Wen Jiabao fordert politische Reformen, wird zensiert

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ghormax
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Wen Jiabao fordert politische Reformen, wird zensiert

Beitrag von ghormax »

Ich frage mich immer wieder: werden wichtige politische Reformen in China umgesetzt bevor es zu spät ist (z.B. die Korruption das Land vollkommen ruiniert)。

Wen Jiabao versucht das Thema jetzt endlich voranzutreiben doch scheitert an der mächtigen Zensur.

http://www.welt.de/print/die_welt/polit ... siert.html" target="_blank

http://www.mysinchew.com/node/46480?tid=14" target="_blank
Xian
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Re: Wen Jiabao fordert politische Reformen, wird zensiert

Beitrag von Xian »

ghormax hat geschrieben:Ich frage mich immer wieder: werden wichtige politische Reformen in China umgesetzt bevor es zu spät ist (z.B. die Korruption das Land vollkommen ruiniert)。

Wen Jiabao versucht das Thema jetzt endlich voranzutreiben doch scheitert an der mächtigen Zensur.

http://www.welt.de/print/die_welt/polit ... siert.html" target="_blank

http://www.mysinchew.com/node/46480?tid=14" target="_blank
Naja in einer Rede vor kurzem hat er wieder vom Marxismus und vom einer "Sozialist Landscape " gesprochen und außerdem was ist den eine Sozialistische Demokratie , was es war haben wir in der DDR gesehen und in Rußland zum Beispiel.
Die KPCh fing damals als sie gegen die Nationalisten kämpften mit der Versprechung an Demokratie einzuführen, wenn sie an die macht kämen, als sie dann dran waren haben sie gemeint,China wäre nicht soweit und sie bräuchten erstmal den Kommunismus.
Nachdem Lenin damals in Rußland die Macht an sich riss, ließ er kurz danach Wahlen zu. Lenin, wurde nicht gewählt mit großer Mehrheit. Er tötete den Gewählten und ließ in kurzer Zeit alle anderen auch unbringen. Das selbe Spiel mit Stalin.... Ich weiß also nicht wieviel davon zu halten ist, wenn jemand immer und immer wieder etwas verspricht, was dann nicht umgesetzt wird und eher es in die Umgekehrte Richtung geht....


Liebe Grüße,
Xian
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Re: Wen Jiabao fordert politische Reformen, wird zensiert

Beitrag von Laogai »

Xian hat geschrieben:Die KPCh fing damals als sie gegen die Nationalisten kämpften mit der Versprechung an Demokratie einzuführen, wenn sie an die macht kämen, als sie dann dran waren haben sie gemeint,China wäre nicht soweit und sie bräuchten erstmal den Kommunismus.
Könntest du das nochmal näher erläutern? Mir scheint, du bringst da einige 主义 schwer durcheinander :roll:
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Re: Wen Jiabao fordert politische Reformen, wird zensiert

Beitrag von Bernhard »

ghormax hat geschrieben:Ich frage mich immer wieder: werden wichtige politische Reformen in China umgesetzt bevor es zu spät ist (z.B. die Korruption das Land vollkommen ruiniert)。
Da ist jedenfalls noch ein weiter Weg...

Das Ende der kommunistischen Dynastie ist noch lange nicht in Sicht, da kannst du ganz beruhigt sein....
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Re: Wen Jiabao fordert politische Reformen, wird zensiert

Beitrag von ingo_001 »

Xian hat geschrieben:Naja in einer Rede vor kurzem hat er wieder vom Marxismus und vom einer "Sozialist Landscape " gesprochen und außerdem was ist den eine Sozialistische Demokratie , was es war haben wir in der DDR gesehen und in Rußland zum Beispiel.
Es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen der damaligen DDR + UdSSR auf der einen und China auf der anderen Seite:
Die beiden Erstgenannten hatten der jeweils eigenen Bevölkerung wirtschaftlich nichts zu bieten und von Reisefreiheit konnte auch keine Rede sein.
Das, was unsere westlichen Demokratien (nach wie vor) nicht richtig einzuordnen wissen ist schlicht und ergreifend der Umstand, dass ein (auf dem Papier) kommunistischer Staat es nicht nur geschafft hat erfolgreich auf dem Weltmarkt zu agieren, sondern ausserdem der eigenen Bevölkerung einen (mehr oder weniger) schnellen Anstieg des Lebensstandardts zu ermöglichen.
Wenn man von der politischen Ebene absieht, wo ja bekanntlich nichts dran zu rütteln ist, können die Chinesen machen, was sie wollen (z.B. Reisen, wenns denn der Geldbeutel zulässt) und die Unternehmen können (solange sie der politischen Linie nicht zuwider handeln) eigentlich machen, was sie wollen.
Solange die Mehrheit der Chinesen für sich und ihre Kinder eine positive Gegenwart bzw. Zukunft sieht, wird an den bestehenden Verhältnissen auch nicht gerüttelt werden - warum auch?
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.
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Re: Wen Jiabao fordert politische Reformen, wird zensiert

Beitrag von Xian »

ingo_001 hat geschrieben:
Xian hat geschrieben:Naja in einer Rede vor kurzem hat er wieder vom Marxismus und vom einer "Sozialist Landscape " gesprochen und außerdem was ist den eine Sozialistische Demokratie , was es war haben wir in der DDR gesehen und in Rußland zum Beispiel.
Es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen der damaligen DDR + UdSSR auf der einen und China auf der anderen Seite:
Die beiden Erstgenannten hatten der jeweils eigenen Bevölkerung wirtschaftlich nichts zu bieten und von Reisefreiheit konnte auch keine Rede sein.
Das, was unsere westlichen Demokratien (nach wie vor) nicht richtig einzuordnen wissen ist schlicht und ergreifend der Umstand, dass ein (auf dem Papier) kommunistischer Staat es nicht nur geschafft hat erfolgreich auf dem Weltmarkt zu agieren, sondern ausserdem der eigenen Bevölkerung einen (mehr oder weniger) schnellen Anstieg des Lebensstandardts zu ermöglichen.
Wenn man von der politischen Ebene absieht, wo ja bekanntlich nichts dran zu rütteln ist, können die Chinesen machen, was sie wollen (z.B. Reisen, wenns denn der Geldbeutel zulässt) und die Unternehmen können (solange sie der politischen Linie nicht zuwider handeln) eigentlich machen, was sie wollen.
Solange die Mehrheit der Chinesen für sich und ihre Kinder eine positive Gegenwart bzw. Zukunft sieht, wird an den bestehenden Verhältnissen auch nicht gerüttelt werden - warum auch?

Die Erschaffung einer allgemeinen Mittelschicht, ist ein Versprechen was noch umgesetzt werden muss.

@Laogai

Suche mir den Teil nochmal raus und poste es dann.


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Xian
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Re: Wen Jiabao fordert politische Reformen, wird zensiert

Beitrag von Xian »

@Laogai

Das hier trifft es so am nähsten:
Before 1949, the CCP styled itself as ardently democratic and made numerous appeals for immediate democratisation. Here is just one example. On April 8, 1945, an editorial in its mouthpiece Xinhua Ribao (New China Daily) stated: "It is time for change! But change for what? In one word, for democracy."
Quelle: http://www.newsweekly.com.au/articles/2 ... 1_ccp.html" target="_blank


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Xian
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Re: Wen Jiabao fordert politische Reformen, wird zensiert

Beitrag von beowulf »

Xian hat geschrieben:@Laogai

Das hier trifft es so am nähsten:
Before 1949, the CCP styled itself as ardently democratic and made numerous appeals for immediate democratisation. Here is just one example. On April 8, 1945, an editorial in its mouthpiece Xinhua Ribao (New China Daily) stated: "It is time for change! But change for what? In one word, for democracy."
Quelle: http://www.newsweekly.com.au/articles/2 ... 1_ccp.html" target="_blank


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Was vielleicht auch meine Skepsis den Personen gegenüber erklärt, die ständig von Demokratie reden und dabei nur hohle Phrasen von sich lassen ;-)
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Re: Wen Jiabao fordert politische Reformen, wird zensiert

Beitrag von Aremonus »

Die beiden Erstgenannten hatten der jeweils eigenen Bevölkerung wirtschaftlich nichts zu bieten und von Reisefreiheit konnte auch keine Rede sein.
Also die DDR hatte wirtschaftlich um einiges mehr zu bieten als China heute in Shanghai. Für 2010 wurde in Shanghai ein BIP von 7100 Euro pro Kopf prognostiziert (und die Stadt schient auf gutem Wege, dies zu erreichen), während das BIP pro Kopf in der DDR bei 12.185 Euro95 lag (deflantioniert auf das Jahr 2010 wäre es sogar noch höher, aber ich finden den Deflator grad nicht heraus).

Dennoch glaube ich, dass man in China glücklicher ist als seinerzeit in der DDR, da man einfach viel freier ist. Ich mein, wer als Ossi 'mal 'rüber wollte hatte ein Problem...
Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!
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Re: Wen Jiabao fordert politische Reformen, wird zensiert

Beitrag von xyz678 »

Aremonus hat geschrieben:Also die DDR hatte wirtschaftlich um einiges mehr zu bieten als China heute in Shanghai. Für 2010 wurde in Shanghai ein BIP von 7100 Euro pro Kopf prognostiziert (und die Stadt schient auf gutem Wege, dies zu erreichen), während das BIP pro Kopf in der DDR bei 12.185 Euro95 lag (deflantioniert auf das Jahr 2010 wäre es sogar noch höher, aber ich finden den Deflator grad nicht heraus).
Quelle?

Das BIP/Kopf in der DDR wäre dann 1218 Euro im Monat, also umgerechnet 2436 DM. Dann wäre jeder Ossi nominell reicher als jeder Wessi. Überhaupt, dann war die DDR damals, also vor über 20 Jahren, das reichste Land der Welt. Hmm, wieder was gelernt.

Selbst wenn das stimmen sollte, dann bedeutet es auch nicht, dass die Ossis eine größere Kaufkraft hatten. Wenn die Ossis für einen Apfel 200 DM ausgeben mussten, dann sind 2436 DM schnell weg.
Also die reale Kaufkraft zählt. Zudem kommt noch der Aspekt der Qualitätsunterschiede: selbst wenn der Trabi genauso viel gekostet hätte wie ein Mercedes, welches Auto würdest Du dann fahren?
On September 17, 1955, Tsien Hsue-shen:
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Re: Wen Jiabao fordert politische Reformen, wird zensiert

Beitrag von corneta »

xyz678 hat geschrieben:Also die reale Kaufkraft zählt.
Ich warte ja auch in dem Zusammenhang noch auf den Big-Mäc-Index der DDR :mrgreen: .
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Re: Wen Jiabao fordert politische Reformen, wird zensiert

Beitrag von Bernhard »

xyz678 hat geschrieben: Selbst wenn das stimmen sollte, dann bedeutet es auch nicht, dass die Ossis eine größere Kaufkraft hatten. Wenn die Ossis für einen Apfel 200 DM ausgeben mussten, dann sind 2436 DM schnell weg.
Also die reale Kaufkraft zählt. Zudem kommt noch der Aspekt der Qualitätsunterschiede: selbst wenn der Trabi genauso viel gekostet hätte wie ein Mercedes, welches Auto würdest Du dann fahren?
Ich möchte von vornherein klarstellen, dass ich nicht "anti-chinesisch" bin. Das ist sowieso immer das Holzhammer-Nicht-Argument, um irgendwelche unliebsame Äußerungen zu diffamieren.

Aber ich möchte doch fragen: Woher hast du diesen Schwachsinn von "200 DM für einen Apfel"?

Und: Der prozentuale Anteil der Chinesen, die sich einen Mercedes leisten können, ist (noch) eher gering....
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Re: Wen Jiabao fordert politische Reformen, wird zensiert

Beitrag von ingo_001 »

Aremonus hat geschrieben:
Die beiden Erstgenannten hatten der jeweils eigenen Bevölkerung wirtschaftlich nichts zu bieten und von Reisefreiheit konnte auch keine Rede sein.
Also die DDR hatte wirtschaftlich um einiges mehr zu bieten als China heute in Shanghai. Für 2010 wurde in Shanghai ein BIP von 7100 Euro pro Kopf prognostiziert (und die Stadt schient auf gutem Wege, dies zu erreichen), während das BIP pro Kopf in der DDR bei 12.185 Euro95 lag (deflantioniert auf das Jahr 2010 wäre es sogar noch höher, aber ich finden den Deflator grad nicht heraus).

Dennoch glaube ich, dass man in China glücklicher ist als seinerzeit in der DDR, da man einfach viel freier ist. Ich mein, wer als Ossi 'mal 'rüber wollte hatte ein Problem...
Lassen wir mal das BIP ausser acht, denn es ist nur ein statistischer Wert.
Es sah doch in der DDR so aus, dass es verschiedene Konsumgüter gar nicht zu kaufen gab und einige (z.B. Autos) erst nach Jahren der Wartezeit zu bekommen waren.
Verschiedene Obstsorten gabs auch nur zu bestimmten Zeiten und in begrenzten Mengen.
Das BIP ist nur ein Indikator, hat aber nicht zwingend etwas mit den realen Verhältnissen zu tun.
Da siehts in China doch (was das Warenangebot, Reisefreiheit, den persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten angeht) ganz anders aus.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

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Re: Wen Jiabao fordert politische Reformen, wird zensiert

Beitrag von ingo_001 »

Xian hat geschrieben:Die Erschaffung einer allgemeinen Mittelschicht, ist ein Versprechen was noch umgesetzt werden muss.
Was die Entwicklung in den Städten angeht, sehe ich da durchaus eine wachsende Mittelschicht.
Das Problem ist (und dürfte sich noch verstärken), dass immer mehr Menschen aus den ländlichen Gebieten in die Städte kommen, um dort Arbeit zu bekommen.
Was widerum den Familien auf dem Land zugute kommt und/oder in die Bildung der Kinder investiert wird, damit die später bessere Jobs bekommen können als Ihre Eltern jetzt.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

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Re: Wen Jiabao fordert politische Reformen, wird zensiert

Beitrag von Xian »

Bernhard hat geschrieben:
xyz678 hat geschrieben: Selbst wenn das stimmen sollte, dann bedeutet es auch nicht, dass die Ossis eine größere Kaufkraft hatten. Wenn die Ossis für einen Apfel 200 DM ausgeben mussten, dann sind 2436 DM schnell weg.
Also die reale Kaufkraft zählt. Zudem kommt noch der Aspekt der Qualitätsunterschiede: selbst wenn der Trabi genauso viel gekostet hätte wie ein Mercedes, welches Auto würdest Du dann fahren?
Ich möchte von vornherein klarstellen, dass ich nicht "anti-chinesisch" bin. Das ist sowieso immer das Holzhammer-Nicht-Argument, um irgendwelche unliebsame Äußerungen zu diffamieren.

Aber ich möchte doch fragen: Woher hast du diesen Schwachsinn von "200 DM für einen Apfel"?

Und: Der prozentuale Anteil der Chinesen, die sich einen Mercedes leisten können, ist (noch) eher gering....
Ich denke er sprach die Lebenserhaltungskosten an. Siehe zb dass man in London oder in der Schweiz mehr verdienen kann, die Lebenserhaltungskosten aber auch höher sind. Ich schätze die 200 DM war ein rein fiktiver Begriff für sein Beispiel.


Liebe Grüße,
Xian
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