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 Betreff des Beitrags: Needle through brick
BeitragVerfasst: 07.06.2011, 15:48 
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http://www.snagfilms.com/films/title/ne ... ugh_brick/

Eine sehr gut gemachte Dokumentation über Traditionelle Chinesische Kampfkünste. Die Doku
ist auf Englisch und wenn ich das richtig verstanden habe gemacht von Leuten die schon
verschiedene Dokumentationen über Kampfkünste gemacht haben.
Der Schwerpunkt ist dabei auf Malaysia, da sich dort scheinbar viele Lehrer, Meister zurückgezogen haben die durch
verschiedene Ereignisse aus China. ZB Kulturrevolution oder schon vorher
Invasion der Japaner geflüchtet sind. Man sieht viel seltenes und interessante Meister, was mich und schon ein paar andere Kung Fu Lernende denen ich den Film gezeigt habe hat höher schlagen lassen.
Es ist aber auch traurig weil es aufzeigt, wie viele Traditionelle Künste am austerben sind.
Ich finde es aber auch für Nicht Kung Fu Liebhaber eine Interessante Dokumenation.


Liebe Grüße,
Xian


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 Betreff des Beitrags: Re: Needle through brick
BeitragVerfasst: 07.06.2011, 17:03 
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Ist ein recht guter Film, gebe ich zu (Goldman Sachs ist ja schließlich nicht arm), wenngleich ich sehr große Abneigung gegen den Gemeinplatz hege, daß all die großen Kampfkünstler China verlassen mußten wegen des repressiven Mao-Regimes und es deshalb nur außerhalb der VR gute Kampfkünstler gibt.

Sehr beliebt in Hongkong, wo den Kampfkunstlernwilligen genau dieser Bär aufgebunden wird, damit die Kasse klingelt. Ich habe eine brasilianischen Freund, der genau auf diese Schwadroniererei hereingefallen ist, unter schäbigsten Umständen leben, essen und schlafen mußte und viel Geld ausgegeben hat. Er dachte, das gehört dazu, wer lernen will, muß leiden usw. Der ganze Quatsch, der so gerne über die ach so weisen Kampfkunstlehrer verbreitet wird und auch so in den meisten Kung-Fu-Filmen so dargestellt wird. Ihm wurde sogar erzählt, reines Kung-Fu sei eben nicht mit Wu-Shu vergleichbar, zudem die Süd-Schule ohnehin die Nord-Schulen ausstechen würden. Und, wie durch Wunder, sei es eben ihrem Meister gelungen, das böse mao-chinesische System auszutricksen und die wahren Werte der uralten Chinesischen Kampfkunst, eben jenes Kung-Fu, nach Hongkong zu retten. Klasse Verarsche! Ich mag chinesische Kampfkunst, wirklich, nur mag ich dieses Hickhack um die beste Schule nicht, und schon gar nicht, wie Ausländer damit auf den Arm und ausgenommen werden (und nicht nur die, Chinesen geht es ja ebenso).

Gleiche Geschichte mit Wing-Tsun oder Wing-Tschun/Wing-Chun oder Yongchun usw. Allein durch das Namensspiel gelingt es geschäftstüchtigen Chinesen (und deren europäischen/amerikanischen Jüngern) die lernwilligen Athleten gründlich zu verarschen. Pfui! Ein anderes Beispiel wäre Shaolin, wo der Lernwillige schon mal etliche RMB hinblättern muß, um einen gewöhnlichen Kurs zu absolvieren (es sei mal die Qualität dahingestellt) – Buddhisten sollten sich vom Weltlichen fernhalten! Wer genug bezahlt, bekommt auch ohne große Anstrengung ein Zertifikat und darf sich großer Meister nennen. Sogar das Berliner Shaolin-Kloster distanziert sich von solchen Machenschaften.

Alles in allem: es lebe die chinesische Kampfkunst – allen Betrügern aber eins auf die Mütze!


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 Betreff des Beitrags: Re: Needle through brick
BeitragVerfasst: 10.06.2011, 00:24 
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Beiträge: 348
Also ich glaube nicht das dort von allen die Rede war, einer der Meister die dort sprechen, meinte ja das er oder ich glaube sein Lehrer nur noch im Geheimen praktizieren konnten während der Kulturrevolution. Und vor allem auch nicht " alle " der letze Abt vor Shi Yongxing in Shaolin Si, Hai Tank zb. zog sich in die Berge zurück, er wurde ja später von der KP Regierung eingeladen nach Shaolin zurückzukehren usw. solche Einladungen gingen an verschiedene Leute.
Für manche reichte es eben nicht nur noch nachts im Geheimen zu praktizieren, so flohen sie. Sowie ich das verstanden habe, sahen manche es auch einfach als unsicher für sich und ihre Kunst an.
Dann gabs ja auch wieder ganz andere Fälle, jene die zb. ins Lager gehen mußten, wie zb. Wang Pei Sheng http://www.ycgf.org/WPS_Eulogy/WPS_Eulogy.html der zum Glück aber das Lager überlebte.
Oder zb. gab es ja auch jene Meister die einwilligten der Regierung beim Modern Wushu zu helfen. Bei denen war die Situation anders.

Im Video selbst sah man ja auch einen alten Hung Gar Meister der schon zur Zeiten der Japanischen Invasion floh, also schon bei Aufnahme ein wirklich alter Mann war.



Liebe Grüße,
Xian


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 Betreff des Beitrags: Re: Needle through brick
BeitragVerfasst: 10.06.2011, 00:29 
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Registriert: 05.08.2010, 19:24
Beiträge: 348
i18n hat geschrieben:

Gleiche Geschichte mit Wing-Tsun oder Wing-Tschun/Wing-Chun oder Yongchun usw. Allein durch das Namensspiel gelingt es geschäftstüchtigen Chinesen (und deren europäischen/amerikanischen Jüngern) die lernwilligen Athleten gründlich zu verarschen. Pfui! Ein anderes Beispiel wäre Shaolin, wo der Lernwillige schon mal etliche RMB hinblättern muß, um einen gewöhnlichen Kurs zu absolvieren (es sei mal die Qualität dahingestellt) – Buddhisten sollten sich vom Weltlichen fernhalten! Wer genug bezahlt, bekommt auch ohne große Anstrengung ein Zertifikat und darf sich großer Meister nennen. Sogar das Berliner Shaolin-Kloster distanziert sich von solchen Machenschaften.

Alles in allem: es lebe die chinesische Kampfkunst – allen Betrügern aber eins auf die Mütze!


Selbe macht man in Wudang im Moment auch. Und wie du wahrscheinlich weißt hat die KP auch schon nach dem Südlichen jetzt den "Westlichen " Shaolin Tempel entdeckt den sie natürlich im großen Stil Touristisch ausbauen wollen um den Buddhismus zu fördern. Shi Yongxin ist wie du weißt Kader in der KP und sitzt im Kongress, fährt einen dicken Jeep und findet es keinen Wiederspruch als voll ordinierter Mönch nach Geld und Ruhm zu streben. Er war ja auch derjenige der im Ort alle Schulen vertrieb um die eigenen einzurichten. Er wurde ja auch schon mindestens einmal für seine Tourismus Verdienste von der KP ausgezeichnet. Spätestens da sollte klar sein wie der Wind weht.


Liebe Grüße,
Xian


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