devurandom hat geschrieben:
Ich denke auch nicht, dass man hier ne einfache Uebersetzungsengine benutzt hat. Dennoch erscheint mir der Text an vielen Stellen zumindest merkwuerdig.
Der Inhalt von dem Text ist mir z.T. zuwider, daher hatte ich keine Geduld, den Text wirklich durchzulesen. Stattdessen habe ich nur stichprobenweisen 'paar Stellen ausgepickt und genauer angeschaut:
Sachen wie
"die Frau Bundeskanzler dieses Landes"
"dem ehrwürdigen Lehrer des chinesischen Volkes seiner Nachbarn"
"Die ganze Aufmachung spiegelte die journalistische Technik in Bildgestaltung und im hetzerischen Inhalt diejenige des Herrn Dr. Goebbels, und des „Stürmer“ wieder der nationalsozialistischen Tradition wiede"
"Unabhängig davon habe ich an Frau .... unterrichtet,..."
enthalten offensichtlichen grammatischen Fehler. Die Satzkonstruktion ist insgesamt sehr gewunden und ersaeuft regelrecht in z.T. voellig chaotischen Nebensaetzen. Sowas zeigt nicht unbedingt die natuerliche Sourveraenitaet eines Muttersprachlers.
Ich will mich nicht als Sherlock Holmes verdingen. Forenstische Textanalyse gehoert auch nicht zu meinem Hobby. Dennoch reichen das 'bisschen genauer drueber gucken aus, um ein bestimmtes Unbehagen bei mir auszuloesen, was der wahrer Urheber des Textes angeht.
An sich interessiert mich das ganze letztendlich ne Bohne. Find's nur amuesant, das es Leute gibt, die sowas ohne Hinterfragen fuer bare Muenze halten.Gruss
/dev/urandom
我当一下搬运工,帮忙帖一下原文吧,否则很多人不知道你们讨论什么:
Zitat:
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Chinesinnen und Chinesen,
Als Europäer, in dessen Adern deutsches und britisches Blut fließt und dessen Wiege etwa in der geographischen Mitte Europas stand möchte ich mich hiermit vorstellen. In meinem Leben habe ich einen etwa 80% des letzten Jahrhunderts miterlebt und miterlitten. Was ich Ihnen gerne sagen möchte, kommt aus meinem alten Herzen.
Vor einigen Monaten, am selben Tag als die Frau Bundeskanzler dieses Landes in der Volksrepublik China zu Gast war, hat das Magazin der Spiegel in einem umfangreichen Artikel „die Gelben“ und die Chinesen, die als Studenten und Kaufleute in der Bundesrepublik leben als Spione bezeichnet, die im Auftragt der Volksrepublik hier Wirtschaftsspionage treiben und die etwa 30.000 hier lebenden „Gelben“ im Ansehen der übrigen Bevölkerung als Kriminelle und gefährliche Leute verleumdet. In dem weiteren Inhalt des Artikel haben sie dem ehrwürdigen Lehrer des chinesischen Volkes seiner Nachbarn, Kong Zi als solchen dargestellt, der das chinesische Volk zur Unterwürfigkeit gegenüber einer Zentralgewalt und unter Heranziehung sogar eines falschen Zitats in Ermangelung kreativer Gestattungfähigkeit zur Nachahmung und dem Kopieren der geistigen Errungenschaften anderer erzogen habe. Die ganze Aufmachung spiegelte die journalistische Technik in Bildgestaltung und im hetzerischen Inhalt diejenige des Herrn Dr. Goebbels, und des „Stürmer“ wieder der nationalsozialistischen Tradition wieder. Nach dem Strafgesetzbuch der Bundesrepublik erfüllt das den Tatbestand der Volksverhetzung nach § 130 StGB.
Ein Studentenverein chinesicher Studenten und auch eine Reihe von Einzel-personen haben sich an Staatsanwaltschaft in Hamburg gewandt und ich habe unabhängig von diesen als Bürger eines Staatswesens, das sich als demokra-tisch darstellt, das ebenfalls getan. Unabhängig davon habe ich an Frau die Bundeskanzler, den Herrn Bundespräsidenten, den Bundestag, den Herrn Innenminister, den Herrn Außenminister, die Frau Justizministerin, unterrichtet, da ich annahm, dass diesen allen der Schutz der Menschenrechte in der Bundesrepublik nicht nur eine Herzenssache, sondern auch ein nach der Verfassung ihnen obliegende Pflicht obliegt (Art. 1 GG) und außerdem Amnesty International, die Evangelische Kirche, die Katholische Kirchen und die Jüdische Kultusgemeinde verständig, die ja auch unter Hetzekampagne der Nationalsozialisten zu leiden hatten.
Herr Bundespräsident Köhler ließ sich für die Mitteilung bedanken, da er aus ihr erfuhr wie man im Volk denke, Frau Bundeskanzler war nicht zuständig, ebenso der Präsident des Bundetages, der sich auf die Pressefreiheit berief. Die drei an-gesprochenen Ministerien und die übrigen Verbände antworteten überhaupt nicht.
Die Staatanwaltschft bei dem Landgericht Hambnurg und die Generalstaatsan-waltschaft bei dem Hansaeatischen Oberlandesgericht Hamburg wiesen die Anzeigen ab weigerten sich ein Ermittlungsverfahren gegen den Spiegel einzu-leiten, das Klageerzwingungsverfahren vor dem Hanseatischen Oberlandesge-richt blieb erfolglos. Das war auch zu erwarten, denn in der Bundesrepublik ist die Staatsanwaltschaft anders als in China eine politisch abhängige Behörde
Dann hat der Empfang des Dalai Lamas bei der Frau Bundeskanzler, die offen-bar über die Konflikthintergründe gar nicht hinreichend unterrichtet ist oder dies aus sonstigen Gründen überseen wollte, entgegen der Ansicht ihres Außen-ministers, die diplomatischen Beziehungen mit Ihrem Land belastet. Auch das ist weithin bedauert worden, wie sich aus der Stellungnahme des Altbundes- kanzlers Helmut Schmidt ergibt, der erklärt hat, dass dies ein Fehler gewesen sei, der niemandem gedient habe als dem Dalai Lama.
Jetzt hat der Spiegel erneut einen reißerischen Artikel mit fünf Stacheldrahtrin-gen und einem Photo der Chinesischen Regierung veröffentlich und das Maga-zin “Der Stern“ eine Artikel mit einem Bild auf zwei Seiten veröffentlich einer Frau, die von Polizisten zur Hinrichtung gebracht werden soll, ohne anzugeben, um welche Person es sich handelt und welches Urteil von welchem Gericht hier vollstreckt werden sollte, mit der Angabe von Amnesty International dass in China jedes Jahr 8000 solcher Urteile vollstreckt würden und ohne zu sagen, wo woher diese Information stammen soll. Wie das denn praktisch überhaupt mög-lich sein soll, da Todesurteile, wenn sie von einem Gericht gefällt werden, von dem Obersten Gerichtshof überprüft werden müssen und so viele Akten bearbei-tet selbst das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe nicht. .
Die übrige Presse in der Bundesrepublik hat zu all dem geschwiegen oder un-qualifiziert „empfohlen“ wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung, „der Westen möge Tibet als unabhängiges Land anerkennen“, was an sich schon reiner Un-sinn ist, denn „den Westen“ als politische und völkerrechtliche Einheit gibt es gar nicht.
Die Berufung auf die Pressefreiheit ist aber rechtlich nach dem bunddesdeut-schen Recht nicht schlüssig. Nach dem Grundgesetz findet die Pressefreiheit ihre Grenze an den Gesetzen und daher auch an den Strafgesetzten. Die Beru-fung auf die Pressefreiheit zur Verbreitung hetzerischer nicht belegbarer Be-hauptungen ist daher rechtlich gar nicht zulässig, Insbesondere nicht das Be-gehen von Straftaten, wie die Volksverhetzung mittels Druckschriften.
Hier liegt also eine Diskrepanz zwischen der verfassungsrechtlichen, men-schenrechtlichen, allgemeinrechtlichen Gesetzeslage und der Einstellung und Praxis der bundesdeutschen Behörden.
Der Hintergrund ist, dass die Politik von der Presse Angst hat, weil diese die öf-fentliche Meinung manipuliert und sich das für die Wahlen für die eine oder an-dere der vier monopolistischen Parteien schlecht auswirken kann.
Hinzu kommt, dass die Presse nach dem Recht gar nicht verpflichtet ist, die Wahrheit von dem, was sie behauptet sicher zu ermitteln, sondern es genügt, dass sie „recherchier“. Sie kann daher sich immer darauf berufen, irgendjemand hätte ihr das eine oder das andere mitgeteilt.
Ein normaler Bürger, der seine fünf Sinne und seinen kritischen Verstand bei-sammen hat, lässt sich von diesen kommerzialisierten Halbwahrheiten oder redakionellen Erfindungen von den Journalisten ohnehin nicht beeindrucken. Man darf auch nicht übersehen, dass die Presse von kommerziellen Unterneh-men betrieben wird, die sich bemühen müssen, dass ihnen ihr wirtschaftlicher Erfolg erhalten bleibt und ihr Arbeitsstil ist daher nicht die Vermittlung neu-traler objektiver Tatsachen, sondern die Sensation, das Marktgeschrei ob wahr oder nicht. Wright or wrong my money. Der Journalist ist auch davon abhängig, dass seinen Arbeitgeber seine Zeilen erreichen und er muss sich anstrengen die die Zeilen füllen, um sein Geld zu verdienen. Das ganze System hat mit objektiver Information nichts zu tun.
Deshalb ist es auch nicht richtig, dass diese Hetze, die von den Zeitschriften Der Spiegel und nun auch „Der Stern“ ausgeht, von einer großen Zahl von Bürgern dieses Landes geteilt wird. Dagegen sprechen zwei erhebliche Gründe, einmal hat „Der Spiegel im Laufe seiner langen Geschichte, zahlreiche “Affairen“ sogar eine wegen Hochverrates hinter sich gebracht, von der die Geheimen Akten heu-te noch im Garten eines Rechtsanwalts vergraben sind. Und „Der Stern“ hat sich öffentlich und unwiedergutzumachend blamiert durch die Veröffentlich der Tagebücher von Adolf Hitler, die eine Fälschung waren.
Das Geschrei der deutschen Presse und auch anderer muss man immer auf dem Hintergrund der von ihr angebotenen Ware „Wahrheit“ sehen. Als besonderes Beispiel mag Ihnen die englische Presse dienen, die anlässlich des Staatsbesuches des Präsidenten der Französischen Republik ein Naktfoto seiner Frau veröffentlicht hat. Auch in der deutschen Presse gibt es ähnliches. Deswegen hat diese auch nicht reagiert Sie gibt nicht die allgemeine Meinung der deutschen Durchschnittsbevölkerung wieder.
Man muss hier auch die Psychologie der deutschen Durchschnittsbürger verste-hen. Diese haben in der Vergangenheit in ihren Familien nicht nur durch die nationalsozialistische Diktatur, durch den Krieg selbst, durch dessen Verlust und die Besetzung des Landes – die bis heute noch teilweise fortbesteht - und die Schwierigkeiten des Wiederaufbaus eine Haltung angenommen, die sie daran hindert, sich politisch zu äußern. Das ist auch unter dieser Regierungsform nicht anders und wird von den politischen Instanzen auch als Teilnahmslosig-keit, Politikmüdigkeit, „weil man ja doch nichts ändern kann“ beklagt, was sich auch in den schwachen Wahlbeteiligungen äußert.
Daher meine Bitte, nehmen sie das, was die Presse schreibt nur als eine aus Umsatzgründen aufstilisierte Übertreibung von irgendwelchen und im Grund gleichgültig welchen Vorfällen.
Möglicherweise ist sie von internationalen geschäftlichen oder sonstigen Inter-essern beeinflusst. Sie gibt nicht die Meinung der Durchschnittsbürgers wieder, will diese auch gar nicht beeinflussen, sondern nur das verkaufen, was sie an-geblich „recherchiert“ hat, worüber sie nicht einmal eine Pflicht zur Offenle-gung hat. Die Angst von der unkontrollierbaren aus vielfältigen Hintergründen falscher Beeinflussung der öffentlichen Meinung ist nichts anderes als „intellek-tuelle Pronographie“
Die Zusammenarbeit zwischen China und Europa hat sich in der Vergangenheit bereits für beide Teile bewährt. Der kulturelle und wirtschaftliche Austausch nimmt immer mehr zu und wird auch durch jounalistischen Unsinn nicht aufzu-halten sein, wenn wir die Dinge objektiv und mit Abstand betrachten So bitter die moralischen Demütigungen eine offensichtlich ferngesteuerten Heztkampag-ne der Presse auch sein mögen, noch dazu von solchen Urhebern, die selbst we-der an einem besonders empfindlichen Gewissen noch an Zurückhaltung leiden andere bloßzustellen, zu verleumden und moralisch zu schädigen und durch den Dreck zu ziehen, denken Sie daran, „Der Hund bellt, doch die Karawane zieht weiter“
Zum Abschluss möchte ich noch als Europäer Ihnen, den Menschen aus China persönlich mein Bedauern darüber ausdrücken, was wir Europäer Ihrem Land an militärischem Unrecht seit Kaiser Wilhelm II und der Königin Viktoria angetan haben, die Erniedrigungen durch die Erzwin-gung der Pachtgebiete, der Kolonien auf Ihrem Staatsgebiet, und auch der maßlosen Masakern nicht nur in Nanjing, sondern auch sonst am ganzen Land das durch die Bundesgenossen des „großen deutschen Führers“ den Japanern Ihnen angetan wurde Dass dies historische und moralische Mitschuld besteht, ist offensichtlich. Die offizielle Politik der Bundes-republik Deutschland hat es bisher nicht nötig gesehen oder ist möglicher-weise durch Abhängigkeiten, die nicht offensichtlich sind, daran bisher gehindert, auch hier ihre Folgerungen zu ziehen. So möchte ich mich hier unter diesem moralischen Aspekt stellvertretend als Bürger dieses Europa an Sie wenden und Sie bitten, dem deutschen Volk und den Europäern zu verzeihen und über das vergangene Unrecht hinweg den Weg in eine neue friedliche, in gegenseitiger Achtung und kultureller Zusammenarbeit und für alle Teile nutzbringende Zukunft gemeinsam weiterzugehen.
Ihr
Walter G. KRAFT
Walter G. Kraft, geb. 1922 in Pressburg-Bratislava, Slowakei. Nach dem Abitur 1941 Studium in Pressburg, dann juristisches Studium und Hochschule für Welthandelin Wien, Abschluss 1944 mit Diplom. Militärdienst, Kriegsgefangenschaft. Nach praktischer Tätigkeit in der chemischen Industrie 1945 bis 1948 Wiederaufnahme des Studiums in Köln an der rechtswissenschaftlichen und an der philosophischen Fakultät in den Fächern Sinologie und Slawistik. Nach den beiden juristischen Staatsexamen Tätigkeit als Rechtsanwalt zunächst am Landgericht und , ab 1964 am Oberlandesgericht in Köln. Daneben Fortsetzung des juristischen Studiums an der Universität Paris X mit Abschluss des Diploms der Maitrise (LL.M.). Langjährige Tätigkeit im deutsch-französischen Wirtschafts- und Rechtsverkehr, Aufsichtsratsmitglied in verschiedenen Unternehmungen ( Automobilidustrie, u.a.) Mitglied der Société de Législation comparée, Paris und des Groupe de travail des obligations, Prof. M. Fontaine, Louvain la Neuve, Reisen nach China seit 1992