aquadraht hat geschrieben:
Ich halte auch die Vorstellung, dass ein Grosssäuger leidensfähiger ist als ein Fisch, nicht von vorneherein für abwegig, ob es stimmt, weiss ich nicht.
Stimmt nicht. Leider habe ich die Quelle nicht zur Hand, aber es hat Forschungen dahin gegeben - mit dem Ergebnis, das Menschen Gefühle bei anderen Menschen am besten wahrnehmen können. Und Hunde bei Hunden am besten die Regung wahrnehmen. Übergeifend funktioniert das schon schlechter, vor allem wenn der evolutionäre Abstand besonders gross ist. Gefühlsregungen bei Fischen, Amphibien etc sind vom Säugetier Mensch eigentlich gar nicht mehr wahrnehmbar. Aber auch zwischen einzelnen Kultures sind leiche Unterschiede festgestellt worden. Ein Deutscher sieht in den Augen eines Deutschen am ehesten die Gefühlsregung, ggü einem Chinesen z.B. ist das schon ein bisschen schwieriger.
Diese Wahrnehmung dürfte demnach auch auf des Wahrnehmen von Leiden zutreffen. Ein Hund ( als evolutionär nahestehendes Säugetier ) jault und unkt bei Schmerzen. Bei einem Fisch sind wir wphl gar nicht mehr in der Lage, deren Schmerzausdrücke wahrzunehmen. Dieser Eindruck führt wohl dann dazu, das einige Menschen der Auffassung sind, Tiere würden weniger leiden als Menschen.
Selbst wenn obiges nicht wahr sein sollte, dann müssen wir im Zweifelsfall von ebensolchen Schmerzen ausgehen.
Mir ist das mal bei einem grossen schwarzen Käfer ( welche Art das jetzt war, weiss ich nicht ) aufgefallen. Der krabbelte bei uns in der Wohnung rum, und ich wollte den nehmen und raussetzen. Beim nehmen habe nicht aufgepasst, und ihm wohl ein Teil seines rechten Flügels eingedrückt. Der hat mir danach bestimmt eine geschlagene Minute im Finger gebissen ( tat nicht weh ), und war regungslos. Das sah mir nach einem Beissen vor Schmerzen aus.
no1gizmo hat geschrieben:
Es fehlt einfach der Respekt vor dem Leben bei vielen Menschen, das finde ich irgendwie zum heulen (und das meine ich ganz wörtlich).
Du sagst es.