Das ist eine sehr nationalistische Sichtweise!
Meinetwegen nenne es Nationalismus. Ist es vielleicht sogar. Meiner Meinung nach ist Nationalismus für ein Schwellen- und drittes Welt Land, was China in Teilen noch ist, eine unverzichtbare Tugend. Oder anders ausgedrückt, diese "Großzügigkeit" und "Antinationalistische" Einstellung kann sich nur ein Wohlstandsbürger in seinem gesicherten Umfeld in den "westlichen" Staaten leisten. Wenn sich nämlich die nicht Westlichen Staaten keinen Nationalismus leisten, landen sie sehr schnell auf den Tablett gerade der Staaten die Nationalismus nach aussen hin als antiquiert betrachten, in der Realität beinhart ihre eigenen Interessen global durchsetzen.
Die Aussage "IMMER" hört sich nach verletzten Nationalstolz an.
Wenn nicht die Unabhängigkeit von fast der Hälfte des chinesischen Staatsgebietes lauthals gefordert und unterstützt werden würden - gerade oft von den Anti-Nationalistischen Wohlstandbürgern, die hier interessanterweise keinen Widerspruch sehen, den Nationalismus der diversen kleinen Völker hier zu fordern - gäbe es auch keinen Grund das "IMMER" zu betonen.
Kleines geschichtliche Anmerkung. In der Hochzeit des Imperialismus und auch während des Kolonialismus, war es eine weitverbreitete Taktik Minderheiten zu nutzen um sich in dem auszubeutenden Gebiet politisch und militärische Vorteile zu sichern. Ich weiß, dass haben viele vergessen.
Aber sollten wir in der heutigen Zeit nicht die Reife besitzen, jedem Menschen selbstbestimmungsrechte zu gewähren?. Jedem Menschen die Freiheit zu lassen - Argumentation hin oder her.
Wohlstandsbürger Zitat der nicht bedroht wird. Interessanterweise wird diese Argumentation schnell zur Seite geschoben, wenn es um die eigenen Interessen geht. Nach dem Selbstbestimmungsrecht der Afghanen fragt kein Deutscher.
"Zur Demokratie gehört auch, dass die Tibeter demokratisch sich für die Eigenständigkeit entscheiden können. "
Das ist nicht Demokratie, sondern Nationalismus im kleinen. Zumindest sehe ich das so, da in demokratischen Ländern diversen Unabhängigkeitsgruppen schnell ein Riegel vorgeschoben wird. Siehe Basken, Iren, Hawaianer, "Native Americans" usw. Ich persönlich bin für "Unabhängigkeit" - die es ja in Wirklichkeit gar nicht gibt, nur im absoluten Notfall, wenn alle anderen Möglichkeiten erschöpft sind. Sonst sind wir früher oder später bei der Kleinstaaterei. Die Tibeter sind z.B. gar keine Homogene Masse. Da gibt es unterschiedliche Gruppen, religiöse Sekten, Sprachen - ja sogar gar Völker. Und wie jeder der die tibetische Geschichte kennt, weiß das es da von Mord und kleinen Kriegen und Überfällen nur so wimmelt.
Wir sind ALLE Menschen mit GLEICHEN Rechten. So sollte es im Idealfall sein. Die Tibeter und Uiguren und andere haben diese Rechte nicht. Und dass ist nicht Freiheit.
Tibeter, Uiguren etc. sind alle Chinesen. Sie sollen alle mit den Han, den Hui oder den Mongolen zusammenleben und ihre Bürgerrechte einfordern. Eigenstaatlichkeit ist für mich kein Bürgerrecht und hat nichts mit "Freiheit" zu tun. Nordkorea hat einen eigenen Staat und kann nicht gerade als Frei bezeichnet werden. Nur Nebenbei "Freiheit" ist ein dermassen schwammiger und ideologisch aufgeblasener Begriff. Können wir bitte konkreter werden? I know they hate us, because of our freedom
Bitte denke mal über Grenzen hinweg. Die Mongolen könnten jetzt auch sagen : " Die innere Mongalei wird ewig unser Land sein"
Viele Mongolen sagen das. Nur wollen die die meisten Mongolen der inneren Mongolei lieber bei China bleiben. Hat einerseits historische Gründe - freiwillige Entscheidung, andererseits wirtschaftliche Gründe. Und darum geht es meistens wirklich. Auch im Tibet oder Xinjiang Konflikt. Die "unabhängige" Mongolei geht es wirtschaftlich anscheinend sogar jetzt noch schlechter als im Kommunismus. Ausserdem hat der mongolische Nationalismus - da ex Sowjetischer Satellit und noch immer dem russischen Einfluss ausgesetzt* - keinen Unterstützer. Russland verbietet sich hier jegliche Bildung eines Pulverfasses.
Topas ich halte dich für einen intelligenten Forum User - Also lass bitte diese dummen ideologisch verklärten Phrasen und die noch dümmeren Nazivergleiche. Hier lesen auch mündige Leser mit, die nicht gelangweilt werden wollen. Es muss ja kein hochintellektueller akademischer Diskurs sein - ist mein Posting ja auch nicht. Das ist eher frisch und frech von der Leber weg. Aber schreib bitte deine eigenen Gedanken und nicht das was man in der Presse sowieso ständig (und oft besser) lesen kann.
* ist übrigens ein weiterer Punkt. Die kleinen, ach so freien Staaten landen immer im Kielwasser der Großen Mächte - wie du siehst "Freiheit" ist auch hier wieder relativ. Deswegen ist Deutschland ja auch relativ Kleinlaut bei amerikanischen Verbrechen. Ja ja ich weiß, zusammen mit Hollywood wurde über Guantanmo gejammert, dass der Krieg im Irak ein Verstoß gegen das Völkerrecht ist, traut sich trotzdem kein deutscher Politiker offen sagen und vor allem Konsequenzen zu fordern