88--Guiyang--88 hat geschrieben:
Leider vergleichst Du schon wieder Apfel mit Birnen - die Chinesen hatten nie vor langer in Vietnam zu bleiben, der Abzug war von vorn herein geplant, es war lediglich eine gelungene drohgebarde.
Aaalso nochmal. Was ist da gelungen? Ist Vietnam von seinem pro-sowjetischen Kurs abgerückt? Im Gegenteil. Konnte China militärisch Reputation aufbauen? Ich wüsste nicht bei wem. Konnte der Völkermord in Kambodscha fortgesetzt werden? Zum Glück nicht. Keins der Ziele wurde erreicht.
Es sieht doch eher so aus, dass Chinas Ambitionen als regionaler Hegemon in Erscheinung zu treten eine deutliche Abfuhr erteilt wurde und China gut beraten war und ist, nicht noch einmal ein militärisches Abenteuer in Vietnam zu suchen.
globalsecurity.org hat geschrieben:
Gerald Segal, in his 1985 book Defending China, concluded that China's 1979 war against Vietnam was a complete failure: "China failed to force a Vietnamese withdrawal from [Cambodia], failed to end border clashes, failed to cast doubt on the strength of the Soviet power, failed to dispel the image of China as a paper tiger, and failed to draw the United States into an anti-Soviet coalition."
Angesichts des Chauvenismus, der einem so im Laufe der Zeit in China begegnet, bin ich mittlerweile auf dem Standpunkt, dass China einen regionalen Gegenspieler mehr als gebrauchen kann.
Um zurück zum Thema zu kommen: Ich finde überhaupt nicht, dass chinesische Männer martialisch sind. Vielleicht in Internetforen, aber im Alltag find ich eher das Gegenteil zutreffend.