serenita hat geschrieben:
arrow hat geschrieben:
[Wasser? Ich will mich nicht waschen, ich habe Durst! ]
Ursprünglich heißt des doch: Wasser ist zum Zähneputzen da, und ich habe Durst.
Ich versuche es mal zu erklären mit einem Auszug aus "Polen am Bau"
Zitat:
Der deutsche Handwerksmeister kommt immer mit seinem Lehrling, denn das deutsche Handwerk ist traditionell hierarchisch strukturiert.
Oben an der Spitze steht der Meister, dann kommt der Geselle, dann kommt der Lehrling, und dann, Herr Vorsitzender, dann kommen Sie.
Was die Funktion des Lehrlings ist, ist noch nicht erforscht.
In den meisten Fällen steht er doof daneben und hat den Mund auf.
Mindestens 80 % der Lehrlinge im deutschen Handwerk haben den ganzen Arbeitstag den Mund auf.
Ethnologen vermuten, dass dies ein Sicherungssystem ist.
Solange der Lehrling den Mund auf hat, weiß der Meister, dass er noch atmet und lebt.
An den Bewegungen ist dies nicht festzustellen.
Denn während der Meister arbeitet, steht der Lehrling unbeweglich daneben, woher sich auch der Begriff "Standort Deutschland" ableitet.
Der Lehrling bewegt sich so wenig, dass die Handwerkskammer inzwischen für Lehrlinge im Dienst Thrombosestrümpfe vorschreibt.
11:45
Die Polen kacheln das Bad.
11.50
Der deutsche Handwerksmeister stellt fest, dass ihm eine Muffe fehlt.
Er schickt den Lehrling zum Auto.
Sie rechnen das Bewegungstempo des Lehrlings mit dem Hin- und Rückweg zum Auto hoch und wünschen ihm bis zum Wiedersehen schon mal Frohe Ostern, Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch.
Der Meister bleibt so lange zurück, schaut Sie an und stellt fest, dass er Durst hat.
Sie bieten ihm ein Glas Wasser an.
Seine Antwort:
"Ich will mich nicht waschen - ich habe Durst!"
Jetzt klar? - er will lieber eine Flasche Bier, keinesfalls Wasser zum trinken
