.

Ebenso notorisch ist ihre Aktivität als Büttel der etablierten Parteien bei der Verdächtigung und Ausgrenzung politischer Newcomer. Die Grünen hatten in den achziger Jahren unter der Beschnüffelung durch die Stasi zu leiden, heute ist es die Linke. Das ist totalitärer Geist.

Zitat:
Die Terminologie "Verfassungsbruchämter" unterstellt, dass diese Ämter pauschal die Verfassung brechen.


Korrekt. Tun sie. Alle bekannten Erkenntnisse weisen darauf hin, und das, obwohl die ihre Verbrechen gewiss nach besten Kräften verschleiern.


Zitat:
Und das mit der Symbiose mit den Rechtsextremen... Ich will nicht bestreiten, dass die Mitarbeiter mancher Behörden tendenziell eher dem rechten Lager zuzuordnen sind, und dass die Maßnahmen daraus bisweilen zumindest "unausgewogen" sind. "Symbiose" ist jedoch ein Vorwurf, den man m.E. nicht ohne weitere Begründun in den Raum stellen darf.


Ich stelle den bewusst in den Raum. Der letzte Verbotsantrag gegen die NPD ging in die Hose, weil die Verfassungsrichter sich bei der Bewertung der verfassungswidrigen Nazi-Aktivitäten (deren Verfassungswidrigkeit ausser Zweifel war) nicht imstande sahen zu unterscheiden, was davon genuine Aktivität der Partei und was Provokation der verbeamteten Spitzel und Funktionsträger war. Die VS-Nazis sind der Schutzschild der NPD gegen das Verbot, und mit einem Verbot wären die Schlapphüte ohne Arbeit. Die VS-Nazis stören bei der NPD-Hassaktivität nicht, im Gegenteil. Das ist anders als ein Peter Urbach, der einer im Kern pazifistischen und antiautoritären Szene Waffen und Sprengstoff nebst Anleitungen zum "revolutionären Kampf" aufzuschwatzen sich bemühte, um sie staatlicher Repression auszusetzen. Die VSler passen zu den Nazis, nicht nur, weil ihre Behörde sich historisch aus Gestapo und RSHA rekrutiert hat, sondern weil alle solche Behörden, auch in "linken" Staaten, autoritär und tendenziell rechtsextrem sind.


Zitat:
Übrigens: Was ist daran schlimm, wenn Pappi Unternehmer ist?


Nichts. Schlimm ist aber ein Standpunkt "der Unternehmer hat immer recht, egal ob er unrecht hat". Daher die Vermutung, dass diese Irrationalität persönlich begründet war.

Gruss, a^2


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
BeitragVerfasst: 10.08.2010, 17:53 
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Wasserfaden hat geschrieben:
Der letzte Verbotsantrag gegen die NPD ging in die Hose, weil die Verfassungsrichter sich bei der Bewertung der verfassungswidrigen Nazi-Aktivitäten (deren Verfassungswidrigkeit ausser Zweifel war) nicht imstande sahen zu unterscheiden, was davon genuine Aktivität der Partei und was Provokation der verbeamteten Spitzel und Funktionsträger war. Die VS-Nazis sind der Schutzschild der NPD gegen das Verbot, und mit einem Verbot wären die Schlapphüte ohne Arbeit.

Ah, wie schön, ein Verschwörungstheoretiker (VT) bei der Arbeit. Sollte sich bei infowars bewerben. Die sondern ähnlich inkohärenten Schwachsinn ab.

Der VS hat also Spitzel bei den Nazis, die Straftaten uä provozieren, um die Nazis vor Strafverfolgung zu schützen? Nicht schlecht...
& bei einem NPD-Verbot "wären die Schlapphüte ohne Arbeit"? Ja, was denn nu? Hat unser VT nicht eben noch beklagt, daß die "Linke" beschnüffelt wird? Ah, die Logik eines VT...

Aber immerhin scheint unser Wasserfaden ja die (DDR-)Stasi in negativem Licht zu sehen. Hätte ich nicht von ihm erwartet, wo er doch sogar Mao verteidigt. & im Vergleich zu Mao war die Stasi ein laues Lüftchen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
BeitragVerfasst: 11.08.2010, 06:52 
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bossel hat geschrieben:
Ein Blick nach Schweden zeigt, daß das sogar funktionieren kann. Seit fast 250 Jahren ist das schwedische Öffentlichkeitsprinzip (schließt auch die Verwaltungstransparenz ein) Teil der dortigen Verfassung und hat sich scheinbar bewährt. Vielleicht sogar eine Idee für Deutschland? :mrgreen:
bossel hat geschrieben:
Geschichte, oder besser das Geschichtsbild, ist nicht statisch. Die Beurteilung der Vergangenheit ist einem ständigen Wandel unterzogen. Das liegt meist weniger an Fortschritten in der Geschichtsforschung, sondern an der Welt-Anschauung der "Geschichtsschreiber". Die "Wahrheit" liegt dann irgendwo zwischen den verschiedenen Versionen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
BeitragVerfasst: 11.08.2010, 19:17 
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Mathias hat geschrieben:
Ein Blick nach Schweden zeigt, daß das sogar funktionieren kann. Seit fast 250 Jahren ist das schwedische Öffentlichkeitsprinzip

Na, ich weiß nicht. Was die in Schweden haben, ist jedenfalls nicht der öffentliche Pranger, wie ihn sich der Kommentator so vorstellt. Grundsätzlich würde ich eine Situation wie in Schweden sogar eher begrüßen, da dies zu großer Behördentransparenz führt. Da muß aber immer auch die Privatsphäre des individuellen Bürgers gewahrt werden.
Soweit ich das verstehe, ist das in Schweden auch (mow) der Fall:
"Ferner gilt es nicht für die sogenannte qualifizierte Vertraulichkeit. Das bedeutet, dass die Vertraulichkeit, die die Interessen des Einzelnen schützt, meist qualifiziert ist; die Informationsfreiheit gilt dann nicht." (uä)

Zitat:
Geschichte, oder besser das Geschichtsbild, ist nicht statisch. Die Beurteilung der Vergangenheit ist einem ständigen Wandel unterzogen. Das liegt meist weniger an Fortschritten in der Geschichtsforschung, sondern an der Welt-Anschauung der "Geschichtsschreiber". Die "Wahrheit" liegt dann irgendwo zwischen den verschiedenen Versionen.

Das ist auch klar. Jeder Staat bastelt sich sein Geschichtsbild. Aber auch da gibt es Unterschiede. In der VRC scheint besonders gern gebastelt zu werden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
BeitragVerfasst: 13.08.2010, 14:52 
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Babs hat geschrieben:
China's erfolgreichster Film

Als der Mensch den Himmel noch besiegte

Der Film "Das Erdbeben von Tangshan" 《唐山大地震》 von Feng Xiaogang 冯小刚 soll drei Wochen nach dem Kinostart bereits 532 Millionen Yuan eingespielt haben.

wundert mich nicht!

Erste Infos zum Film gab/gibt es HIER :wink:

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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
BeitragVerfasst: 13.08.2010, 15:34 
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happyfuture hat geschrieben:
wundert mich nicht!

Erste Infos zum Film gab/gibt es HIER :wink:


:oops: :oops: :oops:

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Frauenlyrik aus China


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
BeitragVerfasst: 13.08.2010, 18:09 
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jadelixx hat geschrieben:
Theorie fuer den Auftakt in die nächste Phase der weltweiten Finanzkrise:

Wolfgang Münchau - Pekinger Blasenfabrik


Naja, ich sag mal, China-Crash-and-Doom-Prophezeihung die 495. Normalerweise schätze ich Münchau, aber hier hat er schlicht schlampig recherchiert und argumentiert obendrein ökonomisch inkompetent.

Wenn ich schon Michael Pettis lese, krieg ich nen Kackreiz. Das ist ein "Professor" (also Hochschullehrer, wenn ich in China nen Lehrauftrag annehme, bin ich noch mehr Professor, immerhin hab ich promoviert :mrgreen: ) für Management, also ein Betriebswirt oder Betriebssoziologe. Mit der Beijinger Hardrockszene kennt er sich wirklich gut aus, aber seine "ökonomischen Analysen" sind seit Jahren blühender Stuss. Den grossen Crash predigt er auch schon ewig.

Und dann kommen die Dönekens von den Schulden der vorherigen Krisen. Herrgott, Anfang des Jahrtausends hatte China aus der Konsolidierung der SOEs nicht bloss 40 Millionen Entlassene (ohne die von westlichen "Experten" sabbernd herbei"befürchteten" sozialen Unruhen), sondern auch vier Bad Banks mit insgesamt 140 Mrd.$ dort konsolidierter fauler Kredite. Das war angesichts zu der Zeit ca. 1700-1900 Mrd.$ BIP eine schwindelerregende Summe, bis heute werden die Kredite bedient, ein Teil ist sogar gesundet, ein weiterer abgeschrieben, und 140Mrd.$ sind weniger als Deutschland mit weniger Erfolg allein in der HRE verheizt hat.

Naja, und dann die Geschichte mit dem Immobilienmarkt. Natürlich wird, vor allem in SH und BJ, in Zhejiang, im Perlflussgebiet und ähnlichen Ecken, spekuliert, dass die Heide wackelt, und gibt es alle möglichen negativen Begleiterscheinungen, zumal die kommunalen und regionalen Budgets an den Einkünften der Developer hängen. Das heisst, dass nicht nur der Tanguan, sondern auch der kostenbewusste Stadt-, Kreis- oder Bezirkskämmerer mitmischt oder zumindest stark zum Augenzudrücken motiviert ist.

Bloss ist eine Spekulation nicht gleich eine Blase. Blasen entstehen, wenn zur Spekulation noch die Kreditausweitung auf der Basis spekulativ erhöhter Preise kommt, dann kann die Spekulation sich als Ponzischema selbst nähren, bis sie zusammenkracht. Eine Blase ist dadurch gekennzeichnet, dass zum Schluss den Spekulationsgeschäften kaum noch Realgeschäfte gegenüberstehen, also nur noch für die Spekulation und nicht mehr für den Bedarf gekauft wird.

Und das ist im chinesischen Bausektor gewiss nicht der Fall. Jedes Jahr kommen nach unterschiedlichen Schätzungen 12-25 Millionen Chinesen vom Land neu in die Städte und benötigen Wohnraum. Immer noch werden jedes Jahr ca. 17,5 Millionen Kinder geboren, die derzeit erwachsen werdenden und Haushalte gründenden Jahrgänge sind sogar bis 30 Millionen Personen breit. Es wird also Wohnraum benötigt ohne Ende, zumal die Ansprüche an den Wohnraum steigen. In den Ballungen leben mindestens 40-60% der Menschen in mangelhaftem Wohnraum (wer lästert, wird jetzt sagen, mindestens 90% :mrgreen: ). Allein bedarfsgetrieben kann der Bauboom noch 20-30 Jahre weitergehen, und dann muss das meiste in den letzten Jahrzehnten Gebaute grundlegend renoviert, wenn nicht abgerissen und neu gebaut werden.

Gut möglich ist allerdings, dass die Bremsen, die Regierung und Zentralbank schon seit letztem Jahr treten, endlich greifen, und dann wird es schon ein paar Schleifspuren geben. Developer werden pleite gehen, einige Leute, ähnlich wie bei den Achterbahnfahrten der Börsen (die in China extrem sind) ihr Geld verzockt haben. Bei Bareinschusspflichten von 30-50% müssten sich die Hauspreise allerdings dritteln oder halbieren, ehe Immobilienkredite bei den Banken notleidend werden.

Münchau argumentiert hier, dass ein Teil des Bareinschusses nicht aus dem Barvermögen der Käufer stammt. Das stimmt. Häufig geben die Eltern dazu, auch weitere Verwandte und Guanxi, und es gibt schon die illegalen Kreditvermittler. Und die wären alle einen Teil des Geldes los, wenn ein Schuldner nicht mehr zahlen kann, und fröhliche Spekulation wäre erstmal nicht drin.

Andererseits würden gerade die jungen Leute entlastet, die derzeit den Wohnungstraum vor sich herschieben, winzige Butzen kaufen oder als "Sklaven der Wohnung" konsumptiv auf dem Zahnfleisch gehen. Ein allgemeiner Einbruch der Kaufkraft wäre gerade nicht zu erwarten, und auch keine Liquiditätsklemme der Banken, da es ja mit aller Gewalt die illegale Konkurrenz träfe. Spekulationen sind, solange sie keine Blasen sind, Nullsummenspiele, mit Gewinnern und Verlierern.

Also wohl doch nicht die neue Finanzkrise aus China. Sagt meine Kristallkugel.

a^2


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
BeitragVerfasst: 13.08.2010, 20:24 
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aquadraht hat geschrieben:
Also wohl doch nicht die neue Finanzkrise aus China. Sagt meine Kristallkugel.

Kristallkugel hin oder her ...
Man sollte (schon im eigenen Interesse) hoffen, dass China nicht kollabiert (wofür ich auch keine ernsthaften Anzeichen sehe, weil die chin. Finanzpolitik zum einen sehr konservativ agiert und zum anderen auch letztlich von der chin. Regierung vogegeben ist), denn dann ist unser Konjunkturaufschwung (der ja wesentlich durch die Nachfrage aus China aufbaut) ... Geschichte.

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Lernen, ohne zu denken, ist eitel; denken, ohne zu lernen, gefährlich.

Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Diskussionsordner zum "Interessante Artikel"-Thread
BeitragVerfasst: 13.08.2010, 20:49 
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no1gizmo hat geschrieben:
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http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,709761,00.html

(ist offtopic, aber ebenfalls interessant, denn dieses Thema betrifft uns alle und wird sehr mit China in Verbindung gebracht)


Sowohl das Copyright als auch da Patentwesen heute sind total kaput.

Erst vor ein paar Monaten hat Apple ein Patent bekommen bei dem ich nur noch weinen kann. Und zwar hat Apple sich ausgedacht, dass man die beiden Hälften des Handys auf der Innenseite mit einem leicht reisbaren Band zu verbinden, um so zu erkennen ob ein Kunde das Gerät mittlerweile unerlaubt geöffnet hat.

Was die können habe ich schon vor 20 Jahren gemacht. Mit einem kleinen unauffälligen Papierstreifen der an Tür und Türrahmen befestigt wurde habe ich damals schon mein Zimmer gegen "Einbrecher" gesichert. Ich kann nicht verstehen, dass Apple auf sowas heute noch ein Patent bekommt.

Das ist nur ein Beispiel und hier leistet das Patentrecht Hilfe für Marktbehinderer.

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