Anna Carruthers hat geschrieben:
Baden und Körperpflege: Nun, nicht notwendigerweise wichtig, aber ich finde solche Alltagsdetails ganz interessant. Gab es im Haus reicher Chinesen Badezimmer? (Logischerweise nicht so wie die heutigen

)
Eher nicht. Gewaschen wurde sich mit Wasser aus dem Brunnen (Leitungswasser gab es natürlich noch nicht) und wer eine gründliche Vollwäsche brauchte ging ins Badehaus.
Anna Carruthers hat geschrieben:
Ist das Rasieren der Körperhaare üblich (gewesen)?
Auch eher nicht, denn Chinesen haben kaum Körperbehaarung (vom Kopf und Genitalbereich abgesehen).
Anna Carruthers hat geschrieben:
Tattoos: Da ich Tattoos mag, ist die Idee eines tätowierten Romanhelden reizvoll. Wurden im genannten Zeitraum farbige Tattoos erstellt? Ist es glaubwürdig, wenn ein großer Drache/Tiger auf den Rücken tätowiert ist? (Eine Vorgeschichte als Verbrecher ist okay für meinen Protag.)
Diese Vorgeschichte wäre auch dringend notwendig, denn abgesehen von Schweren Jungs hat sich in China kaum jemand tätowieren lassen. Ob es damals schon farbige Tattoos gab kann ich leider nicht sagen.
Anna Carruthers hat geschrieben:
Konkubinen: Die hatten ja anscheinend nur verheiratete Männer? Oder gab es da irgendwelche Ausnahmen oder Tricksereien, damit ein Mann die auserwählte Dame nicht heiraten mußte???
Männer hatten Konkubinen, nicht umgekehrt
Heirat war im alten China sowieso eine andere Angelegenheit als wir das aus der christlichen Kultur kennen. Reiche Chinesen konnten sich mehrere Frauen nehmen, das war ganz normal und musste nicht mit einer standesamtlichen oder gar kirchlichen Zeremonie beurkundet werden.
Anna Carruthers hat geschrieben:
Wie war das denn um 1800 herum mit den Familiennamen? MEin Protag hat sich seinen Vornamen (Hu-Wei) selber gegeben, gab es um die Zeit herum schon Familiennamen und hätte es da irgendwelche spez. Überlegungen gegeben, nach denen man sich einen Familiennamen aussucht?
Ja, es gab um die Zeit herum schon Familiennamen in China. Die gab es sogar schon 2.000 Jahre bevor dein Roman handelt
Und wie in Europa sucht man sich seinen Familiennamen nicht aus, sondern bekommt ihn von (Tusch!) der Familie, genauer gesagt von der Familie des Vaters.