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 Betreff des Beitrags: Einfuhr von Bekleidung aus China
BeitragVerfasst: 02.03.2010, 01:19 
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Hi,

meine Frage ist weniger eine Zollfrage,.... aber dennoch sollte sie am besten hier her passen.

Angenommen, ich importiere ein Markenprodukt (Bekleidung) aus China nach Deutschland, welches es in China viel billiger gibt und das Produkt so nach Import (Zoll, Einfuhrkosten) immer noch günstiger angeboten werden kann, gäbe es da rechtliche Probleme?

Mal ein (fiktives!!!) Beispiel:

Angenommen ein MacBook von Apple kostet in China nur 200 Euro, in Deutschland aber 1000 Euro, hier könnte man es in Deutschland nach Einfuhr aus China für 700 Euro anbieten, mit Gewinn.

Würde der Hersteller, in diesem fiktiven Fall Apple, rechtlich dagegen vorgehen oder so?

Natürlich darf es sich nicht um Kopien handeln, sondern ausschließlich um Originalware.

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 Betreff des Beitrags: Re: Einfuhr von Bekleidung aus China
BeitragVerfasst: 02.03.2010, 04:04 
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no1gizmo hat geschrieben:
Würde der Hersteller, in diesem fiktiven Fall Apple, rechtlich dagegen vorgehen oder so?


Ja. Stichwort:Parallelimportverbot.

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 Betreff des Beitrags: Re: Einfuhr von Bekleidung aus China
BeitragVerfasst: 02.03.2010, 11:16 
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Guckst Du auch:

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 Betreff des Beitrags: Re: Einfuhr von Bekleidung aus China
BeitragVerfasst: 02.03.2010, 12:15 
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Ich weiß, es war nur ein Beispiel, aber gibt es Apple-Produkte in China günstiger?
Ich habe mal gehört, dass Apple die Preise weltweit reguliert um dem entgegen zu wirken.
Ich hätte nämlich auch gerne ein MacBook, aber keine Lust bis zu 1300 € auszugeben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Einfuhr von Bekleidung aus China
BeitragVerfasst: 02.03.2010, 13:18 
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incues hat geschrieben:
Ich weiß, es war nur ein Beispiel, aber gibt es Apple-Produkte in China günstiger?
Ich habe mal gehört, dass Apple die Preise weltweit reguliert um dem entgegen zu wirken.
Ich hätte nämlich auch gerne ein MacBook, aber keine Lust bis zu 1300 € auszugeben.


Als Beispiel das 15" MacBook Pro:

Deutschland: 1599,- EUR
Hong Kong: ca. 1256,- EUR
China: ca. 1460,- EUR

Bei Apple gibts die Garantie aber nur in dem Land, in dem Du es kaufst. Und das Risiko am Flughafen in Deutschland in die Kontrolle zu geraten ist da natürlich auch noch vorhanden :?

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 Betreff des Beitrags: Re: Einfuhr von Bekleidung aus China
BeitragVerfasst: 02.03.2010, 13:37 
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Habe mal nach Parallelimportverbot gegoogelt, aber irgendie verwirrt mich das eher...

Wie finde ich denn heraus, ob so ein Parallelimportverbot für die Produkte/Marken, auf die ich es abgesehen habe, besteht?

Es geht hier wie gesagt NICHT um Kopien, sondern um Originalware.

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 Betreff des Beitrags: Re: Einfuhr von Bekleidung aus China
BeitragVerfasst: 02.03.2010, 13:47 
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Willst du die Waren vertrieben, oder handelt es sich um Mindermengen für den Eigenbedarf?

Wenn ich es richtig verstanden habe, dann greift das Parallelimportverbot erst mal nur für Gewerbe und Industrie. Solltest du jedoch darauf abzielen, diese z.B. auf Ebay zu verkaufen, dann fällst du dennoch unter diese Regelung.

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 Betreff des Beitrags: Re: Einfuhr von Bekleidung aus China
BeitragVerfasst: 02.03.2010, 14:49 
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Aaalso....:

Ich hatte mal da einen Fall eines Importeurs von Klamotten, die er allerhöchstpers. auf den Flohmärkten in den USA zusammengekauft hatte, und als "Altwaren" importieren wollte. Mal davon abgesehen, daß er keine Ursprungszeugnisse hatte vorweisen können ( auf welchem Flomarkt werden diese Teile schon ausgestellt??!), hatte der Zoll bei einer Komplettbeschau T-Shits mit Hilfiger, Adidas und vielen anderen Markennamen festgestellt. Der Kunde hatte plötzlich eine Menge Verfahren am Hals.

Auch "normale " Importe von Textilien ..... und anderen Waren mit einer Markenbezeichnung stehen unter zollamtlicher Überwachung, und deshalb rate ich jedem, der auch Original-Markenprodukte einführen will, sich nicht auf irgendwelche Forenbeiträge zu verlassen, sondern sich (am allerbesten schriftlich !), an das "Informations- und Wissensmanagement Zoll" zu wenden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Einfuhr von Bekleidung aus China
BeitragVerfasst: 02.03.2010, 18:28 
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Grufti hat geschrieben:
Ich hatte mal da einen Fall eines Importeurs von Klamotten, die er allerhöchstpers....


Es gibt offensichtlich einen Unterschied zwischen Recht und Moral. Moralisch sollte nichts gegen den Flohmarktfall sprechen, aber die Lobby des Geldes ist da natürlich ganz anderer Meinung. Ein noch krasseres Beispiel wäre da die Ländercodierung von DVDs. Während ich am PC noch eine illegale Software verwenden kann um DVDs verschiedener Regionen anzusehen, muss ich zu meinem TV Gerät mehrere DVD player kaufen, damit ich legal erworbene Chinesische und Deutsche DVDs sehen kann.

Nach allem was ich in diesem Forum bisher gelesen habe und wenn ich dann noch etwas nachdenke, kann ich nur zu folgendem Schluss kommen: Ist es möglich durch Import von Markenprodukten einen Gewinn zu erwirtschaften, so ist der gewerbliche Import zu 99% Wahrscheinlichkeit illegal.

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 Betreff des Beitrags: Re: Einfuhr von Bekleidung aus China
BeitragVerfasst: 09.03.2010, 00:23 
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Neuling

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HK_Yan hat geschrieben:
no1gizmo hat geschrieben:
Würde der Hersteller, in diesem fiktiven Fall Apple, rechtlich dagegen vorgehen oder so?


Ja. Stichwort:Parallelimportverbot.

Hi, there,

habe ich das richtig verstanden?

Gewerblich, ohne Erlaubnis der Hersteller, darf ich nicht die Produktion von solche Hersteller als Adidas, Nike, Asics u.s.w. nach Deutschland importieren?
Ich habe hier viel mal "Parallelimportverbot", "Re-Import"... gehört, aber nichts darüber bei zoll.de gefunden, kann jemander mir darüber mehr erzählen?

Danke im voraus


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 Betreff des Beitrags: Re: Einfuhr von Bekleidung aus China
BeitragVerfasst: 09.03.2010, 00:39 
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Hallo smg !
Erst einmal herzlich willkommen in unserem Forum !

Hier findest Du die genauen Definitionen der Begriffe Parallelimport und Re-Import

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 Betreff des Beitrags: Re: Einfuhr von Bekleidung aus China
BeitragVerfasst: 09.03.2010, 09:24 
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Zu dem Thema gibt es doch so viele tolle Links:

http://pages.ebay.de/rechtsportal/gewer ... vk_14.html
http://pages.ebay.de/rechtsportal/af.html
http://www.frag-einen-anwalt.de/Paralle ... 37697.html
http://www.frag-einen-anwalt.de/Paralle ... 38027.html
http://community.ebay.de/forum/ebay/thr ... dID=346291
http://www.welt.de/morgenpost/bmo_ratge ... hnung.html

Meine Meinung zum Import von Markenware ist: Tue es auf keinen Fall!

Was oft gefragt wird: Wo/wie kann ich einsehen welche Marke ich nicht importieren darf?

Antwort: Das kann man nicht einsehen. Das ist ein Recht das der Markenrechteinhaber in Anspruch nimmt. Er kann, muss aber nicht, beim Zoll kommerziellen Rechtsschutz beantragen. In dem Fall fängt der Zoll die Ware ab. Er muss es aber nicht und kann immer noch zivil und strafrechtlich gegen dich vorgehen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Einfuhr von Bekleidung aus China
BeitragVerfasst: 10.03.2010, 16:07 
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Neuling

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Erst, vielen Dank für Ihre Antworten

jetzt sieht das für mich so aus:
man kann eine Marke in Deutschland registrieren, in China unter dieser Marke 100 Stück irgendwas produzieren lassen, bei ebay.de nach Deutschland verkaufen und mit einem Rechtsanwalt Geld kassieren anzufangen? komisch...

Aber gut, thema "Markenware" ist vorbei, kein Chans Markenware zu importieren. PUNKT

Wie sieht das aus, wenn man "Noname-Ware" nach Deutschland importieren will?
Keine Fälschungen, einfach z.b. Noname Dammen- Herrenschue oder Textilien aus China? Nachahmung? Zertifikate?


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 Betreff des Beitrags: Re: Einfuhr von Bekleidung aus China
BeitragVerfasst: 10.03.2010, 16:19 
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Registriert: 25.01.2010, 16:48
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smg hat geschrieben:
Erst, vielen Dank für Ihre Antworten

jetzt sieht das für mich so aus:
man kann eine Marke in Deutschland registrieren, in China unter dieser Marke 100 Stück irgendwas produzieren lassen, bei ebay.de nach Deutschland verkaufen und mit einem Rechtsanwalt Geld kassieren anzufangen? komisch...

Aber gut, thema "Markenware" ist vorbei, kein Chans Markenware zu importieren. PUNKT

Wie sieht das aus, wenn man "Noname-Ware" nach Deutschland importieren will?
Keine Fälschungen, einfach z.b. Noname Dammen- Herrenschue oder Textilien aus China? Nachahmung? Zertifikate?


In dem Fall musst du zumindest längere Lieferzeiten einkalkulieren, weil garantiert der Zoll ein reges Interesse an deiner Ware hat. Wenn keine Produktpiraterie im Spiel ist und der Zoll auch sonst nichts zu beanstanden hat, dann sollte dem wohl nichts im Wege stehen. Aber je nach Warenwert musst du etwas Bares beim Zoll auf den Tisch legen. Nicht zur Bestechung, sondern um den Steuervorteil zu begleichen.

//edit: Denk aber daran, wenn du Handel damit betreibst, dass es für den Zoll ausschlaggebend ist, dass der Hersteller der Waren Identifizierbar ist. Und Noname Hersteller können oft Tochtergesellschaften größerer Konzerne sein. Also erkundige dich gut, bevor du noch blind irgendwelche Waren kaufst und später wieder vor dem selben Problem steht.

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 Betreff des Beitrags: Re: Einfuhr von Bekleidung aus China
BeitragVerfasst: 10.03.2010, 16:25 
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smg hat geschrieben:
Wie sieht das aus, wenn man "Noname-Ware" nach Deutschland importieren will?
Keine Fälschungen, einfach z.b. Noname Dammen- Herrenschue oder Textilien aus China? Nachahmung? Zertifikate?


Da gibt es kein Problem. Die Ware sollte aber auch ohne Marke keine Nachahmung sein. Bedeutet, Buma und Abidas geht auch nicht. Was mit 3 Streifen auch nicht. Sonst ist es aber kein Problem. Man muss dann nur eine gute Idee haben weil der Markt doch sehr ausgelutscht ist.

Zitat:
In dem Fall musst du zumindest längere Lieferzeiten einkalkulieren, weil garantiert der Zoll ein reges Interesse an deiner Ware hat


Ich weiss nicht was du rauchst, aber es tut dem Realitätsempfinden nicht gut.

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