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 Betreff des Beitrags: Re: E-Bike von China nach Deutschland verschicken.
BeitragVerfasst: 20.08.2010, 11:04 
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DerDirk hat geschrieben:
Es geht ja um E-bikes respektive Pedelecs, die sind nicht wirklich nicht mit einem Mofa zu vergleichen.

Anderer Kraftstoff, anderes Gewicht, anderes Antriebskonzept etc.


...aber gleiches Gefährdungspotential (ähnliche Geschwindigkeit und auch nicht muskelkraftbetrieben), und das ist der entscheidende Punkt.

MoFa steht für "Motorisiertes Fahrrad" und genau das ist doch ein E-Bike.

Ein "Pedelec" ist ein "Pedal Electric Cycle" ist per Definition ein Fahrrad mit E-Hilfsmotor als hybrider Hilfe, die E-Unterstützung funktioniert nur bei gleichzeitiger Pedalbewegung, also nur ergänzend zur Muskelkraft (bei einigen Pedelecs auch bis max. 6km/h ohne Treten) und schaltet bei 25km/h automatisch vollständig ab. Diesen Anforderungen genügen China-E-Bikes in aller Regel nicht.

E-Bikes sind Fahrräder mit elektrischem Antrieb, der tretunabhängig arbeitet.

Um noch die Vorschriften dafür zu sammeln:

  • 1 Zulassungsfrei
  • 2 Betriebserlaubnis (ABE oder Einzel-BE) erforderlich
  • 3 Versicherungskennzeichen
  • 4 Versicherung erforderlich
  • 5 Steuerfrei
  • 6 Fahrerlaubnis Klasse M, Mindestalter 16 Jahre
  • 7 Fahrerlaubnis, Betriebserlaubnis und Versicherungsnachweis sind mitzuführen
  • 8 keine Helmpflicht, Reifenprofil mind. 1mm, Beleuchtung auch tagsüber


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 Betreff des Beitrags: Re: E-Bike von China nach Deutschland verschicken.
BeitragVerfasst: 20.08.2010, 11:34 
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Nun da wir jetzt geklärt haben was ein E-bike/pedelec/Mofa ist und was man alles braucht um es in Deutschland ordnungsgemäß und gesetzeskonform betreiben zu können, sollten wir vielleicht jetzt klären:

Zitat:
nun ist es so, daß die in deutschland angebotenen elektrofahrräder
noch unverschämt teuer sind.
preise oft über 1500 euro und für manche modelle über 2000 euro grenzen an
bodenloser frechheit seitens der anbieter.
da mag die qualität der in deutschland angebotenen e-fahrräder noch so toll sein
aber es gerechtfertigt nicht die teueren preise.
und deshalb möchte ich mir möglichst ein gutes elektrofahrad in china besorgen.
ich möchte jetzt nicht über TÜV, VDE und sonstige nervensägen in deutschland
in diesen forum mich austauschen.

ich möchte sehr gerne erfahren:
- welche sind die guten e-bike marken in china.
- wie am geschicktesten versende ich das e-fahrrad nach deutschland.
( welche paketdienste sind gut und günstig) ( komplett oder in einzellteilen und mehreren paketen
versenden)
- was ist mit zoll.

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 Betreff des Beitrags: Re: E-Bike von China nach Deutschland verschicken.
BeitragVerfasst: 20.08.2010, 11:46 
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Zitat:
nun ist es so, daß die in deutschland angebotenen elektrofahrräder
noch unverschämt teuer sind.
preise oft über 1500 euro und für manche modelle über 2000 euro grenzen an
bodenloser frechheit seitens der anbieter.


Teuer ist relativ und für den genannten Preis gibt es auch nur ein Fahrrad der oberen Mittelklasse.

Zitat:
da mag die qualität der in deutschland angebotenen e-fahrräder noch so toll sein
aber es gerechtfertigt nicht die teueren preise.


Doch. Zur Qualität kommt ja auch noch die Verkehrssicherheit und Produkthaftung.

Zitat:
und deshalb möchte ich mir möglichst ein gutes elektrofahrad in china besorgen.
ich möchte jetzt nicht über TÜV, VDE und sonstige nervensägen in deutschland
in diesen forum mich austauschen.


Ein Rad mit TÜV wirst du als Endkunde vermutlich nicht in China bekommen. Versuche eins als "Muster" abzustauben. Das könnte klappen wenn man professionell auftreten kann.

Zitat:
- wie am geschicktesten versende ich das e-fahrrad nach deutschland.
( welche paketdienste sind gut und günstig) ( komplett oder in einzellteilen und mehreren paketen
versenden)


Nein, es geht nur Spedition.

Zitat:
- was ist mit zoll.


Frag doch einfach die Händler/Hersteller nach der HS Nummer und such dir den Zollsatz. Sollte es als Fahrrad durchgehen dann liegt der Zollsatz soweit mir bekannt bei 14% Zoll und 48% Antidumping.

Da das Produkt sehr heikel ist würde ich nochmal direkt beim Zoll nachfragen.

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 Betreff des Beitrags: Re: E-Bike von China nach Deutschland verschicken.
BeitragVerfasst: 20.08.2010, 12:01 
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DerDirk hat geschrieben:
Zitat:
ich möchte jetzt nicht über TÜV, VDE und sonstige nervensägen in deutschland
in diesen forum mich austauschen.


spätestens, wenn Du einen Unfall damit hast, wirst Du Dich nur noch damit befassen müssen.

Eventuell aber schon vorher bei einer Verkehrskontrolle:

Fahren ohne Versicherung
(und ein Versicherungskennzeichen wirst Du für ein Fahrzeug ohne BE nicht bekommen bzw. ohne BE erlischt eine Versicherung automatisch)

Zitat:
§ 6 Pflichtversicherungsgesetz

(1) Wer ein Fahrzeug auf öffentlichen Wegen oder Plätzen gebraucht oder den Gebrauch gestattet, obwohl für das Fahrzeug der nach § 1 erforderliche Haftpflichtversicherungsvertrag nicht oder nicht mehr besteht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Handelt der Täter fahrlässig, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe bis zu einhundertachtzig Tagessätzen.

(3) Ist die Tat vorsätzlich begangen worden, so kann das Fahrzeug eingezogen werden, wenn es dem Täter oder Teilnehmer zur Zeit der Entscheidung gehört.


Fahren ohne Betriebserlaubnis

Zitat:
Bussgeldkatalog
Fahrzeug betrieben ohne Betriebserlaubnis 50 Euro 3 Punkte

(zudem kann das Fahrzeug sichergestellt werden)

sofern kein M-Führerschein vorhanden:

Fahren ohne Fahrerlaubnis

Zitat:
Straftat nach § 21 StVG

(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer
1. ein Kraftfahrzeug führt, obwohl er die dazu erforderliche Fahrerlaubnis nicht hat oder ihm das Führen des Fahrzeugs nach § 44 des Strafgesetzbuchs oder nach § 25 dieses Gesetzes verboten ist, oder
...
(3) In den Fällen des Absatzes 1 kann das Kraftfahrzeug, auf das sich die Tat bezieht, eingezogen werden, wenn der Täter
1. das Fahrzeug geführt hat, obwohl ihm die Fahrerlaubnis entzogen oder das Führen des Fahrzeugs nach § 44 des Strafgesetzbuchs oder nach § 25 dieses Gesetzes verboten war oder obwohl eine Sperre nach § 69a Abs. 1 Satz 3 des Strafgesetzbuchs gegen ihn angeordnet war,


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 Betreff des Beitrags: Re: E-Bike von China nach Deutschland verschicken.
BeitragVerfasst: 20.08.2010, 12:06 
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Nur mal als Hinweis, Pedelecs sind in China so gut wie unbekannt, E-Bikes (für die Vollsofties :wink:) sind die Norm.

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 Betreff des Beitrags: Re: E-Bike von China nach Deutschland verschicken.
BeitragVerfasst: 20.08.2010, 12:15 
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Zitat:
Pedelecs sind in China so gut wie unbekannt, E-Bikes (für die Vollsofties ) sind die Norm.


Joah und so wie HK_Yan geschrieben hat sind da ja auch Schutzzölle drauf.
Summasumarum lohnt es sich (fast) nicht ein E-Bike in China zu kaufen.
Kaufpreis + Steuer+Antidumping+Spedition+evtl. Tüv-nachprüfung, kommt man wohl auf den gleichen Preis.

Für den den es interessiert, hier mehr zu den E-Bikes und Pedelecs.
http://www.pedelecforum.de/forum/index.php

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 Betreff des Beitrags: Re: E-Bike von China nach Deutschland verschicken.
BeitragVerfasst: 20.08.2010, 12:25 
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um dem Thread auch mal was positives beitragen zu können:

http://www.sixtblog.de/allgemein/sixt-bietet-fahrspass-auch-mit-zwei-gaspedalen/

Zitat:
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Mit Kilowatt gegen Kilogramm – wir wünschen Ihnen viel Spaß und eine gute Fahrt!


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 Betreff des Beitrags: Re: E-Bike von China nach Deutschland verschicken.
BeitragVerfasst: 20.08.2010, 12:55 
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DerDirk hat geschrieben:
Joah und so wie HK_Yan geschrieben hat sind da ja auch Schutzzölle drauf.


Ich 'glaube' da könnte Antidumping drauf sein, ich weiss es aber nicht genau. Kommt auf die HS Nr. drauf an.

[quote="DerDirk"]
Summasumarum lohnt es sich (fast) nicht ein E-Bike in China zu kaufen.
Kaufpreis + Steuer+Antidumping+Spedition+evtl. Tüv-nachprüfung, kommt man wohl auf den gleichen Preis. /quote]

Die richtige Reihenfolge ist:

Kaufpreis + Spedition + Zoll + Antidumping + Steuern

Du zahlst auch Zoll (und ggf. Antidumping) auf die Frachtkosten, und auf alles dann nochmal 19% EuSt. Das könnte dann so aussehen:

300 Kaufpreis
500 (200 Fracht)
570 (14% Zoll)
844 (48% Antidumping)
1004 (19 EuSt.)

Und plötzlich sind die 1500 gar nicht mehr so frech.

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 Betreff des Beitrags: Re: E-Bike von China nach Deutschland verschicken.
BeitragVerfasst: 20.08.2010, 15:42 
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Beiträge: 157
die deutschen sind nach meiner meinung nach ein sehr wiedersprüchliches volk.
dauernd wird hier von umweltschutz bis zum erbrechen gepredigt.
ja bloß umweltfreundlich sich fortbewegen.
an jeder ecke umweltzonen.
nun möchte man was für die umwelt tun.
darf es aber angeblich nicht machen, weil TÜV und zulassungsbehörden in
deutschland sagen: " du darfst dein chin. E-boke in deutschland nicht bewegen"!
wird unter umständen sogar knast angedroht!

was nun?
umweltschutz ja oder nein?

in deutschland wird wegen jeder kleinigkeit gleich riesen theater gemacht.
mein gott dann fährt das ding statt 20 kmh 35 kmh! wo ist das problem?
anstatt leute mit umweltbewustsein zu unterstutzen werden nur steine in den weg gelegt.
da kann ich gleich meinen stinken 2-takt-roller marke paggio aus der garage
rausholen.
deutsche sind null flexibel nur verordnungen und § in kopf!


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 Betreff des Beitrags: Re: E-Bike von China nach Deutschland verschicken.
BeitragVerfasst: 20.08.2010, 21:05 
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Blödsinn

1) es wäre VIEL umweltfreundlicher, ganz ohne Motor per Muskelkraft das Fahrrad anzutreiben. Wer glaubt denn ernsthaft, dass die E-Bikes 2-Takter-Mofas, Mopeds, Motorräder oder gar Autofahrten ersetzen? E-Bikes und Pedelecs werden in Deutschland (im Ggs zu China) vor allem als Freizeitinstrument verwendet und ersetzen das Fahrrad oder werden noch zusätzlich zu allem anderen beschafft.

2) E-Bikes sind auch nicht umweltfreundlich. Der Strom muss auch irgendwo herkommen (AKW, Kohlekraftwerke etc.), die Akkus sind nach Nutzung Sondermüll, der aufwendig entsoprgt werden muss! Und da viele China-Bikes noch mit begrenzt haltbaren Bleiakkus fahren, ist dieser Effekt bei der Gesamtumweltbilanz nicht zu unterschätzen.

aus 1 und 2 folgt: E-Bikes haben nichts mit Umweltschutz zu tun; wer Umweltschutz will, kaufe sich ein richtiges Fahrrad ohne Motor!

3) ein Fahrzeug, welches ohne Kraftaufwand des Bedieners fährt, ist immer ein erhöhtes Sicherheitsrisiko. Deshalb werden ja nur Pedelecs von Versicherung etc. ausgenommen, weil dort der Fahrer selbst Kraft zur Fortbewegung aufbringen muss, was das Risiko mindert.

4) keine Privathaftpflicht übernimmt Schäden aus dem Führen eines Kraftfahrzeuges, wenn keine Versicherung für das E-Bike besteht, bedeutet dies, dass im Falle eines vom E-Bike-Fahrer verursachten Unfalles nicht nur der Fahrer des E-Bikes, sondern auch das Unfallopfer grosse Probleme hat! Das Fahren ohne Versicherungsschutz wäre also höchst asozial! Derartiges asoziales Verhalten mit Knast zu belegen, scheint mir sehr angemessen!

5) es gibt aber doch E-Bikes mit Betriebserlaubnis in Deutschland, wo ist also das Problem? Doch wohl nur in der "Geiz ist Geil"-Haltung einiger Leute, die meinen, dass 1500 EUR für ein verkehrssicheres E-Bike "frech" seien. So ein Blödsinn!

6) wir hier im Forum sollten doch wohl auch gut genug wissen, wozu "flexibler" Strassenverkehr führt, wo Verordnungen und Paragraphen nicht so ernst genommen werden: 100.000 Strassenverkehrstote pro Jahr in China sprechen doch wohl für sich (das ist rund 1 Toter pro 1500 zugelassene Kraftfahrzeuge, in Deutschland haben wir 1 Toten pro 10.000 zugelassene Kraftfahrzeuge, also nur etwa 1/7)


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 Betreff des Beitrags: Re: E-Bike von China nach Deutschland verschicken.
BeitragVerfasst: 21.08.2010, 00:33 
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Ich unterschreibe alles, was Otternase schreibt, ausser dem letzten Punkt:
otternase hat geschrieben:
6) wir hier im Forum sollten doch wohl auch gut genug wissen, wozu "flexibler" Strassenverkehr führt, wo Verordnungen und Paragraphen nicht so ernst genommen werden: 100.000 Strassenverkehrstote pro Jahr in China sprechen doch wohl für sich (das ist rund 1 Toter pro 1500 zugelassene Kraftfahrzeuge, in Deutschland haben wir 1 Toten pro 10.000 zugelassene Kraftfahrzeuge, also nur etwa 1/7)

Meines Wissens sind es in China 89.000 Verkehrstote pro Jahr, eine erschreckende Zahl. Aber: Anfang der sechziger Jahre gab es in der BRD, also Westdeutschland, einem Land mit 54 Millionen Einwohnern und einem Motorisierungsgrad von 25 Kfz/100Ew, also grob 14 Mill.Kfz, ca. 45.000 Verkehrstote im Jahr. Heute gibt es in Gesamtdeutschland mit 81 Mill. Einwohnern und einem Motorisierungsgrad von ca. 65, also grob 52 Mill. Kfz, unter 5000 Verkehrstote. Faktisch sind es zwar etwa doppelt so viele, da man mittlerweile die Statistik durch Verkürzung der Überlebenszeit nach Unfall geschönt hat, aber der Rückgang bleibt beeindruckend.

Das zeigt, was mit besserer Verkehrserziehung, Verkehrsleitung etc. erreichbar ist. Die Zahl der Kfz ist nicht so wichtig. Indien hat nicht einmal halb so viele Kfz wie China, aber doppelt so viele Verkehrstote. Wo viele Menschen sind und die Organisation schlecht ist, reicht ein Auto, um viele Leute zu töten. Wenn der Verkehr sicher gesteuert ist, bringen 100 Autos niemanden um.

China hat noch einen weiten Weg vor sich, aber auch schon einiges erreicht.

a^2


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 Betreff des Beitrags: Re: E-Bike von China nach Deutschland verschicken.
BeitragVerfasst: 21.08.2010, 02:12 
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aquadraht hat geschrieben:
Anfang der sechziger Jahre gab es in der BRD, also Westdeutschland, einem Land mit 54 Millionen Einwohnern und einem Motorisierungsgrad von 25 Kfz/100Ew, also grob 14 Mill.Kfz, ca. 45.000 Verkehrstote im Jahr. Heute gibt es in Gesamtdeutschland mit 81 Mill. Einwohnern und einem Motorisierungsgrad von ca. 65, also grob 52 Mill. Kfz, unter 5000 Verkehrstote.


Kann man kaum glauben. Stimmt aber tendenziell. Der Gipfel war um 1970 mit ca. 22.000

http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5285267,00.html

Faktoren (ich rate mal):
Gurtpflicht
Sichere Fahrgastzellen
Knautschzonen
Bessere Reifen
Airbags
Defensivere Fahrweise
Besser Aufklärung

Man trauert über die Autos aus China, deren Länge sich beim Frontalcrash halbiert. Vor 1985 waren deutsche Fahrzeuge auch nicht viel anders.

Zitat:
deutsche sind null flexibel nur verordnungen und § in kopf!


Stimmt, ein Teil der Punkte oben ist gesetzlich vorgeschrieben. Eigentlich ist ja auch die Gurtpflicht eine Einschränkung meiner persönlichen Freiheit. Diesen Einschnitt nehme ich aber gerne in kauf.

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 Betreff des Beitrags: Re: E-Bike von China nach Deutschland verschicken.
BeitragVerfasst: 21.08.2010, 05:55 
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Hier eine ähnliche Idee, wobei die "Erfahrungen" bezüglich Zulassung usw. recht interessant sind:

BionX

Projekt 2030 (Erfahrungen)

Bei deutschen OBI-Märkten habe ich E-Roller (Zul. bis 45 Km/h, kleines VK) gesehen, die deutlich unter EUR 1000 zu haben sind, alles made in China! :wink:

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 Betreff des Beitrags: Re: E-Bike von China nach Deutschland verschicken.
BeitragVerfasst: 21.08.2010, 08:15 
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aquadraht hat geschrieben:
... Heute gibt es in Gesamtdeutschland mit 81 Mill. Einwohnern und einem Motorisierungsgrad von ca. 65, also grob 52 Mill. Kfz, unter 5000 Verkehrstote ...
In diesem Jahr wird die Zahl voraussichtlich sogar das erste mal unter 4.000 bleiben. Trotzdem, immer noch mehr als 10 Verkehrstote pro Tag! Man stelle sich einmal vor, in Afghanistan würden jede Woche knapp 80 deutsche Soldaten fallen, das blanke Entsetzen würde durch D rauschen. Für´s heilig Blechle scheint dieser Blutzoll aber wohl erträglicher.

Sorry, war jetzt etwas OT, musste aber mal raus.


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 Betreff des Beitrags: Re: E-Bike von China nach Deutschland verschicken.
BeitragVerfasst: 21.08.2010, 09:40 
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@aquadraht

1) die Zahl von 89.000 Toten fand ich auch für 2006, inzwischen sollen es 107.000 sein (was angesichts der Steigerungsraten der Verkehrsdichte konsistent klingt)

2) genau das wollte ich doch sagen:

aquadraht hat geschrieben:
Das zeigt, was mit besserer Verkehrserziehung, Verkehrsleitung etc. erreichbar ist. Die Zahl der Kfz ist nicht so wichtig. Indien hat nicht einmal halb so viele Kfz wie China, aber doppelt so viele Verkehrstote. Wo viele Menschen sind und die Organisation schlecht ist, reicht ein Auto, um viele Leute zu töten. Wenn der Verkehr sicher gesteuert ist, bringen 100 Autos niemanden um.


exakt das war auch, was ich auszusagen beabsichtigte

3) wobei es natürlich noch gefährlichere Pflaster als China gibt: wie von Dir angeführt Indien, aber auch Brasilien, die Dominikanische Republik, aber auch zB. Marokko, was für uns ja fast ein Nachbar ist


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