Zitat:
Richtig. Wenn man einen PIN haben will, muss man den sich extra einrichten lassen. Das geht auch bei den Bankkarten der BOC.
'ne PIN hab' ich ja, nur dass diese im Ausland nicht abgefragt wird.
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wie so oft? Was meinst Du mit "fraglichem Sicherheitskonzept"?
Konkret beziehe ich mich hier aufs Ebanking. Seit Kurzem brauche ich nur noch username und passwort und schon habe ich Zugriff auf das Konto - ein EToken wird nicht mehr benötigt. Sehr leicht zu hacken...
Um eine Zahlung zu bestätigen, wird eine SMS auf das Handy gesendet - noch leichter zu hacken, da der GSM standard sehr schwach geschützt ist und es viele Programme gibt, um ihn zu entschlüsseln. Man muss also nur in derselben Mobilfunkzelle wie der Besitzer sein und schon hat man unbeschränkten Zugriff auf sein Anlagevermögen. Früher basierte das Ganze zumindest noch auf einem E-Token oder einer Streichkarte...
Inzwischen bieten sie aber den Gipfel: man authentifiziert sich mit einem USB-Stick - also einem Gerät, welches gleich mit dem Computer verbunden wird, sodass ganz sicher auch jeder, der möchte, über eine Malware darauf zugreifen kann. Dann muss man nicht einmal mehr in der Nähe des Opfers sein, sondern nur einen Trojaner in sein System einschleusen (z.B. über QQ oder so).
Zitat:
Schon mal darüber nachgedacht, dass die von Dir genannte "Sicherheitslücke" möglicherweise in Amsterdam liegt???
Die Sicherheitsrichtlinien werden von den Banken herausgegeben. Wenn die BOC sagt: "ohne Pin gibts kein Geld" wird jeder Laden den Pin verlangen.
Bei meinen Kreditkarten kann ich natürlich Beträge bis CHF 40.- ohne PIN bezahlen, aber nicht wie bei meiner BOC Karte bis zu CNY 50.000 pro Tag. Das sind schon andere Grössenordnungen...
Bei Wangfujing und vielen anderen guten chinesischen Malls verlangen die sowohl Unterschrift wie auch Pin - das finde ich sehr vernünftig. Ich habe aufgehört, in China in Läden, die nicht so seriös arbeiten, mit Karte zu bezahlen.
Zitat:
Das UnionPay System aus China findet weltweit immer mehr Akzeptanz
Der Trend hat sich wieder gewendet. Denn Master & Visa Card verbieten nicht-chinesischen Banken, sowohl ihre Karten wie auch UnionPay zu akzeptieren. Bei Zuwiderhandlung droht eine Geldstrafe (oder die Kündigung des Vertrags). Daher fahren die meisten chinesischen Banken doppelspurig über UnionPay innerhalb Chinas und Maestro- oder Kreditkarten ausserhalb.
Zitat:
Ich finde CN-ATM-Karten wesentlich sicherer als Deutsche EC-Karten: Kein Name drauf, i.d.R. immer PIN bei Zahlungen erforderlich, in China meist zusätzlich Unterschrift erforderlich. Besser geht es kaum ...
Der Name ermöglicht aber im Zweifelsfall die Authentifizierung via ID-Karte. Ich kenn die deutschen Zahlungsmodalitäten nicht, aber mit schweizerischen Karten sind immer PINs erforderlich - sowohl bei Maestro wie auch bei Kreditkarten (ausser bei kleinen Beträgen - und die können dann sogar über RFID beglichen werden).
Gerade in China finde ich es höchst fraglich, nur die Unterschrift zu verlangen - denn das Rechtssystem ist so ineffizient, dass man wohl kaum fälschlich abgezogenes Geld zurückfordern kann. Und die Betrugsfälle sind zahlreich...
Daher würde ich in Chin anie an einem Ort die Karte einsetzen, der nicht höchst Vertrauenswürdig ist (und das sind eigentlich nur bekannte Malls) - lieber am ATM das Geld holen und Bar bezahlen.