Ich unterschreibe alles, was Otternase schreibt, ausser dem letzten Punkt:
otternase hat geschrieben:
6) wir hier im Forum sollten doch wohl auch gut genug wissen, wozu "flexibler" Strassenverkehr führt, wo Verordnungen und Paragraphen nicht so ernst genommen werden: 100.000 Strassenverkehrstote pro Jahr in China sprechen doch wohl für sich (das ist rund 1 Toter pro 1500 zugelassene Kraftfahrzeuge, in Deutschland haben wir 1 Toten pro 10.000 zugelassene Kraftfahrzeuge, also nur etwa 1/7)
Meines Wissens sind es in China 89.000 Verkehrstote pro Jahr, eine erschreckende Zahl. Aber: Anfang der sechziger Jahre gab es in der BRD, also Westdeutschland, einem Land mit 54 Millionen Einwohnern und einem Motorisierungsgrad von 25 Kfz/100Ew, also grob 14 Mill.Kfz, ca. 45.000 Verkehrstote im Jahr. Heute gibt es in Gesamtdeutschland mit 81 Mill. Einwohnern und einem Motorisierungsgrad von ca. 65, also grob 52 Mill. Kfz, unter 5000 Verkehrstote. Faktisch sind es zwar etwa doppelt so viele, da man mittlerweile die Statistik durch Verkürzung der Überlebenszeit nach Unfall geschönt hat, aber der Rückgang bleibt beeindruckend.
Das zeigt, was mit besserer Verkehrserziehung, Verkehrsleitung etc. erreichbar ist. Die Zahl der Kfz ist nicht so wichtig. Indien hat nicht einmal halb so viele Kfz wie China, aber doppelt so viele Verkehrstote. Wo viele Menschen sind und die Organisation schlecht ist, reicht ein Auto, um viele Leute zu töten. Wenn der Verkehr sicher gesteuert ist, bringen 100 Autos niemanden um.
China hat noch einen weiten Weg vor sich, aber auch schon einiges erreicht.
a^2