Zitat:
Soll/darf/kann/muss man so etwas im Raum stehen lassen, nur um sich "nicht in innere Angelegenheiten einzumischen" ???
Seufz
Tierschutz und Bürgertum sind eng verflochten. Da Bürger Tiere nicht als Nutzgegenstände betrachten, sondern als Haustiere und folglich daraus die Ansicht entwickeln, dass Tiere genauso Lebenwesen wie Menschen sind etc. blablabla schon x mal geschrieben, nervt langsam schon.
Wenn du diese Videos chinesischen Bürgern zeigst, also vor allem jungen Stadtbewohnern der Mittel- und Oberschicht, wirst du da genauso Empörung finden wie hier im Forum. Siehe Chinasmack - Hundekampf Video und die empörten Postings der User. Oder weiter oben Delfine abschlachten von Norwegern und die fassungslosen Postings. Am Land siehts natürlich anders aus. Mit Zunahme von Ländlichkeit und vor allem Armut werden Tiere als Gebrauchsgegenstände betrachtet. Viele Wanderarbeiter sind Bauern und deswegen stößt man auch in den Städten auf so ein Verhalten. Ist übrigens auch in Südkorea nicht viel anders. Es entwickeln sich aber sowohl dort als auch in China immer mehr Tierschutzbewegungen.
So und jetzt zu den "inneren Angelegenheiten".
Wenn in Deutschland wieder mal so ein Wahnsinniger seinen Hund zu tode quält, soll dann die Volksrepublik anklopfen und Beschwerde einreichen? Das ist idiotisch. Sagt der Delphin oder Robbenfang der Norweger etwas über den Entwicklungsstand der westlichen Zivilisation oder die Kultur aus? Eben.
Der Tierschutz ist übrigens eng mit dem Rassismus verbunden. Im 19. Jahrhundert wurde das oh so brutale "schächten" der Juden als barbarisch bezeichnet und als Beweiß für ihre Boshaftigkeit instrumentalisiert. Mal darüber nachdenken bitte.
PETA sind übrigens für mich Faschisten. Das ist "Gutmenschentum" (ein leider von den Rechten oft benützter begriff) in Reinform. Und Gutmenschentum ist hochgradig faschistisch. Keine eigenen Gedanken, auf dem Strom aufspringen was gerade als "in" vorgegeben wird, gepaart mit einem Fanatismus gestärkt durch das "Wissen" absolut im Recht zu sein und dem vollkommenen Fehlen der Fähigkeit zu differenzieren.
Lange rede kurzer Sinn - du kannst das Video in China in Foren reinstellen (betone aber nicht das du ein Ausländer bist, die Chinesen haben von westlichen Missionaren die Schnauze voll) und mit Sicherheit genügend Bestürzung erreichen. Bringt halt nicht viel, da die Internetuser so etwas sowieso nicht machen würden (Städter).
Du kannst das Video aber auch verwenden um damit zu zeigen, "wie schlecht die Chinesen doch sind". Dann bist du auf der gleichen (verlogenen) Stufe wie die europäischen Rassisten und Nazis des 19. und auch 21. Jahrhunderts.
ps. Und bevor mir noch wer mit der Tierliebe der "Naturvölker" kommt... Colin Goldner, den ich übrigens auch als "Gutmensch" einstufe, hatte sein großes Aha Erlebnis bei seiner Arbeit als Entwicklungshelfer in Nepal. Da wurde er Zeuge wie ein tibetischer Mönch unter großem Gelächter seiner Kollegen einem kleinen Affen den Arm ausgerissen hat der sich in einer Gebetsmühle verfangen hat. Natürlich war für den "Gutmensch" dann klar, dass der tibetische Buddhismus brutal und böse ist.
