Aremonus hat geschrieben:
Hört bitte einmal mit diesen kindischen persönlichen Angriffen auf und argumentiert auf einem Niveau, das eine Diskussion möglich macht.
ich? persoenliche Angriffe? Niemals!
Zitat:
Meines Erachtens liegt das Problem Chinas ... das Management.
Da koennte was daran sein. Ich bin leider mit der Vergabepraxis nicht im Detail vertraut. Ein Onkel von meinem Schwager war Dozent an der Physik-Falkultaet einer Eliten-Uni in Shanghai. Wenn ich mich an seinen Erzaehlungen erinnere, scheinen mir die Muehlen an einer chinesischen Uni in der Tat noch um einiges langsamer zu drehen als mir hier in D. bekannt und gewohnt. Wobei speziell die von Dir genannten Beispiele wohl eher auf mangelden finanziellen Mitteln zurueckfuehren lassen als rein an der Buerokratie.
Zitat:
Wer ein bisschen Geld für ein kleines Forschungsprojekt will, muss erst einmal ein Jahr kämpfen und hoffen, dass er Glück hat und etwas gesprochen bekommt. Die Kriterien sind nicht fest definiert, es gibt viel Ermessensspielraum und somit basiert das Resultat wiederum auf Guanxi.
Das ist mit kleiner Abweichung hier in etwa dasselbe. Aus meinen Jahren als Hiwi an der Uni kenne ich eine Latte von Tricks, die fuer die Beantragung von einer Doktorstelle oder Projektbudget notwendig sind. Dabei gehoeren die E-Techniker noch zu den "Reichen" an der Uni. Wenn mal ein Soziologe oder Philosoph n Projekt samt Peronsalbudget beantragen will.....ohohoho, wobei man sagen muss, dass Forschungsprojekte der Soziologen oder Philosophen ohnehin so ziemlich niemanden was bringt.

Zitat:
Bei Grossprojekten ist der Unterschied noch frappanter:
Im Westen gehen die Wissenschaftler mit ihren Projektvorschlägen zur Regierung und erhalten Geld, um beispielsweisen einen LHC oder so zu bauen. In China hingegen sagt die Regierung, welche Forschungsresultate sie möchte und gibt nur Geld für Projekte, die zu diesem Ziel führen (chinesischer Transrapid). Wo sind die Forscher wohl motivierter?
Da ist auch was dran. Die chinesen unterhalten, im Vergleich zu Deutschland, staatliche Forschungsinstitutionen (vgl. die amerikanische NAS). Diese Institutionen haben nur eingeschraenkten Bildungsauftrag und dient vorrangig als wissentschaftliches Lobby der zentral- und ProvinzRegierungen. Ich denke mal dass die Marschrichtung der Grundlagenforschung gehen von diesen Institutionen aus. Zentralisierung der Forschung buendelt Resourcen und beguenstigt der Bewaeltigung von Grossprojekten (z.B. wie schon erwaehnt die chinesische Version des Manhatten-Projekts) erwuergt allerdings die Vielfalt. Es exitieren z.Zt. an vielen chinesischen Unis die Vorgabe, Papers um jeden Preis rauszuhauen. Der Hintergrund ist dass das Forschungsministerium einfach mal als Ziel "mehr Forschungs-Output" pauschal gefordert hat. Woran misst man also Forschungs-Output? Anzahl der Papers! Das hat dann dazu gefuehrt. Dass gerade die chin. Forscher in den letzten Jahren die internationalen Publikationen mit Papers geradezu ueberflutet hat. Unter den Papers sind viele Innovationen, aber auch ne Menge nutzlose Platzfueller. Aber Hauptsache Jahresziel erreicht, das ist beinahe sowas wie ein akademisches "Sprung nach vorne" und ist geradezu eine Verschwendung der Forschungskapazitaet.
Was ich allerdings als vorteilhaft fuer die chinesische Forschung sehe, ist dass die Forschung in keiner religoesen Zwangsjacke steckt. Die ideologische Einschraenkung wirkt nicht (mehr) auf den Gebieten der "echten" Wissenschaften aus. Dieser Vorteil zeigt sich imho gerade im Gebiet der Biochemie und Gentechnik.
@l3s3ratt3
ich weiss nicht in welchem Gebiet Dein Freund gesucht hat. Gerade im Gebiet der Grundlagenforschung verfolgen die chin. Unis wie erwaehnt gewoehnlich zentralen Vorgaben und gehen afaik nur selten auf Fundraiser zu.
Gruss
/dev/urandom
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