Arbeitsvertraggestaltung

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Schnucki2010
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Arbeitsvertraggestaltung

Beitrag von Schnucki2010 »

Hallo an alle,

ich bin seit Tagen auf der Reise durch das www, um mich über die Möglichkeiten der Arbeitsvertraggestaltung in China zu informieren. jedoch bin ich nicht wirklich auf die informationen gestossen, die ich benötige.

die situation stellt sich wie folgt dar. ich bin derzeit in einem unternehmen angestellt, welches bald ein neues joint venture mit einem chinesischen partner in china eröffnet.

grundgedanke war, dass ich einen arbeitsvertrag in china und einen in deutschland bekomme. jedoch wirft dies einige probleme im bereich der sozialversicherungen auf. mir ist klar, dass ein arbeitsvertrag in china die beste lösung für mich wäre. niedrigere steuerabgaben und die möglichkeit mit dem gesparten geld privat im bereich kv und rv vorzusorgen. es stellt sich hier leider nur die frage, ob der chinesische partner meinem gehalt in china zustimmt, da dies über dem marktüblichen standard liegt. somit bin ich nun auf der suche nach einem ausweg.

gibt es anderweitig die möglichkeit nur einen arbeitsvertrag in china zu haben mit einem niedrigeren brutto und mein chef in deutschland überweist mit irgendwelche pauschalen auf mein deutsches konto, die ich dann nicht versteuere aber bei ihm in der buchhaltung auftauchen?

ich wäre euch sehr dankbar für tips oder anregungen.

mit freundlichen grüßen

Chris
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happyfuture
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Re: Arbeitsvertraggestaltung

Beitrag von happyfuture »

Hallo Chris,
willkommen im Forum!

Für Deine spezielle Anfrage, die sicherlich zur Beantwortung noch viel mehr "Daten" benötigt, empfehle ich Dir, Dich bei der Personalberatung Deiner Firma in D schlau zu machen bzw. einen Steuerberater zu konsultieren.

Die "Hardcore" Variante ist die Nachfrage bei deinem zuständigen Finanzamt :P

Aus meinem Verständnis heraus und ohne Gewähr sage ich, dass dies so nicht geht!
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Taiyang
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Re: Arbeitsvertraggestaltung

Beitrag von Taiyang »

Schnucki2010 hat geschrieben: und mein chef in deutschland überweist mit irgendwelche pauschalen auf mein deutsches konto, die ich dann nicht versteuere aber bei ihm in der buchhaltung auftauchen?
Das klingt für mich irgendwie unsauber...
Soweit ich weiß gehen Beträge nur bis 400 Euro in Deutschland steuerfrei durch (als Minijob, korrigiert mich, wenn das falsch ist) & alles darüber wird versteuert.
Um dir mehr zu überweisen, müsste dein Chef irgendwelche nicht-ganz-legalen Sachen anwenden, damit du steuerfrei davon kommst & das hört sich für mich nach Betrug an :roll:

Mehr dazu hat happyfuture ja schon geschrieben.
Schnucki2010
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Re: Arbeitsvertraggestaltung

Beitrag von Schnucki2010 »

Erst mal vielen Dank für die schnellen Antworten. Wie gesagt, war die Variante mit 2 Arbeitsverträgen eine gedankliche Grundidee. Nach meinen Recherchen wird mir mehr und mehr klar, dass es so nicht funktionieren wird.

habe nun die möglichkeit mich zw dem lokalen arbeitsvertrag und dem entsendungsvertrag zu entscheiden. ich habe keine familie und bin berufsanfänger. ich habe schon 1,5 jahre in china gelebt und dort auch schon 2 praktikums gemacht. somit weiss ich was preislich auf mich zukommt. ich tendiere schon mehr zu einem lokalen vertrag, da mein arbeitgeber ein mittelst. unternehmen ist und mir als einsteiger nicht die konditionen bieten kann wie ein konzern. somit muss ich durchrechnen, wo bei mir am ende mehr hängenbleibt.

beim lokalen vertrag versteuere ich mein einkommen nach der chin. steuer. gesetzliche rentenversicherung und krankenversicherung fallen in deutschland weg. somit müsste ich diese vorsorgen privat treffen. auslandskrankenversicherung u private rentenversicherung.

geh ich recht in der annahme, dass ich wenn ich den entsendungsvertrag wähle noch 4 jahre die sozialabgaben in deutschland zu entrichten habe? das würde die krankenversicherung miteinschließen, die aber keine leistung übernimmt, wenn ich in china bin. somit wären dies schon mal knapp 500 eur monatlich, die umsonst ausgegeben werden. wie gesagt. eine familie hab ich nicht und muss diese nicht berücksichtigen.

somit tendiere ich zu dem chinesischen vertrag. nur muss abgeklärt werden, ob das chinesische Joint Venture dann meinen Gehaltsansprüchen gerecht werden möchte. Dies ist in dem fall noch nicht abgeklärt. Um dies zu vermeiden waren die Gedankenspiele wie oben erklärt im Raum gestanden. Wozu würdet Ihr mir raten? Ich werde auch bei einem Entsendungsvertrag keine großen Sonderkonditionen erhalten. Somit ist ein hohes netto anzustreben.

Mfg Chris
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happyfuture
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Re: Arbeitsvertraggestaltung

Beitrag von happyfuture »

Hallo Chris,

ich bin kein Steuerberater und selbst wenn ist Deine Frage nicht so einfach zu beantworten, da dies von vielen "Faktoren" abhängt!

Schau mal hier

vielleicht hilft das schon mal weiter! :wink:
Schnucki2010
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Re: Arbeitsvertraggestaltung

Beitrag von Schnucki2010 »

@ happyfuture

mal vielen dank für die übersicht. gut erklärt und zusammengefasst. das meiste wusste ich durch meine recherchen schon, ist aber trotzdem sehr hilfreich gewesen um einen gesamtüberblick zu haben.

mein problem hat es noch nicht gelöst, jedoch darin bestärkt zu versuchen in meinem fall den local contract durchzuboxen. bei einem niedrigen brutto, ohne die "expatvergünstigungen" wie flug, etc, muss ich versuchen so viel netto wie möglich zu bekommen um mich dann privat abzusichern.

nochmal danke. falls andere noch anregungen haben dürfen sie natürlich gerne noch posten.

chris
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belrain
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Re: Arbeitsvertraggestaltung

Beitrag von belrain »

Da hier niemand die Einzelheiten deiner Vertragsangebote kennt wird es sicher schwer dir zu sagen was sinnvoller ist - abgesehen davon wirst du es für dich selbst entscheiden müssen.

Ich bin ein "Entsandter" und habe mich bewusst dafür entschieden.
1. Wusste ich nicht ob mir Leben und arbeiten in China gefällt. Durch die Entsendung habe ich die Rückkehrgarantie, was nicht so schlecht ist.
2. Als Entsendeter hat man, zumindest bei meinem Arbeitgeber, einige "Goodies", die bei einem lokalen Vertrag nur durch ein deutlich höheres Gehalt zu erreichen wären. Die Krankenversicherung wird z.B. vom Arbeitgeber bezahlt.
3. Es gibt auch eine Zeit nach den 3, 4 oder 5 Jahren. Wenn man dann wieder nach Deutschland geht, könnten einem die fehlenden Jahre Sozialversicherung irgendwann wehtun.

Aber wie gesagt, ich kenne deine Situation nicht. Aber wenn dein Arbeitgeber einen Teil deines Gehaltes zahlt, wirst du den in China versteuern müssen, zusammen mit dem chinesischen Gehalt.
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