Zitat:
wie lange - Deiner Meinung nach - geht das in Europa gut und wie lange in China?
Definiere "gutgehen". Ich möchte jedenfalls nicht zwanzig Prozent meines Einkommens für faule Hippies im Ruhestand einzahlen - das Rentenalter muss also dem Anstieg der Lebenserwartung entsprechen oder die Rente gesenkt werden.
In Europa und in China werden die Alten sicherlich keinen Aufstand machen, sondern sich einsam grämen - die chinesische Regierung ist also nicht unmittelbar gefährdet, China wird nicht brennen und die Alten werden nicht verhungern.
Natürlich wird der Lebensstandard im Westen höher bleiben als in China - aber dennoch dürften die volkswirtschaftlichen Kosten für uns noch grösser sein als für China. Wer sie trägt, steht auf einem anderen Blatt.
Meiner Meinung nach ist die ganze Demografiediskussion zu stark auf die Probleme ausgerichtet - wir sollten uns viel mehr auf die Chancen konzentrieren. So könnten die Alten auch bei uns, wie in China, vermehrt die Kindererziehung übernehmen, wenn die Mutter arbeiten geht - Grossmütter sind erfahrenere Mütter und meist gefestigetere Persönlichkeiten. Für die Förderung der Kinder auf jeden Fall besser als die Kinderkrippe, wo eine überforderte 23-jährige Gruppenmama eine Horde Kinder irgendwie beschäftigen muss.
Zudem haben diese Leute oft sehr viel Wissen und Erfahrung angesammelt - Dinge, die sie der Wirtschaft zu Verfügung stellen könnten. So könnten sie beispielsweise Teilzeit arbeiten oder Firmen beraten. Derzeit erhalten sie aber weniger Rente, wenn sie dies tun - werden also für ihren Fleiss bestraft.
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Kennst Du die heutige Situation in China???
Ja, ich kenne die Situation in China - und Du kennst sie auch. Die Kompetenzen von Forenmitgliedern bei Meinungsverschiedenheiten in Frage zu stellen halte ich ehrlich gesagt für schlechten Stil.
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Chinas Wunderwirtschaft stößt an ihre Grenzen
Diesen Text halte ich für eurozentrisch und für nicht mehr aktuell. Im ersten Quartal dieses Jahres verbuchte China beispielsweise sogar einen Importüberschuss, die Regierung spricht inzwischen sogar selber von einer Immoblase und erhofft sich eine "sanfte Landung". Der Yuan könnte nach Meinung mancher anderen Experten derzeit sogar überbewertet sein, nachdem China die Geldmenge derart stark ausgedehnt hat. Einzig die Problemfelder in Teil 6 und Teil 2 haben sich nicht merklich verändert, haben aber ihrerseits nur einen eingschränkten Einfluss auf die Entwicklung des Landes.
Zitat:
China: Regierung will Armutsgrenze anheben
Und dieser Text stammt aus meiner Feder.