Fände einen Boykott für völlig falsch.
Falls es keinen Boykott gibt, muss man sich vorher mit den Chinesen einigen, dass man sich nicht über Doping-Fälle und Anabolika bei den Sportlern streitet

. Ich vermute, das der Westen während der Spiele ständig bei chinesischen Siegen auf Anabolika und Doping verweist. Dabei wird wahrscheinlich fast überall gedopt.
Olympische Spiele sind ein Medienereignis, die Starts der Wettkämpfe, die Finale, alles wird mit den besten Sendezeiten verbunden um über Werbung Geld zu verdienen.
Oft wird der antike Olympionike als Vorbild dargestellt, Amateur, nur für den Lorbeerkranz kämpfend. Friede während der Spiele, keinen Streit und keine Kriege, eben alles wie in der guten alten Zeit.
Dabei übersieht man, das die antiken Spiele in Wahrheit anders waren. Die Sportler waren Vollprofis, die Bilder von Lorbeer gekränzten Athleten auf den Tonkrügen zeigen nur, das sie den Inhalt (Öle, die Siegprämie) Abgabenfrei transportieren durften. Viele erhielten von ihrem Land Rente auf Lebenszeit, ein militärisches oder politisches Amt. Und natürlich gab es Kriege zwischen den beteiligten Nationen während der Spiele. Es war nur verboten Pilger, die auf dem Weg zu den Spielen waren, anzugreifen. Allerdings war man sich auch nicht immer einig, wann die Zeit der Reisen zu den Spielen anfing.
Weil Olympia eine Kult- und Orakelstätte war, wie auch Delphi oder Korinth, wo ebenfalls Spiele stattfanden, war es auch von Vorteil so eine Stätte sein eigen zu nennen. Es gab sogar während der Spiele Krieg um Olympia.
Warum also sollte man jetzt die Sportler nicht fahren lassen, es ist doch ihr Job. Und so erfahren verschiedene Völker mehr voneinander, der einzige Vorteil der ganzen Aktion. Allerdings durch die Objektive der Kameras, wo leider Objektiv nicht objektiv bedeutet.
Ich hoffe, es gibt dann eine Menge neuer Berichte über China im Fernsehen, die ich mir gerne ansehen werde. Wer wo was gewinnt wird mir allerdings ziemlich egal sein.