@ devurandom
In einem "wissenschaftlichen" Propaganda-Buch, dessen Titel ich damals nicht aufschreibenswert fand(Plants in China, oder Flora in China), habe ich gelesen, dass in China seit dem fruehen 16. Jhdt. Kartoffeln angebaut werden. Dem habe ich damals nicht so getraut gehabt, da in China immer alles hoeher, schneller, besser war/ist.
Wir haben auf unserer sparsamen Reise eigentlich in jeder Provinz Kartoffeln gegessen. Chinesisches Essen kann sehr lecker sein, aber mit der deftigen Hausmannskost auf dem Dorf haben wir uns nicht immer anfreunden koennen. Da kann man zwischendurch als Deutscher etwas Vertrautes bekommen.
Kartoffeln sind wegen dem geringen Eigengeschmack genauso wie Vollkornbrot nicht sehr beliebt. Scheint auch mehr in Nordchina angebaut zu werden. heutzutage wird so viel Fleisch wie moeglich gegessen, so dass die Kartoffel vielleicht ein Image von arme Leute Essen hat (?).
Da der Name auf deutsch und englisch aehnlich ist:
Suesskartoffeln kann man in Peking an fast jeder Strassenecke bekommen. In Sichuan, Yunnan und Guangxi haben wir einzelne Pflanzen in Kohlbeeten gesehen, oder als Begruenung der Haenge am Reisfeld (nahrhafter Erosionsschutz).
Zitat:
Vielleicht werden die auch nur als Viehfutter - wie früher in Europa - verwendet.
Das ist heute auch noch in Deutschland Fall, aber wohl eher ein Problem von "Luxusgesellschaften" mit deutlicher Ueberproduktion. Ob das in der chinesischen Landwirtschaft schon so stark der Fall ist weiss ich nicht.
Zitat:
warum man in China keine Kartoffeln ißt.
In einem Land wo fast alles gegessen wird was einen Naehrwert hat, ist die Kartoffel nichts exotisches.
Ich glaube es wird schwer etwas zu finden, was es in China nicht gibt.
Egal worum es geht, in einem Land in dem 1,3 Mrd. Menschen leben, das groesser als die EU ist, wird man wohl eine beachtenswerte Gruppe Menschen finden, die genau das macht.
Eine komische Aufgabenstellung.
Hoert sich mehr nach Strafarbeit an.
